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		<title>Aktuelle Meldungen des Universitätsklinikum Münster</title>
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		<description>Aktuelle Pressemeldungen rund um das Universitätsklinikum Münster</description>
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			<title>Aktuelle Meldungen des Universitätsklinikum Münster</title>
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			<description>Aktuelle Pressemeldungen rund um das Universitätsklinikum Münster</description>
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		<lastBuildDate>Wed, 16 May 2012 09:43:00 +0200</lastBuildDate>
		
		
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			<title>Gebündelte Kompetenz für die Chirurgie des Magens und der Speiseröhre am Universitätsklinikum Münster (UKM)</title>
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			<description>Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie als Kompetenzzentrum zertifiziert/ Deutschlandweit nur...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Die Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie am Universitätsklinikum Münster (UKM) ist von der Deutschen Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie als Kompetenzzentrum für die Chirurgie des Magens und der Speiseröhre ausgezeichnet worden. Neben Münster wird das zertifizierte hohe Niveau auf diesem Gebiet nur&nbsp; in den Universitätskliniken Hamburg, Köln und Mainz angeboten. <br />Der Direktor der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie, Univ. Prof. Dr. Norbert Senninger: „Wir freuen uns, dass wir das erste Zentrum in Westfalen sind und die Qualität unserer täglichen Arbeit mit dieser Zertifizierung bestätigt worden ist.&quot;
<b>Interdisziplinäre Zusammenarbeit sichert Patienten bestmögliche Hilfe</b>
„Uns als Kompetenzzentrum zeichnet vor allem unsere wissenschaftliche Arbeit auf dem Gebiet der Krebsforschung aus. So gehen wir der Krebsentstehung auf den Grund“, heißt es von Univ. Prof. Dr. Senninger. „ Am wichtigsten für unsere Patienten ist aber die extrem gute interdisziplinäre Zusammenarbeit. Nur indem wir Hand in Hand mit der Onkologie, der Anästhesie und operativen Intensivmedizin, der Gastroenterologie, der Strahlentherapie, der Ernährungsmedizin und nicht zuletzt mit den Spezialisten aus der Psychologie arbeiten, können wir unseren Patienten eine optimale Versorgung garantieren. Auch die breite und sehr gute Ausbildung unserer Mitarbeiter trägt dazu in hohem Maße bei. Durch unsere Spezialsprechstunden werden unsere Patienten über ihre Krankheit, die Therapiemöglichkeiten&nbsp; und ihre Heilungschancen sehr gut informiert. Das gibt ihnen ein Gefühl der Sicherheit.“ Im neuen Kompetenzzentrum soll neben den Professoren Senninger und Brüwer ein weiterer Oberarzt der Klinik, Prof. Daniel Palmes, die Führungsaufgabe übernehmen.
<b>Hintergrundinformationen zur Zertifizierung durch die Deutsche Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie</b>
Für bestimmte Erkrankungen und Prozeduren an Organsystemen hat die Deutsche Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie nach wissenschaftlichen Vorgaben und klinischer Erfahrung Qualitätsstandards und entsprechende Kriterien entwickelt, die die Kliniken erfüllen müssen, um zertifiziert zu werden. Dazu zählen die personelle und apparative Ausstattung, das Angebot spezieller Sprechstunden, die interdisziplinäre Zusammenarbeit innerhalb des Hauses, die Häufigkeit verschiedener Eingriffe sowie die Qualitätssicherung und das Studienangebot. 
<b>Spezialisten aus Rumänien und Deutschland profitieren von Knowhow des Kompetenzentrums</b>
In einem zweitägigen Workshop (10. und. 11. Mai 2012) konnten sich 80 Chirurgen aus Deutschland und Rumänien von der guten Arbeit des Kompetenzzentrums am Universitätsklinikum Münster überzeugen. So wurden Operationen live in den Hörsaal der Klinik übertragen. Die Ärzte beobachteten neueste Operationstechniken auf dem Gebiet der minimalinvasiven (Schlüsselloch-Chirurgie) Antirefluxchirurgie, der operativen Behandlung bei Patienten mit krankhaftem Übergewicht, sowie Operationen bei Speiseröhren- und Magenkrebs und diskutierten diese im Anschluss. Laut dem leitenden Oberarzt des Kompetenzzentrums Prof. Dr. Matthias Brüwer werden in dem neu zertifizierten Zentrum im Jahr mehr als 100 Operationen an der Speiseröhre und Magen durchgeführt, wobei der Schwerpunkt in der Behandlung bösartiger Erkrankungen liegt. Allein an der Speiseröhre werden jährlich ca. 40 Operationen durchgeführt.]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Wed, 16 May 2012 09:43:00 +0200</pubDate>
			
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			<title>WHO wird von UKM-Experten über weltweite Fortschritte und Missstände in der Anästhesie sowie der Intensiv- und Notfallmedizin beraten</title>
			<link>http://klinikum.uni-muenster.de/index.php?id=vollstaendiger_artikel&#38;no_cache=1&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=2303&#38;cHash=00a849685de15d77d3d8b61c0bd9c5f9</link>
			<description>Prof. Dr. Hugo Van Aken, Mitglied im Executive Committee von der WFSA (World Federation of...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Der Direktor der Klinik für Anästhesiologie am Universitätsklinikum Münster (UKM) Prof. Dr. Hugo Van Aken vertritt ab sofort weltweit die Belange der Anästhesisten sowie der Intensiv- und Notfallmediziner gegenüber der WHO. Die Kollegen von der WFSA haben ihn zum Ansprechpartner für die Weltgesundheitsorganisation gewählt. Dieses bedeutende Amt hat Van Aken bis 2016 inne.<br />Prof. Dr. Hugo Van Aken:“ Ich war schon überrascht von der Nominierung. Dass ich jetzt tatsächlich für dieses besondere Amt gewählt wurde, ehrt mich und meine Arbeit sehr. Natürlich werde ich alles dafür tun, diese wichtige Aufgabe gewissenhaft zu erfüllen und die Belange meiner Kollegen der WHO nahezubringen. So wird es bei Gesprächen mit der Weltgesundheitsorganisation vor allem um die Fortschritte in der Patientensicherheit in der Anästhesiologie und um die Arbeit von Anästhesisten&nbsp; in Entwicklungsländern und Notfallmedizinern gehen. Ich hoffe, dass wir da bis 2016 viel bewirken können. Gerade im Bereich der Patientensicherheit haben wir in Europa durch die „Deklaration von Helsinki zur Patientensicherheit in der Anästhesiologie“ bereits bahnbrechende Arbeit geleistet.
<b>Hintergrundinformationen</b>
Die Weltgesundheitsorganisation wird für jedes medizinische Fachgebiet von einem Ansprechpartner weltweit beraten. Für die WFSA ist das bis 2016 Prof. Dr. Hugo Van Aken.
Weltgesundheitsorganisation (WHO): <link http://www.who.int/>http://www.who.int</link><br />World Federation of Societies of Anaesthesiologiests (WFSA): <link http://www.anaesthesiologists.org>http://www.anaesthesiologists.org</link><br />Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin (DGAI): <link http://www.dgai.de/>http://www.dgai.de/</link><br />“Deklaration von Helsinki zur Patientensicherheit in der Anästhesiologie“: <link http://www.patientensicherheit-ains.de/>http://www.patientensicherheit-ains.de</link>]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Tue, 15 May 2012 13:22:00 +0200</pubDate>
			
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			<title>Neueste Erkenntnisse vom EHEC-Weltkongress VTEC 2012 – ein Jahr nach dem großen EHEC O104:H4-Ausbruch in Deutschland</title>
			<link>http://klinikum.uni-muenster.de/index.php?id=vollstaendiger_artikel&#38;no_cache=1&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=2295&#38;cHash=d27fe5f0fe69ee0f1551f3a462ed862f</link>
			<description>Wissenschaftler und Kliniker von MFM und UKM ziehen Bilanz
</description>
			<content:encoded><![CDATA[Ein Jahr nach dem großen EHEC-O104:H4-Ausbruch in Deutschland, bei dem Ärzte des Universitätsklinikums Münster (UKM) schwer erkrankte Patienten versorgten und Wissenschaftler der Medizinischen Fakultät Münster (MFM) des Institutes für Hygiene am UKM maßgeblich an der Erregeridentifizierung und -charakterisierung beteiligt waren, ziehen Kliniker und Wissenschaftler Bilanz. Das Team von Prof. Dr. Dr. h. c. Helge Karch war in dieser Woche mit 15 Beiträgen am EHEC-Weltkongress VTEC 2012 beteiligt. Der EHEC-Weltkongress repräsentiert die wichtigste Plattform, um neueste Forschungsergebnisse zu präsentieren und gemeinsam zu diskutieren. 
