Pressemeldungen Archiv 2017

09.01.17ukm/jug

Exzellente Behandlung bei Schlaganfall: UKM bundesweit auf Platz 3 bei Thrombektomien

2015 profitierten 136 Schlaganfallpatienten von Thrombektomien / „Erhebliche Verbesserung der Lebensqualität“

Prof. Dr. Rainer Dziewas (v.l., Stroke Unit), Prof. Thomas Niederstadt (Radiologie) und Prof. Alexander Zarbock (Anästhesiologie und Intensivmedizin) freuen sich, die Thrombektomie als Goldstandard in der Behandlung von Schlaganfall-Patienten etabliert zu haben. (Foto: UKM/Thomas)

Die Devise „Time is brain“ gilt insbesondere für Schlaganfallpatienten: Wenn die  Blutversorgung des Gehirns nicht schnell wiederhergestellt wird, sterben schlecht durchblutete Areale ab, was mit erheblichen  Folgeschäden und insbesondere Einschränkungen der Lebensqualität der betroffenen Patienten verknüpft ist. Ein mittlerweile etabliertes Verfahren zur Behandlung von Schlaganfällen ist die sogenannte Thrombektomie, bei der der Blutpfropf aus dem verstopften Hirngefäß mithilfe eines Katheters herausgezogen wird. Bundesweit hat das UKM (Universitätsklinikum Münster) im Jahr 2015 mit 136 Fällen die drittmeisten Patienten mittels dieser Technik behandelt, wie der Verband der Universitätsklinika Deutschland (VUD) jetzt bekanntgab. „Die Thrombektomie gilt mittlerweile als Goldstandard in der Behandlung von Schlaganfallpatienten. Dass wir in diesem Ranking so weit vorne liegen, ist nicht nur ein Beleg der medizinischen hochwertigen Arbeit der an dem Verfahren beteiligten Kliniken, sondern auch der hervorragenden interdisziplinären Zusammenarbeit am UKM“, betonen Prof. Rainer Dziewas, Sektionsleiter der Stroke Unit und Intensivstation, sowie Dr. Thomas Niederstadt, Oberarzt am Institut für Klinische Radiologie. Bei dieser Behandlungsmethode arbeiten Mediziner aus den Bereichen der Neuroradiologie, Neurologie und Anästhesie eng zusammen.

Im aktuellen Zahlenbeileger des Magazins „Qualität Leben“ des VUD rangiert das UKM nur hinter den Uniklinika aus Kiel/Lübeck (207 Thrombektomien) und Aachen (137). Das Blatt verweist auf die „signifikante Überlegenheit der Thrombektomie beim Schlaganfall“ und sieht bei dieser Behandlungsweise „eine erhebliche Verbesserung der Überlebensqualität und eine Verringerung des neurologischen Defizits“ für die Betroffenen. Die Publikation des VUD verschafft der Öffentlichkeit Einblick in das medizinische Leistungsportfolio der Universitätsklinika. Die Daten basieren auf den Berechnungen der Deutschen Stiftung Organspende (DSO) und den Zahlen, die routinemäßig von den Krankenhäusern an die Krankenkassen geliefert werden.

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