Klinik für Kinder- und Jugendmedizin - Pädiatrische Hämatologie und Onkologie

Hodgkin-Lymphome

Lymphome sind bösartige Erkrankungen des lymphatischen Systems, zu dem Lymphknoten, Milz, Thymusdrüse und Knochenmark gehören. Man unterscheidet das Hodgkin-Lymphom von allen anderen Lymphomtypen, die unter dem Begriff Non-Hodgkin-Lymphom zusammengefasst werden.

Patienten mit Hodgkin-Lymphomen fallen oft durch schmerzlose Lymphknotenschwellungen auf, die von Leistungsabfall, Müdigkeit, erhöhten Temperaturen, Gewichtsverlust und nächtlichem Schwitzen begleitet sein können. Die Diagnose erfolgt durch eine Gewebeentnahme aus einem befallenen Lymphknoten. Die Ausdehnung der Erkrankung wird in bildgebenden Untersuchungen dargestellt. Dabei spielt neben Ultraschalluntersuchungen der Bauchorgane und Lymphknoten in der modernen Diagnostik die Positronenemissionstomographie (sog. PET) eine wichtige Rolle. Dabei wird eine radioaktiv markierte Substanz verabreicht, die sich in Geweben mit erhöhtem Zuckerstoffwechsel, insbesondere Lymphomgewebe, anreichert.

Die Therapie des Hodgkin-Lymphoms bei Kindern und Jugendlichen erfolgt in ganz Deutschland einheitlich in einer Therapiestudie. Die Behandlung besteht in einer Chemotherapie aus einer Kombination verschiedener Medikamente. In einigen Fällen wird die Chemotherapie durch eine Bestrahlung der Lymphomherde ergänzt. Diese erfolgt in der Klinik für Strahlentherapie des UKM. Alle Patienten mit Hodgkin-Lymphomen werden in unseren interdisziplinären Tumorkonferenzen vorgestellt und besprochen. 

Die Patienten werden über einen Zeitraum von 3-6 Monaten überwiegend in der Tagesklinik behandelt. Durch die Wirkung der Chemotherapie auf die normale Blutbildung sind die Patienten während der Behandlung und noch einige Monate danach erheblich abwehrgeschwächt und infektgefährdet.

Weitere Informationen zu Hodgkin-Lymphomen des Kindes- und Jugendalters finden Sie auch auf Kinderkrebsinfo.de.

Ansprechpartner: Univ.-Prof. Dr. Dr. Birgit Burkhardt