<br /><b>Wissenschaftliche Highlights der VTEC 2012 waren:</b>
<b>1.&nbsp;Beiträge zu dem in 2011 erfolgten großen EHEC O104:H4-Ausbruch in Deutschland<br /></b>Von dem Team aus Münster wurde beobachtet, dass sich nach Ende der Epidemie der EHEC O104:H4-Ausbruchsstamm in seiner Virulenz abgeschwächt hat. Eine mögliche Erklärung ist eine evolutive Veränderung dieses Bakteriums, was sich z. B. in einem Plasmidverlust und dadurch in einer verringerten Anhaftung an das Darmepithel bemerkbar macht. Dies könnte erklären, weshalb O104:H4-Infizierte in 2012 bisher kein HUS entwickelt haben, obwohl dieser Erreger in Deutschland weiterhin bei menschlichen Trägern nachgewiesen wird. Diese Veränderungen sind ein Beispiel für das grundsätzliche Potential von EHEC, sich innerhalb kürzester Zeit für den Menschen nachteilig zu entwickeln. Verantwortlich dafür ist seine hohe genomische Variabilität, die beispielsweise auch zur ESBL-Antibiotikaresistenz geführt hat.
<b>2.&nbsp;Epidemiologische Studien, die die international vergleichsweise niedrige EHEC-Infektionsrate in Deutschland belegten<br /></b>Deutschland rangiert mit ca. 1000 gemeldeten EHEC-Erkrankungen pro Jahr am untersten Ende der Skala der großen Industrienationen. Darüber hinaus wurde, gerade auch als Lehren aus dem vergangenen großen Ausbruch, das Gefahrenpotential von bislang wenig beachteten „EHEC-Minoritäten“, d. h. seltenen EHEC-Subtypen, hervorgehoben und der hohe Forschungsbedarf für die Zukunft betont. 
<b>3.&nbsp;Untersuchungen zur Analyse von genetischen Fingerabdrücken<br /></b>In vielen Beiträgen wurde die Bedeutung einer zuverlässigen Diagnostik und Erregertypisierung aufgezeigt, um die Erregerausbreitung und Erregerveränderungen schneller zu erkennen. Hierbei wurden zunehmend DNA-sequenzbasierte Technologien eingesetzt, die allgemein als State-of-the-Art anerkannt wurden. Nationale Bakterienbibliotheken, wie sie bereits am Institut für Hygiene für Deutschland bestehen und auf die man in Ausbruchsfällen zum Vergleich zurückgreifen kann, wurden als unabdingbar bezeichnet. 
<b>4. Studien über groß angelegte Impfungen von Rinderbeständen in den USA und Großbritannien<br /></b>Amerikanische und britische Wissenschaftler berichteten über groß angelegte, viel versprechende Impfstudien, in der Rinderbestände, die als das wichtigste Reservoir für EHEC-Erreger angesehen werden, mit neu entwickelten EHEC-Impfstoffen behandelt wurden. Das Ziel bestand darin, die Tiere gegen EHEC zu immunisieren, um so die Ausscheidung von EHEC des Serotyps O157:H7 zu verringern. Dadurch könnte bereits auf der Stufe der Fleischproduktion die EHEC-Belastung von Rindfleisch drastisch reduziert werden („hygiene on the farm“). Diese Strategie hat zum Ziel, EHEC aus dem Darm von Rindern zu eliminieren und damit von vornherein eine Freisetzung in Form von Fäkalien in die Umwelt auszuschließen. Die entscheidende Frage, die intensiv diskutiert wurde, ist allerdings, wer die hohen Kosten für ein derartiges Impfprogramm übernimmt und ob all die verschiedenen EHEC-Varianten eliminiert werden.
<b>5. Erste Ergebnisse zu neuen humantherapeutischen Ansätzen mit monoklonalen Antikörpern gegen Shiga Toxine<br /></b>In seinem Vortrag berichtete der kanadische Wissenschaftler Dr. Martin Bitzan<br />&nbsp;über die neuesten Ergebnisse einer erfolgreichen klinischen Phase II-Studie in Südamerika (Argentinien, Chile, Peru), in der monoklonale Antikörper (Shigamaps™) als viel versprechende Therapeutika eingesetzt wurden. In diesen Ländern ist die Prävalenz von EHEC-Infektionen sehr hoch. Zwei monoklonale Antikörper, die die von EHEC produzierten Shiga Toxine 1 und 2 neutralisieren können, zeigten eine sehr gute Verträglichkeit bei den behandelten Patienten. Das Ziel dieser Therapie besteht darin, die Antikörper präventiv bei EHEC-Durchfallerkrankungen einzusetzen, um so die Entwicklung eines hämolytisch-urämischen Syndroms (HUS) zu verhindern. Im Rahmen dieser Studie ist das Institut für Hygiene in Münster das zentrale EHEC-Diagnostiklabor, um eine Infektion sicher zu bestätigen. Eine klinische Phase III-Studie ist bereits in Vorbereitung.
<br /><b>6. Ergebnisse aus Langzeitbeobachtungen an HUS-Patienten<br /></b>Wer eine EHEC-HUS-Erkrankung überstanden hat, muss sich möglicherweise auf Folgeerkrankungen einstellen. Diesen Schluss legt zumindest eine Studie deutscher und österreichischer Forscher nahe, an der auch Helge Karch beteiligt ist. Fünf Jahre nach der Erkrankung entwickelten 30 Prozent der untersuchten Patienten eine oder mehrere Folgeerkrankungen. Zu den Langzeitauswirkungen zählten Bluthochdruck, verschiedene neurologische Symptome sowie eine erhöhte Eiweißausscheidung (Proteinurie) oder eine erhöhte glomeruläre Filtrationsrate (<link http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22412065>http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22412065</link>).&nbsp; Auf die Fälle der EHEC-Epidemie im vergangenen Sommer sind diese Ergebnisse jedoch nicht 1:1 anzuwenden. Denn die Studiendaten beziehen sich auf Kinder, die typischerweise von EHEC-Erkrankungen betroffen sind. Unter den HUS-Patienten war ein Kind welches sich 2001 mit EHEC O104:H4 (HUSEC 041) infiziert hatte. Dieses Kind hatte im Laufe der 5-Jahres-Untersuchung jedoch keinerlei Komplikationen entwickelt. Im vergangenen Jahr waren zudem überwiegend erwachsene Frauen betroffen. „Wir können daher nicht davon ausgehen, dass auch die Betroffenen aus 2011 bis zu einem Drittel Folgeerkrankungen entwickeln. Die Studie legt nahe, dass auch scheinbar vollständig genesene Patienten über einen Zeitraum von mehreren Jahren regelmäßig medizinisch überwacht werden sollten“, unterstreicht Prof. Karch
<b>Krankenversorgung am UKM <br /></b>Die Ärzte des Universitätsklinikums Münster haben zahlreiche schwer erkrankte Patienten mit EHEC/HUS im letzten Jahr während des Ausbruchs versorgt. Die ersten Verdachtsfälle wurden am 24.05.2011 durch das Institut für Hygiene bestätigt; am 25.05.2011 wurde der exakte Erregertyp von Karch und Mitarbeitern identifiziert. In den darauf folgenden Tagen stieg die Anzahl der Patienten stetig an. Insgesamt wurden 30 Patienten mit EHEC/HUS am UKM behandelt. Hierbei handelte es sich um 15 Erwachsene und 15 Kinder, die in der Medizinischen Klinik D (Prof. Hermann Pavenstädt) bzw. in der Klinik für Allgemeine Pädiatrie, Kindernephrologie (Prof. Martin Konrad, Prof Heymut Omran) stationär betreut wurden. Die Patienten waren akut sehr schwer erkrankt.&nbsp; Viele Patienten mussten zum Teil über Wochen intensivmedizinisch behandelt werden. Der weitere Krankheitsverlauf war aber erfreulich, beinahe alle Patienten haben sich vollständig erholt. „Nach den zum Teil sehr schweren Krankheitsverläufen ist das ein großer Erfolg. Heute wird der Gesundheitszustand auch in Kooperation mit niedergelassenen Ärzten regelmäßig überprüft. Wir hoffen, dass dieser positive Verlauf auch in den kommenden Monaten und Jahren anhält“, sagt Prof. Dr. Hermann Pavenstädt, Direktor der Klinik für Innere Medizin D. Seine Klinik ist an einem Register beteiligt, in dem die Daten von insgesamt 500 EHEC-HUS-Patienten analysiert werden.
<b>Universitätsmedizin Münster<br /></b>„Der EHEC-Ausbruch hat deutlich gemacht, wie wichtig eine gut funktionierende Zusammenarbeit von Krankenversorgung und Forschung ist. Ich freue mich, dass der Gesundheitszustand unserer Patienten dank der ausgezeichneten Versorgung heute so positiv zu bewerten ist und die ausgezeichnete Forschungsarbeit von Prof. Karch und seinem Team weltweit anerkannt ist. Beides zeugt von der Leistungsfähigkeit des UKM und der Medizinischen Fakultät Münster und dem Engagement unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“, lobt Prof. Dr. Norbert Roeder, Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender des UKM, die Arbeit der Teams.
Der Dekan der Medizinischen Fakultät Münster, Prof. Dr. Wilhelm Schmitz, betont, dass die schnelle Übertragung neuester Forschungsergebnisse in die Krankenversorgung (so genannte Translationale Forschung) praktisch noch am selben Tag, eine große Herausforderung für Universitätsklinika darstelle. „Die weltweit hoch ankerkannte Forschung von Prof. Helge Karch und seine interdisziplinäre Vernetzung mit Forschern und Ärzten ist ein Paradebeispiel für den Erfolg der Strategie der translationalen Forschung, in die die Universitätsmedizin in Münster seit mehreren Jahren zunehmend auch auf anderen Feldern als der Infektionsforschung investiert“, so Prof. Schmitz.
<b>Hintergrund<br /></b>VTEC ist eine internationale Konferenz, die alle drei Jahre stattfindet, bei der sich Wissenschaftler aus aller Welt treffen, um neueste Erkenntnisse der EHEC-Forschung zu präsentieren und ihre Erfahrungen zu diskutieren. An der diesjährigen VTEC 2012 in Amsterdam, die erstmals im Jahre 1987 in Toronto stattfand, nahmen 550 EHEC-Forscher aus 39 Ländern teil. Wissenschaftler der Medizinischen Fakultät Münster (MFM) des Institutes für Hygiene des Universitätsklinikums Münster (UKM) waren mit 15 Beiträgen bei dieser weltweit wichtigsten EHEC-Konferenz vertreten.]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Fri, 11 May 2012 13:59:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>20.000 Euro für die Forschungsarbeit am Universitätsklinikum Münster/ Herausragende Leistungen der UKM-Anästhesisten </title>
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			<description>Vier von sieben Auszeichnungen des „Deutschen Anästhesiecongresses 2012“ gehen an das...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Auf dem diesjährigen Deutschen Anästhesiekongress in Leipzig (5. - 7. Mai 2012) sind gleich drei Spezialisten des Universitätsklinikums Münster (UKM) ausgezeichnet worden. So ging der mit 20.000 Euro dotierte&nbsp;„Klinisch-wissenschaftliche Forschungspreis der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin“ (DGAI) an Dr. Antje Gottschalk. Außerdem wurde der 35-Jährigen der August-Bier-Preis 2012 verliehen. Die in Lauchhammer geborene Ärztin konnte mit ihrem Forschungsprojekt einen möglichen Zusammenhang zwischen der Anästhesietechnik und dem Langzeitüberleben von Patienten mit Tumoroperationen, die in prospektiven klinischen Studien untersucht werden müssen, zeigen. Im Zeitraum von 1998 bis 2005 wurden dazu Daten von 273 Patienten ausgewertet.<br />Tumorerkrankungen stellen die zweithäufigste Todesursache in der westlichen Welt dar. 
Mehr Informationen zu Dr. Antje Gottschalk und ihrem Forschungsprojekt finden Sie <link fileadmin/ukminternet/daten/zentralauftritt/presse-services/aktuelles/suk/Posterwand_Gottschalk.pdf>hier</link>.
<b>Weitere Auszeichnungen</b>
Der Rudolf-Frey-Preis für Notfallmedizin 2012 ging an Dr. Andreas Bohn für die Einführung eines Qualitätsmanagements der Thoraxkompression im Rahmen der prähospitalen Reanimation. Hintergrund: Die Überlebenswahrscheinlichkeit eines Herzkreislaufstillstandes ist entscheidend von ausreichend tiefer und möglichst ununterbrochener Thoraxkompression abhängig. Studien zeigen, dass es in diesem Bereich weiterhin große Qualitätsmängel gibt. Die Arbeitsgruppe Forschung in der Notfallmedizin entwickelte seit 2005 im Rettungsdienst der Stadt Münster ein Qualitätsmanagement der Thoraxkompression (TK-QM). Seit 2005 wurde der Preis nicht mehr verliehen.
Mehr Informationen zu Dr. Andreas Bohn und seinem Forschungsprojekt finden Sie <link fileadmin/ukminternet/daten/zentralauftritt/presse-services/aktuelles/suk/Posterwand_Bohn.pdf>hier</link>.
<br />Dr. Sebastian Rehberg wurde auf dem Anästhesiekongress der Heinrich-Dräger-Preis für Intensivmedizin 2012 verliehen. Anhand seines Forschungsprojektes konnte erstmals sowohl experimentell als auch klinisch die Sicherheit und Effektivität der Initialtherapie des septischen Schocks mit VR-Agonisten nachgewiesen werden. 
Mehr Informationen zu Dr. Sebastian Rehberg und seinem Forschungsprojekt finden Sie <link fileadmin/ukminternet/daten/zentralauftritt/presse-services/aktuelles/suk/Posterwand_Rehberg.pdf>hier</link>.]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Fri, 11 May 2012 11:47:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Europaweite Anerkennung der Forschungsarbeit am Universitätsklinikum Münster (UKM)</title>
			<link>http://klinikum.uni-muenster.de/index.php?id=vollstaendiger_artikel&#38;no_cache=1&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=2276&#38;cHash=adedd147cfdbf4267b7e1e95d361bfde</link>
			<description>ERA EDTA Nachwuchspreis 2012 geht an Frau Dr. Di Marco / Neue Therapieansätze für nierenerkrankte...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Frau Dr. Giovana Di Marco (Arbeitsgruppe Prof. Dr. Marcus Brand) aus der Medizinischen Klinik D (Allg. Innere Medizin sowie Nieren-und Hochdruckkrankheiten und Rheumatologie) am Universitätsklinikum Münster (UKM) erhält den „ERA EDTA Nachwuchspreis 2012“ der Europäischen Gesellschaft für Nephrologie (European Renal Association). Unter&nbsp; den 2371 eingereichten wissenschaftlichen Arbeiten konnte sich das von Frau Di Marco und Kollegen bearbeitete Forschungsprojekt&nbsp; mit dem Titel „Cardioprotective effect of calcineurin inhibition in an animal model of renal disease“ mit der am höchsten bewerteten Punktzahl durchsetzen. Das international besetzte Preiskommittee stellte die hohe klinische und wissenschaftliche Relevanz der erhobenen Forschungsbefunde heraus und verwies in seiner Laudatio zudem auf die sehr guten Publikationsleistungen von Frau Dr. Di Marco (u.a. in hochrangigen internationalen Journalen wie JASN, EHJ, JCI, Circulation, etc.) und auch ihren beeindruckenden internationalen Lebenslauf (Forschungsaufenthalte u.a. in Sao Paulo/Brasilien, Santiago/Chile und Paris/Frankreich). Die Preisvergabe findet am&nbsp; 24. Mai 2012&nbsp; im Rahmen der Eröffnungszeremonie des 49ten ERA EDTA Kongresses in Paris statt. <br />&nbsp;<br /><b>Erhöhtes Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko bei Patienten mit Nierenleiden </b>
Die aktuelle Forschungsarbeit der Arbeitsgruppe beschäftigt sich mit dem erhöhten Risiko nierenerkrankter Patienten, zum Beispiel eine Herzschwäche oder einen Herzinfarkt zu bekommen. Bereits frühe Stadien einer gestörten Nierenfunktion führen dabei häufig zu einer krankhaften Verdickung der Herzmuskelwand und zu einer gestörten Durchblutung des Herzens. Diese Veränderungen erhöhen das Risiko, zum Beispiel einen Herzinfarkt zu erleiden. 
Um die Mechanismen, die beim nierenerkrankten Menschen das Herzinfarktrisiko steigern, genauer zu erforschen, nutzt die Arbeitsgruppe ein Tiermodell der Ratte, das sog. 5/6 Nephrektomie Modell. Wie beim nierenerkrankten Patienten entwickeln auch diese Tiere eine Herzwandverdickung und eine verminderte Herzdurchblutung. Anhand dieses Tiermodells gelang es der Arbeitsgruppe erstmalig nachzuweisen, dass es bei einer Funktionsstörung der Niere zu einer Aktivierung des sogenannten Calcineurin-Signalweges im Herzen kommt und sich darüber eine Herzwandverdickung entwickeln kann. Die Arbeitsgruppe konnte weiterhin zeigen, dass die gezielte Hemmung dieses Signalweges (mittels eines Calcineurin-Inhibitors) die Ausbildung einer Herzwandverdickung verhinderte und darüber hinaus zu einer deutlich verbesserten Durchblutung des Herzens führte. Gleichzeitig verbesserte diese Therapie auch die Pumpfunktion des Herzens in den untersuchten Ratten. 
<b>Studie ermöglicht neue therapeutische Strategien</b>
Die Ergebnisse dieser Studie deuten darauf hin, dass die medikamentöse Hemmung des neu entschlüsselten Signalweges im Herzen in Patienten mit einer Nierenerkrankung von therapeutischem Nutzen sein könnte. Möglicherweise erlauben es diese neuen Therapieansätze, das hohe Risiko nierenerkrankter Patienten einen Herzinfarkt zu erleiden, deutlich zu senken. Dies soll zukünftig im Rahmen von klinischen Studien im Universitätsklinikum Münster (UKM) untersucht werden. 
<b>Ausgezeichnete Publikation</b>
Giovana Di Marco, Stefan Reuter, Dominik Kentrup, Lu Ting,&nbsp; Liu Ting,&nbsp; Alexander Grabner, Annett Jacobi, Hermann Pavenstädt, Hideo Baba, Klaus Tiemann, Marcus Brand. Cardioprotective effect of calcineurin inhibition in an animal model of renal disease. European Heart Journal, 32:1935-1945, 2011. ]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Mon, 07 May 2012 11:51:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Ein Jahr nach EHEC: „Die Forschung muss weitergehen“</title>
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			<description>Prof. Helge Karch und sein Team wollen künftige Ausbrüche verhindern / Experten müssen weltweit...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Der EHEC-Erreger hält die Wissenschaftler der Medizinischen Fakultät Münster (MFM) am Institut für Hygiene des Universitätsklinikums Münster (UKM) nach wie vor in Atem: Auch ein Jahr nach der EHEC Epidemie im Mai/Juni 2011 erhält das Institut fast täglich Einsendungen mit Stuhlproben von Patienten mit schweren Durchfallerkrankungen oder hämolytisch-urämischem Syndrom (HUS). Die gute Nachricht ist, dass EHEC O104:H4 in 2012 in den eingesandten Stuhlproben bisher nicht mehr nachweisbar war. Die schlechte Nachricht ist, dass andere EHEC-Typen gefunden wurden. „Dass es in nächster Zeit wieder zu einem derartig großen Ausbruch wie im vergangenen Jahr kommen wird, glaube ich nicht“, sagt Prof. Dr. Dr. h. c. Helge Karch, Direktor des Instituts für Hygiene in Münster. „Doch jedes Jahr erkranken rund 1000 Menschen deutschlandweit an einer EHEC-Infektion mit zum Teil sehr schweren Verläufen. Die Epidemie im vergangenen Jahr hat uns dramatisch vor Augen geführt, wie aggressiv und gefährlich EHEC für den Menschen sein kann. Deshalb ist es wichtig, das Bakterium weiter zu erforschen, um die Anzahl von Neuerkrankungen zu verringern. Die Forschung muss daher weitergehen und intensiviert werden, insbesondere um künftige Ausbrüche zu verhindern“, betont Karch. 
Ein Schlüssel zum Erfolg liegt für ihn zukünftig in der EU-weiten Vernetzung mit anderen Wissenschaftlern und der Einbeziehung neuester Technologien, wie z. B. die bildgebende Massenspektrometrie und das so genannte Next Generation Sequencing, die an der Medizinischen Fakultät der Universität Münster unlängst etabliert wurden. „Wir müssen unser Wissen bündeln und interdisziplinär agieren, denn bis heute sind wichtige unbeantwortete Fragen zur wirksamen Prophylaxe und kausalen Therapie zu lösen “, sagt Prof. Dr. Wilhelm Schmitz, Dekan der Medizinischen Fakultät der Universität Münster. Karch und sein Team haben zahlreiche viel beachtete wissenschaftliche Veröffentlichungen zur EHEC-Thematik herausgebracht und zahllose Vorträge über EHEC gehalten. „Für uns hört die Arbeit an dieser Stelle jedoch auf keinen Fall auf. Unser Team arbeitet an Fragestellungen, welche molekularen Mechanismen der Pathogenität bei der Bakterium-Wirt-Interaktion zugrunde liegen. Es ist nach wie vor unklar, wie es zur Schädigung des Darmes kommt, welche Rolle die Andockmoleküle der Gefäßwandzellen für die bakteriellen Giftstoffe, beispielsweise der Shiga Toxine, spielen und ob Antibiotika die Pathogenität von EHEC beeinflussen. Es ist sogar immer noch ungeklärt, wo der Ausbruchsstamm wirklich herkommt“, so Karch. 
Bearbeitet werden diese Fragestellungen in dem neuen EU-Projekt ANTIGONE („ANTIcipating the Global Onset of Novel Epidemics“ - Früherkennung und Verhinderung globaler Ausbrüche von neuartigen Epidemien) sowie in mehreren vom BMBF und der DFG geförderten Forschungsprojekten. Die Bekämpfung dieser extrem pathogenen Erreger erfolgt im Rahmen von interdisziplinären Netzwerken, die verschiedene Disziplinen, insbesondere die Humanmedizin, Veterinärmedizin und Lebensmittelmikrobiologie, einschließen. So wollen die Wissenschaftler gemeinsam mit nationalen und internationalen Partnern u. a. die Reservoire hochpathogener EHEC-Erregertypen aufspüren. <br />__________________<br /><b>Hintergrund</b><br />Prof. Helge Karch gilt weltweit als der erfahrenste EHEC-Forscher und hat in der Vergangenheit zahlreiche EHEC-Typen als Krankheitserreger des Menschen identifiziert bzw. als Erster beschrieben, was in mehr als 300 Veröffentlichungen zu EHEC beeindruckend dokumentiert ist. Seit 2003 leitet er das am Institut für Hygiene angesiedelte Nationale Konsiliarlabor für HUS des Robert Koch-Institutes. Das Fundament seiner Forschung ist eine an seinem Institut etablierte, weltweit einmalige EHEC-Sammlung mit mehr als 2000 Isolaten. Diese Bakterienbibliothek enthält auch die HUSEC-Kollektion, die 42 EHEC-Stämme umfasst, die seit 1996 in Deutschland bei Patienten mit HUS aufgetreten sind. „Diese Referenzsammlung ermöglichte es uns, den Ausbruchsstamm 2011 so schnell zu identifizieren“, erklärt Prof. Karch. Bereits zwei Tage nachdem die erste Stuhlprobe in Münster vorlag, entdeckten die Wissenschaftler am Institut für Hygiene, dass es sich bei dem aktuellen Ausbruchsstamm um eine Variante des bis dahin sehr seltenen, aber in Münster bereits 2001 isolierten Stamm HUSEC041 (O104:H4, ST 678), handelte. Anschließend entwickelte das Team in Münster einen spezifischen Schnelltest und ermittelte die Genomsequenzen der 2001- und 2011-Isolate.<br /><br /><br />]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Fri, 27 Apr 2012 16:29:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Ein Plus von zwei Stationen für die Klinik für Kinder – und Jugendpsychiatrie  des Universitätsklinikums Münster (UKM)</title>
			<link>http://klinikum.uni-muenster.de/index.php?id=vollstaendiger_artikel&#38;no_cache=1&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=2240&#38;cHash=e9f71a63494decd25129196ffebe581a</link>
			<description>Landesgesundheitsministerin Barbara Steffens gratuliert zur Klinikerweiterung
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			<content:encoded><![CDATA[Das Angebot der Klinik für Kinder – und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie&nbsp; am UKM ist um 20 Betten auf jetzt gesamt 50 erweitert worden. Mit der Inbetriebnahme der neuen Stationen für Essstörungen und emotional affektiven Problemen bei Jungen, ist das UKM die größte akademische Kinder – und Jugendpsychiatrie in der Region.<br />Landesgesundheitsministerin Barbara Steffens bestätigt den seit Jahren zunehmenden Bedarf an Betten für die qualitätsorientierte Versorgung von jungen Patientinnen und Patienten. &quot;Aufgrund der steigenden Zahl psychischer&nbsp; Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen müssen wir uns so früh wie möglich um gefährdete Kinder und Jugendliche kümmern und psychischen Fehlentwicklungen durch gut vernetzte Präventions- und Hilfeangebote entgegenwirken.“<br />Die zwei neuen Stationen mit je 10 Betten werden als Spezialstationen geführt, die eine für Angsterkrankungen, Depressionen, emotionale Störungen und emotional bedingte Schulstörungen, die damit die bereits bestehenden bisherigen Schwerpunkte der Klinik zusätzlich zur ADHS- und Autismusbehandlung erweitern. <br />Die andere Station wird die Behandlungskapazitäten für essgestörte Patienten in der Klinik erweitern.&nbsp; In einem integrierten und umfassenden Diagnose- und Behandlungsangebot stehen am UKM umfassende Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung. Die ineinander greifenden, und je nach Notwendigkeit kombinierbaren voll, -teilstationär und ambulanten Behandlungsformen, einschließlich der Multifamilientherapie sind in dieser Form ein einmaliges Angebot in NRW. Besonders die Multifamilientherapie hilft den oft verzweifelten und hilflosen Eltern,&nbsp; und Patienten,&nbsp; mit der Erkrankung im familiären Umfeld umzugehen und die durch die Erkrankung oft gestörte Bindung zwischen Eltern und Kindern wieder tragfähig zu machen<br />Prof. Dr. med. Norbert Roeder, Vorstandsvorsitzender und Ärztlicher Direktor am UKM sagt: „Mit den neuen Stationen können wir unsere medizinische Leistung für junge Patientinnen und Patienten qualitativ weiter ausbauen und unseren Versorgungsauftrag als Universitätsklinik deutlich besser wahrnehmen.“ <br />Das breite und qualifizierte Behandlungsspektrum steht für Univ.-Prof. Dr. med. Tilman Fürniss, Direktor der Klinik, im Vordergrund: „Wesentlich ist neben der intensiven Arbeit mit den Patientinnen und Patienten der multifamiliäre Therapieansatz. Hier ist die Zusammenarbeit mit den Familien und den engsten Bezugspersonen sehr wichtig für die Patientinnen und Patienten.&nbsp; Ziel ist die Stärkung des Selbstwertes und die Entwicklung einer gesunden Persönlichkeit. 
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			<pubDate>Thu, 19 Apr 2012 12:00:00 +0200</pubDate>
			
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			<title>Krankenhaushygiene: Neue Akademie in Münster bildet dringend benötigte Fachärzte aus</title>
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			<description>Prof. Karch: „Wir brauchen dringend Nachwuchs“ / Forschung soll weiter intensiviert werden / Erstes...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Das Universitätsklinikum Münster (UKM) und die Medizinische Fakultät Münster verstärken die Ausbildung von dringend benötigten Fachärzten für Hygiene und Umweltmedizin für die Krankenhaushygiene in Deutschland. Am Institut für Hygiene in Münster wurde jetzt mit der „Westfälischen Akademie für Krankenhaushygiene“ das erste strukturierte Weiterbildungszentrum dieser Art für angehende Fachärzte auf diesem Gebiet in Deutschland gegründet.
„Damit wollen wir gezielt den Nachwuchs in den Bereichen der Hygiene und Umweltmedizin ausbilden und fördern sowie grundlagenwissenschaftliche Erkenntnisse aus der Forschung in die Präventionsmaßnahmen integrieren. Denn nur wenn die Infektions- und Übertragungswege von Krankheitserregern weiter erforscht und die Gefahrenquellen exakt aufgedeckt werden, können wir noch effektivere Gegenmaßnahmen ergreifen. Und dazu brauchen wir Experten“, beschreibt Institutsdirektor Prof. Dr. Dr. h.c. Helge Karch die Ziele des neuen Angebots. 
<br />Aktuell absolvieren mit Annelene Kossow, Sylvia Schaber und Dr. Robin Köck in Münster drei junge Mediziner die fünfjährige Weiterbildung zum Facharzt für Hygiene und Umweltmedizin. Zukünftig soll die Westfälische Akademie für Krankenhaushygiene auch Ärzten anderer Kliniken offenstehen, um in Kooperation die Facharztausbildung in Münster zu absolvieren. „Im Anschluss an die Ausbildung können die Kolleginnen und Kollegen dann als Facharzt für Hygiene an Krankenhäusern eigenständig arbeiten“, erklärt Privat-Dozent Dr. Dr. Frank Kipp, Leitender Krankenhaushygieniker am Universitätsklinikum Münster (UKM). <br />Dr. Kipp übernimmt gemeinsam mit Privat-Dozent Dr. Alexander Mellmann die ärztliche Leitung der Akademie. Er weist auf den aktuellen Fachkräftemangel in Deutschland hin: „Durch die neue Gesetzgebung benötigt jede Klinik mit mehr als 400 Betten einen eigenen hauptamtlichen Krankenhaushygieniker. Dem Bedarf von mindestens 400 fachärztlichen Krankenhaushygienikern stehen aktuell allerdings nur knapp 70 Fachärzte für Hygiene entgegen, die tatsächlich in der Krankenhausversorgung tätig sind, davon alleine drei am Universitätsklinikum Münster. Wir sehen es auch als unsere Pflicht, diesem Mangel durch gezielte Weiterbildung entgegenzuwirken.“
<b>Am klinischen Alltag orientierte Forschung<br /></b>
Ebenso wichtig sei allerdings die am klinischen Alltag orientierte Forschung, die die zweite Säule der Hygiene-Akademie in Münster darstellt. Schon während der Weiterbildungsphase werden die Teilnehmer frühzeitig in praxisorientierte Forschungsprojekte des Institutes für Hygiene eingebunden.<br />„Die exakte Typisierung von Krankheitserregern ist ein Beispiel für ein derartiges Forschungsprojekt, dessen Ergebnisse der Umsetzung rationaler Hygienemaßnahmen direkt am Patienten dienen. Aber auch die Besiedlungsmechanismen, z.B. von MRSA, stehen hierbei im Mittelpunkt“, erklärt Dr. Alexander Mellmann. Ziel ist es, neues Grundlagenwissen in die Prävention von Krankenhausinfektionen zu überführen. <br />Prof. Dr. Norbert Roeder, Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender des UKM: „Bereits seit mehr als fünf Jahren wird am UKM jeder stationär aufgenommene Patient auf eine MRSA-Besiedelung gestestet. Durch dieses Screening und die bestehenden Hygienestandards konnten wir die Krankenhausinfektionen enorm reduzieren. Davon profitieren natürlich in erster Linie die Patienten, aber auch wir als Klinik: Denn die hohe Folgekosten bei einer Infektion, etwa durch Isolierung der Patienten oder durch den erhöhten Arbeitsaufwand, können deutlich reduziert werden.“ <br />An der Medizinischen Fakultät Münster nimmt das Thema Krankenhaushygiene schon im Studium breiten Raum ein: „In unserem Studienhospital lernen die Studierenden in authentischer Stationsumgebung praktisch, wie wichtig z.B. die Händedesinfektion ist. Dort wird in speziellen Hygiene-Kursen gezeigt, welche Übertragungswege es gibt und wie diese Wege durch geeignete Hygienemaßnahmen unterbrochen werden können und müssen. Denn Hygiene muss alltäglicher Bestandteil der ärztlichen Tätigkeit sein und darf keineswegs als zusätzliche Arbeit empfunden werden“, erklärt Prof. Dr. Wilhelm Schmitz, Dekan der Medizinischen Fakultät. So sollen angehende Mediziner bereits frühzeitig sensibilisiert und für die Fachrichtung Hygiene interessiert werden.
Prof. Karch: „Krankenhaushygiene ist direkte Infektionsprävention und dient unmittelbar der Patientensicherheit. Diese Sichtweise muss sich noch viel stärker durchsetzen. Auch daran müssen wir arbeiten. Denn wenn z.B. ein Chirurg eine schwierige Operation erfolgreich meistert, wird dies natürlich völlig zurecht von den Patienten und seinen Angehörigen registriert. Wenn ein Krankenhaushygieniker erfolgreich Infektionen verhindert und so Leben rettet, bekommt dies niemand mit. Umso mehr freue ich mich, dass wir unsere Akademie jetzt mit drei jungen, wissenschaftlich engagierten Ärzten starten konnten, die sich für unsere Fachdisziplin entschieden haben und neben dem Facharzt für Hygiene und Umweltmedizin auch die Hochschullehrerlaufbahn anstreben.“ 
<br /><b>Hintergrund: „Institut für Hygiene“ Münster</b>
Das Institut für Hygiene am Universitätsklinikum Münster ist eines der wenigen eigenständigen Institute für Hygiene und Umweltmedizin in Deutschland. Es bietet die gesamte Bandbreite der in der Weiterbildungsordnung geforderten Inhalte im Gebiet der Hygiene und Umweltmedizin.&nbsp; 
Das Institut bildet in Kooperation mit der Ärztekammer Westfalen Lippe bereits seit Jahren Hygienebeauftragte Ärzte aus. Weiterhin werden am Institut in enger Zusammenarbeit mit der Johanniterakademie Münster Hygienefachpflegekräfte ausgebildet, so dass neben der Facharztweiterbildung alle zurzeit in Deutschland vorhandenen curriculären Weiterbildungsmöglichkeiten in der Hygiene und Umweltmedizin angeboten werden. Das Institut ist eines von derzeit fünf von der Deutschen Gesellschaft für Hygiene und Mikrobiologie (DGHM) anerkannten Fortbildungsstätten für Krankenhaushygiene. 
Kontakt: <br />Westfälische Akademie für Krankenhaushygiene<br />Institut für Hygiene<br />Robert-Koch-Str. 41<br />48149 Münster 
Durchwahl: (0)2 51 / 83 - 5 53 61
Informationen zum Thema MRSA und zum EUREGIO-Netzwerk:<br /><link http://www.mrsa-net.org/>www.mrsa-net.org</link>
<br /><b>Hintergrund: Qualifikation zum Krankenhaushygieniker</b>
<b></b><br />Aufgrund der Novellierung des Infektionsschutzgesetzes (IfSG-A&#776;ndG 04.08.2011) und nachfolgendem Inkrafttreten von neu erlassenen bzw. novellierten Hygieneverordnungen in den Bundesla&#776;ndern (bis spa&#776;testens zum 31.03.2012) müssen Krankenhäuser mit mehr als 400 Betten einen&nbsp; hauptamtlichen Krankenhaushygieniker beschäftigen.
Dafür qualifiziert sind neben dem Facharzt für Hygiene und Umweltmedizin der Facharzt für Mikrobiologie, Virologie und Infektionsepidemiologie mit entsprechender krankenhaushygienischer Erfahrung. Des Weiteren kann nach abgeschlossener Facharztausbildung eines klinischen Faches durch eine 200-stündige strukturierte Fortbildung gemäß des Curriculums der Bundesärztekammer die Bezeichnung Krankenhaushygieniker/in erworben werden.
Kurse dafür werden am Institut für Hygiene in Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Hygiene und Mikrobiologie (DGHM) und der Ärztekammer Westfalen Lippe (ÄKWL) angeboten.]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Mon, 12 Mar 2012 14:58:00 +0100</pubDate>
			
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			<title>Tolle Preise für treue Spender</title>
			<link>http://klinikum.uni-muenster.de/index.php?id=vollstaendiger_artikel&#38;no_cache=1&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=2262&#38;cHash=be66f39f98ae771cce843c18da54a320</link>
			<description>So sehen Gewinner aus: In der UKM Blutspende fand heute die  Preisverleihung der...</description>
			<content:encoded><![CDATA[So sehen Gewinner aus: In der UKM Blutspende fand heute die  Preisverleihung der Punktekartenverlosung 2011 statt. Jeder Spender, der  im vergangenen Jahr mindestens dreimal sein Blut für die UKM Blutspende  gespendet hat, konnte mitmachen. Über den Hauptgewinn, einen 500 Euro  Gutschein bei notebook.de, freute sich Manfred Dauke. Weitere Preise  waren eine Spielkonsole sowie eine Digitalkamera und zahlreiche  Gutscheine. Auch 2012 lohnt es sich der UKM Blutspende die Treue zu  halten: Unter allen Teilnehmern werden ein iPad, ein iPhone, ein Ipod&nbsp;  sowie 50 Universalgutscheine verlost. Tolle Prämien winken außerdem bei  der Aktion „Spender werben Spender“. Alle Infos dazu gibt es unter <link http://www.ukm-blutspende.de/>www.ukm-blutspende.de</link>]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Fri, 10 Feb 2012 13:15:00 +0100</pubDate>
			
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			<title>Wissenschaftlerteam um Prof. Karch veröffentlicht Studie zum EHEC-Ausbruchsstamm HUSEC041 (O104:H4) in Lancet Infectious Diseases</title>
			<link>http://klinikum.uni-muenster.de/index.php?id=vollstaendiger_artikel&#38;no_cache=1&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=1635&#38;cHash=ef2fffbb56f94b9f00622f4905ad2e84</link>
			<description>Austausch verschiedener Gene nachgewiesen </description>
			<content:encoded><![CDATA[Exakt einen Monat nach Eingang der ersten Patientenproben am 23. Mai in Münster erscheint heute (23. Juni) die erste Publikation des Wissenschaftlerteams der Medizinischen Fakultät der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster um Prof. Dr. Dr. h.c. Helge Karch. Es handelt sich dabei um eine Arbeit des Instituts für Hygiene und des Instituts für Medizinische Mikrobiologie an der Universität Münster sowie des Nationalen Referenzzentrums für Salmonellen und andere enteritische Pathogene am Robert Koch-Institut (RKI, Außenstelle Wernigerode). In der ab heute verfügbaren Online-Ausgabe des weltweit führenden Publikationsorgans in der Infektionsforschung <i>Lancet Infectious Diseases</i> berichten die EHEC-Forscher über ihre Forschungsergebnisse zur geno- und phänotypischen Charakterisierung von insgesamt 80 Patientenisolaten, die aus 17 Städten Deutschlands stammen und in dem Zeitraum vom 23. Mai bis 2. Juni 2011 isoliert wurden.<br /><br />Zunächst wurde die genetische Verwandtschaft zu dem HUSEC041-Referenzstamm aus dem Jahre 2001 ermittelt. Anschließend erfolgte die Bestimmung der potentiellen Virulenzfaktoren. Weiterhin wurde die zellschädigende Wirkung aller 80 isolierten Erreger auf Nierenzellen und deren Interaktion mit Darmzellen analysiert. Prof. Karch: „Die Ergebnisse zeigen, dass alle Isolate demselben Sequenztyp (ST) 678 zugeordnet werden können. Innerhalb der HUSEC-Kollektion und bei anderen EHEC ist dieser Sequenztyp bislang einmalig gewesen. Er wurde von uns erstmalig 2008 für den Referenzstamm des HUSEC041-Klons veröffentlicht. Danach ist er nicht mehr in Erscheinung getreten. Völlig unerwartet taucht er jetzt in unserer Studie 80 mal in Folge bei Patientenisolaten auf.“<br /><br />Alle Ausbruchsstämme besitzen ein Repertoire von 13 Genen, die für unterschiedliche potentielle Virulenzfaktoren kodieren. Neben dem für EHEC typischen Shiga Toxin 2-kodierenden Gen wurden die Gene für Determinanten nachgewiesen, die für die wässrig-blutigen Durchfälle und den damit einhergehenden Elektrolytverlust verantwortlich sind. Dazu gehören beispielsweise ein für Shigella-Bakterien (altbekannte Durchfallerreger) typisches Enterotoxin und ein schleimauflösendes Enzym. Außerdem wurden die Gene der für die Anheftung verantwortlichen Fimbrien und Adhäsionsproteine ermittelt. <br /><br />Im Vergleich zu dem zehn Jahre alten HUSEC041-Isolat hat der Ausbruchsstamm das Gen für das enteroaggregative hitzestabile Enterotoxin (EAST1) verloren. Stattdessen hat er das weit verbreitete Gen für das Fimbrienantigen AAF/I aufgenommen und das in HUSEC041 vorkommende Gen für AAF/III verloren. „Neben zusätzlichen Antibiotikaresistenzgenen sind dies die einzigen Unterschiede, die wir bisher gefunden haben. Da all die genannten Gene auf mobilen genetischen Elementen (Plasmiden) liegen, sind solche Aufnahmen und Verluste eher die Regel als die Ausnahme bei pathogenen E. coli“, erklärt der Direktor des Instituts für Hygiene am Universitätsklinikum Münster.<br />.<br />Bei ihrer Interaktion mit Darmzellen zeigen alle Stämme das für enteroaggregative E. coli (EAEC) typische Anheftungsmuster, das einer „Mauer aus Backsteinen“ gleicht, sagt Prof. Karch. Aus dem Darm wird das Shiga Toxin 2 über einen noch nicht genau aufgeklärten Mechanismus in den Blutkreislauf transferiert. Dort bindet es bevorzugt an Nieren- und Gehirnendothelzellen. Ersteres verursacht Niereninsuffizienzen und zweiteres kann zu zerebralen Schädigungen führen, was die schweren, unter Umständen tödlichen Krankheitsverläufe erklärt, so Prof. Karch.<br /><br />Diese Studie sei ein wichtiger Schritt zum Verständnis des Erregers, so Karch. Nun gelte es aber, noch viele weitere Fragen zu beantworten, um das aggressive Verhalten des aktuellen Ausbruchsstamms zu erklären. Karch: „Ist es nur die Kombination der krankheitsauslösenden Faktoren, die ihn so aggressiv macht? Ungeklärt bleibt aktuell auch noch die Frage nach der Infektionsdosis, d.h. wie viele Erreger waren auf oder in den Sprossen? Und ist dieser Erreger, der nahezu aus dem Nichts kam, auf eine Humanpopulation gestoßen, die keinen Immunschutz aufweist, weil es zuvor noch keinen Kontakt des Menschen mit dem gleichen Erreger gab? In welchem Biotop hat er überlebt, wenn er nicht im Menschen ist? Diese Fragen gilt es zukünftig zu beantworten, um Strategien zu entwickeln und Wege zu finden, wie wir ihn langfristig und nachhaltig nicht nur bekämpfen, sondern letztendlich vollständig eliminieren können.“<br /><br />]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Wed, 22 Jun 2011 18:19:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
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			<title>EHEC-Ausbruchsstamm: Prof. Karch vermutet den Mensch als ein Reservoir / „Das wäre nicht das erste Mal“</title>
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			<description>HUSEC041 hat eine vergleichbar hohe Säureresistenz wie klassische EHEC-Typen</description>
			<content:encoded><![CDATA[Auf mehreren Ebenen konnten Wissenschaftler der Medizinischen Fakultät der Westfälischen Wilhelms-Universität (WWU) Münster um Prof. Dr. Dr. h.c. Helge Karch am Institut für Hygiene des Universitätsklinikums Münster (UKM) den aktuellen EHEC-Ausbruchsstamm HUSEC041 (O104:H4) in dieser Woche weiter entschlüsseln. Dabei rückte besonders die Frage nach dem natürlichen Reservoir des Darmbakteriums in den Mittelpunkt: „Zum jetzigen Zeitpunkt liegt mir und dem Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) kein Nachweis vor, dass zu HUSEC041 gehörende EHEC-Isolate des Menschen bei Tieren festgestellt wurden und diese dauerhaft kolonisieren können. Der sich jetzt ausbreitende Erreger ist bislang nur beim Menschen nachgewiesen worden. Dies gilt übrigens auch für eng mit ihm verwandte Stämme, die den enteroaggregativen Geno- und Phänotyp zeigen und Shiga Toxin produzieren. HUSEC041 ist nicht der einzige Stamm in der 42 Stämme umfassenden HUSEC-Referenzkollektion am Institut für Hygiene, der diese Eigenschaften aufweist. Darüber hinaus haben wir bereits 1998 zusammen mit Kollegen aus Frankreich und Italien Stämme eines HUS-Ausbruchs beschrieben, bei dem entereoaggregative E. coli (EAEC) Shiga Toxin 2 gebildet haben.“<br /><br />Der jetzige Ausbruchsstamm und der zehn Jahre alte HUSEC041, aber auch andere Stämme aus der HUSEC-Referenzstammsammlung,&nbsp; zeigen das gleiche Adärenzmuster („Anheftungsmuster“) an Darmzellen. Auch außerhalb des Körpers kleben sie an allen Oberflächen, weil sie ausgezeichnete Biofilmbildner sind. „ Bei dem jetzigen Ausbruchsstamm von einer Neuentwicklung zu sprechen, halte ich daher für nicht angemessen“, betont Prof. Karch. <br /><br />Zum jetzigen Zeitpunkt müsse davon ausgegangen werden, dass der Ausbruchsstamm ein Reservoir im Menschen hat. „Innerhalb der Serogruppe O104 sind uns drei H-Antigentypen (H7, H12, H21) bekannt, die Shiga Toxine produzieren und bei Tieren (Schaf, Rind) vorkommen. Im Gegensatz dazu ist ein vierter Geißeltyp (H4) und der Sequenztyp 678 innerhalb der Serogruppe O104 , also der jetzige Ausbruchsstamm HUSEC041 jedoch bis heute noch nie bei Tieren gefunden worden. Oder er hat erst in jüngster Zeit die Speziesbarriere überschritten und ist auf Tiere übergegangen. Dies ist eher unwahrscheinlich, wird aber aktuell von meinem Kollegen Prof. Lothar Wieler in Berlin nochmals abgeklärt“, sagt Karch.<br /><br />Angesichts des Ausbreitungsmusters der Erkrankungsfälle in Deutschland ist es jedoch nahezu auszuschließen, dass die Infektionen nur über Kontakt von Mensch zu Mensch über Schmierinfektionen erfolgen. Karch: „Es muss vielmehr davon ausgegangen werden, dass auch andere Infektionsträger, die z.B. über menschliche Fäkalien kontaminiert wurden, eine Bedeutung haben. Diese möglichen Infektionsträger müssen natürlich gefunden werden. Das wäre nicht das erste Mal bei einem EHEC: Denn er kann, wie viele anderer enteritische Krankheitserreger, über menschliche Fäkalien in die Umwelt eingetragen werden.“<br /><br />Der EHEC-Spezialist aus Münster betont: „Aktuell arbeiten deutschlandweit die Experten ihres jeweiligen Faches eng zusammen, so werden Kompetenzen gebündelt und zusammengeführt. Es haben sich verschiedene Kompetenzteams gebildet, die eng miteinander kooperieren.“ Hierzu zählen u.a. ein Kompetenzteam der Deutschen Gesellschaft für Hygiene und Mikrobiologie (DGHM) unter Leitung von Prof. Karch zur Ausscheidungsdauer bei Patienten, ein Antibiotikakompetenzteam sowie das Kompetenzteam Wasser. Die Ergebnisse dieser Studien werden unmittelbar ausgetauscht und an alle beteiligten Einrichtungen weitergegeben.<br /><br />Aktuell laufen in Münster der Abgleich der Genomsequenzen der HUSEC041-Isolate aus den Jahren 2011 und 2001 sowie weitere umfangreiche Untersuchungen. Bereits fest steht, dass der aktuelle Erreger wie ein „klassischer“ EHEC sehr niedrige pH-Werte (2,5 bis 3,5) mindestens zwei Stunden toleriert. Das bedeutet, dass er anders als z.B. Salmonellen die normale Säurebarriere des menschlichen Magens überstehen kann und wahrscheinlich schon wenige Keime zur Infektion und zur Erkrankung führen können. <br /><br />Weitere Ergebnisse werden in den kommenden Tagen erwartet. „Unsere Ergebnisse werden wir wie bisher unverzüglich der Öffentlichkeit mitteilen“, so Prof. Karch.<br /><br />Laborinformationen zum in Münster entwickelten EHEC-Bestätigungstest sind weiterhin unter der Homepage: www.ehec.org frei abrufbar.<br /><br />Chronologie der Arbeiten am Institut für Hygiene in Münster<br /><br />Seit dem 23. Mai steht die Erforschung des EHEC-Erregers im Mittelpunkt der Arbeit im Hygieneinstitut: An diesem Tag ging vormittags die erste Stuhlprobe ein. Am 25. Mai konnten die Wissenschaftler aus Münster den bis dahin weltweit sehr seltenen Stamm HUSEC041 (O104:H4, ST 678) als aktuellen Ausbruchsstamm identifizieren. <br />In den darauf folgenden Tagen entwickelten die Forscher einen für diesen Stamm spezifischen Bestätigungstest, der innerhalb von vier Stunden eine Infektion mit dem Ausbruchsstamm nachweist oder ausschließt und ab dem 30. Mai eingesetzt werden konnte. Die hierzu nötigen Testprotokolle und Laborinformationen wurden unmittelbar auf www.ehec.org veröffentlicht. Der Test unterscheidet nicht nur den aktuellen Ausbruchsstamm von anderen nahe verwandten Shiga Toxin-produzierenden EHEC der Serogruppe O104 mit den H-Antigenen H2, H7,H12, H21, sondern auch von allen anderen Shiga Toxin-produzierenden E. coli, anderen Pathotypen darmpathogener E. coli und der E. coli Normalflora. <br /><br />In der Nacht zum 2. Juni lag die Genomsequenzierung des Ausbruchsstamms 2011 in Münster vor. Drei Tage später, am 5. Juni, stand die Sequenzierung eines zu HUSEC041 gehörendem Isolat aus dem Jahr 2001 zur Verfügung. <br />]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Fri, 10 Jun 2011 08:59:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>EHEC: Wissenschaftler aus Münster bestimmen Genomsequenz eines Vergleichsstamms aus dem Jahr 2001 / Abgleich mit der Sequenz des aktuellen E. coli HUSEC041 (O104:H4)-Ausbruchsstamms begonnen</title>
			<link>http://klinikum.uni-muenster.de/index.php?id=vollstaendiger_artikel&#38;no_cache=1&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=1602&#38;cHash=794e464346ea391f9732ea97bde10de9</link>
			<description>Untersuchungen sollen weitere Hinweise zum Verhalten des aktuellen Erregers liefern</description>
			<content:encoded><![CDATA[ Die Genomsequenzierung eines Vergleichstammes aus dem Jahr 2001 zum nötigen Abgleich mit dem aktuellen E. coli HUSEC041 (O104:H4)-Ausbruchsstamm wurde am gestrigen Sonntag (5. Juni 0211) um 13:30 CET von Wissenschaftlern der Medizinischen Fakultät der Westfälischen Wilhelms-Universität (WWU) Münster und des Universitätsklinikums Münster (UKM) abgeschlossen. Durch den Vergleich der beiden Datensätze erhofft sich das Wissenschaftlerteam unter der Leitung von Prof. Dr. Dr. h.c. Helge Karch, dem Direktor des Instituts für Hygiene in Münster, wertvolle Hinweise darüber, was den aktuellen Ausbruchsstamm so aggressiv macht.<br /><br />Bereits am 25. Mai konnten die Forscher aus Münster HUSEC041 (O104:H4) als den aktuellen Ausbruchsstamm identifizieren. Bei den aktuell laufenden Untersuchungen steht die Frage im Mittelpunkt, warum und in welcher exakten Form sich dieser Stamm gegenüber den zehn Jahre alten Isolaten verändert hat. So verfügt der aktuelle Ausbruchsstamm etwa über eine neue Antibiotikaresistenz. Der Stamm ist nicht neu, sondern bereits früher aufgetreten, allerdings extrem selten. Bei dieser Fragestellung arbeiten Wissenschaftler verschiedener Einrichtungen der Medizinischen Fakultät Münster und des Universitätsklinikums Münster eng zusammen.<br /><br />Der Mikrobiologie Prof. Dr. Dag Harmsen leitet das Sequenzierteam in Münster. Der Forschungsleiter der Poliklinik für Parodontologie in Münster erläutert das aktuelle Vorgehen: „Unsere Mitarbeiter haben Proben, die den aktuellen Stamm aus 2011 enthalten, an Wissenschaftler des Unternehmens „Life Technologies Corporation“ in Darmstadt übermittelt, die das Genom dieses Stamms sequenziert haben. Nun haben wir in Rekordzeit innerhalb von drei Tagen die Genomsequenz des Vergleichsstamms aus dem Jahr 2001 davon unabhängig in unseren Laboratorien hier in Münster entziffert.“ Eine solche schnelle Sequenzierung sei eine „wissenschaftliche Meisterleistung, die einen weiteren Beitrag zum besseren Verständnis des aktuellen Ausbruchs und damit eventuell in einem nächsten Schritt des teilweise sehr schweren Krankheitsverlaufs bei den betroffenen Patienten liefern kann“, erklärt Prof. Dr. Wilhelm Schmitz, Dekan der Medizinischen Fakultät der Universität Münster. <br /><br />Nun gelte es, die vorliegenden Ergebnisse der beiden Sequenzierungen im Vergleich sorgfältig und exakt zu analysieren, betont Prof. Harmsen: „Zunächst haben wir nun nur die Buchstaben bestimmt. Um die Wörter oder gar das Buch des Genoms zu verstehen, bedarf es in der nun mit Hochdruck laufenden Analyse sowohl großen biologischen als auch bioinformatischen Sachverstandes. Diese Analyse muss dann die Grundlage für die weiteren Schritte sein.“<br /><br />„Zum jetzigen Zeitpunkt erwarten wir allerdings noch keine unmittelbar diagnostisch oder gar therapeutisch verwertbaren Ergebnisse aus der Analyse. Jedoch erhoffen wir uns durch den Vergleich beider Genomsequenzen wertvolle Hinweise darüber, was den aktuellen Ausbruchsstamm so aggressiv macht“, so Dr. Alexander Mellmann vom Nationalen Konsiliarlabor für das Hämolytisch–urämische Syndrom (HUS) des Robert Koch-Institutes am Institut für Hygiene in Münster.<br /><br />Parallel zu diesen Arbeiten werden in Münster unter der Leitung von Prof. Dr. Dr. h.c. Helge Karch weitere Untersuchungen zum besseren Verständnis und zum biologischen Verhalten des aktuellen Ausbruchsstamms durchgeführt: Hier stehen Fragen zur bereits festgestellten Antiobiotikaresistenz oder zu seinem Verhalten unter speziellen Umweltbedingungen im Vordergrund. Ziel dabei ist es, wertvolle Hinweise zu seinem natürlichen Reservoir zu finden. „Diese Fragen sind wichtig, um den Erreger nach dem endgültigem Auffinden der Infektionsquelle und seinem Reservoir wieder aus der Umwelt entfernen zu können. Denn unser Ziel ist es auch, weitere Ausbrüche in der Zukunft zu vermeiden“, so Prof. Karch.<br /><br /><b>Hinweis an die Redaktionen:</b><br /><br />Wie bereits veröffentlicht, handelt es sich bei dem aktuellen Ausbruchsstamm um einen EHEC-Typ der Serogruppe O104. Die Wissenschaftler aus Münster konnten bereits am 25. Mai „H4“ als H-Antigen molekularbiologisch nachweisen. Der so genannte Multilocus-Sequenztyp (MLST) ist „ST678“. In der Referenzkollektion von HUS-assoziierten EHEC- Isolaten wird ein O104:H4 als „HUSEC041“ bezeichnet.<br /><br />Einen Überblick über die HUSEC-Referenzstammsammlung finden Sie unter <link http://www.ehec.org>www.ehec.org</link> („HUSEC-Referenzstammsammlung“)<br /><br />Dort gibt es auch die aktuellsten Laborinformationen zum in Münster entwickelten Testverfahren für den aktuellen Ausbruchsstamm („Laborinfo“).<br /><b><br />Pressekontakt Universitätsklinikum Münster:</b><br /><br />Stefan Dreising<br />Unternehmenskommunikation<br />- Pressereferent - <br />Universitätsklinikum Münster (UKM)<br />Albert-Schweitzer-Campus 1, Gebäude D5<br />Anfahrtsadresse: Domagkstr. 5<br />48149 Münster<br />Tel.: 0251 / 83-5 74 47<br />eMail: Stefan.Dreising@ukmuenster.de<br /><link http://www.ukmuenster.de>www.ukmuenster.de</link><br /><br /><b>Pressekontakt Life Technologies:</b><br /><br />Anke Werse<br />Manager Marketing Communications<br />Europe<br />Frankfurter Str. 129 B<br />64293 Darmstadt<br />Germany<br />T 06151 5990371<br />M +49 173 3474664<br />anke.werse@lifetech.com<br /><link http://www.lifetechnologies.com>www.lifetechnologies.com</link>
<br />]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Mon, 06 Jun 2011 11:11:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Prof. Karch analysiert Münsteraner Ergebnisse der Genomsequenzierung des aktuellen EHEC-Ausbruchsstamms</title>
			<link>http://klinikum.uni-muenster.de/index.php?id=vollstaendiger_artikel&#38;no_cache=1&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=1597&#38;cHash=2a76edd07536eb02c836f8d57fee7bf2</link>
			<description>Bisherige Untersuchungen bestätigt: „HUSEC041 (O104:H4) ist ein Hybrid-Klon“ / Datenabgleich mit...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Die Genomsequenzierung des aktuellen Ausbruchsstamms des EHEC-Erregers HUSEC041 (O104:H4) liegt seit heute morgen (06.45 Uhr, 02. Juni) den Wissenschaftlern des Universitätsklinikums Münster (UKM) vor (siehe Pressemeldung von Life Technologies von heute, Link unten). Prof. Dr. Dr. h.c. Helge Karch, Direktor des Instituts für Hygiene am UKM: „Unsere bisherigen Untersuchungen wurden damit untermauert: Es handelt sich bei dem Ausbruchsstamm um einen Hybrid-Klon, der Virulenzeigenschaften unterschiedlicher Erreger vereint.“ Meldungen, wonach es sich bei dem aktuellen Erreger um einen völlig neuen Typ handele, seien nicht zutreffend, betont Karch: „HUSEC041 (O104:H4) ist der bestätigte Ausbruchsstamm. Wir haben die in Münster erhobenen Ergebnisse der H-Antigen kodierenden Gene (flicH4) und des Sequenztyps ST 678 bereits am 26. Mai 2011 gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen vom RKI und anderen Wissenschaftlern veröffentlicht (<link http://www.eurosurveillance.org>www.eurosurveillance.org</link>). Mittlerweile haben wir unsere Ergebnisse an mehr als 60 HUS-Patientenisolaten bestätigt. Stämme, die zu HUSEC041 gehören sind nicht neu, sondern auch schon früher aufgetreten. Allerdings sind sie extrem selten und zwar weltweit.“
Anhand einer ersten Datenanalyse wurde heute in Münster erneut nachgewiesen, dass es sich bei den neuen Eigenschaften des Ausbruchserregers um Charakteristika handelt, die sowohl in enteroaggregativen <i>E. coli</i> (EAEC) als auch in enterohämorrhagischen <i>E. coli</i> (EHEC) und in extraintestinalen <i>E. coli</i> auftreten. Diese Eigenschaften sind aber bereits im Referenzstamm aus 2001 enthalten. Der aktuelle Ausbruchsstamm zeigt das gleiche Verhalten (sogenannte aggregative Adhärenz) bei der Anheftung an die Zellen der Darmwand wie sein Vorgänger aus 2001. Zudem zeigt er die gleichen Rezeptorbindungseigenschaften. „Das hat unser Stammvergleich gezeigt“, so Karch. Hinzugekommen ist ein erweitertes Antibiotikaresistenzspektrum. „Außerdem zeigt er eine etwas stärkere zellschädigende Wirkung auf Nierenzellen. Im Vergleich zu anderen HUSEC-Typen ist diese Toxizität allerdings nicht außergewöhnlich hoch“, erklärt Karch. 
Die Sequenzierung wurde in den Laboren des Unternehmens „Life Technologies Corporation“ in Darmstadt unter der Leitung von Dr. Simone Guenther (Life Technologies) gemeinsam mit einem Wissenschaftlerteam aus Münster auf einem Ion Torrent Personal Genome Machine PGM<sup>TM</sup> durchgeführt. In Münster werden die Daten aktuell weiter ausgewertet. „Wir hoffen nun, anhand der Daten herauszufinden, warum sich der aktuelle Ausbruchserreger so schnell und aggressiv ausbreitet. Das ist die Aufgabe der kommenden Tage. Dabei werden wir den aktuellen Stamm auch intensiv mit dem Stamm aus dem Jahr 2001 aus unserer HUSEC-Kollektion (<link http://www.ehec.org/>www.ehec.org</link>) vergleichen. Gerade in der aktuellen Situation zeigt sich, wie wertvoll diese in Zusammenarbeit mit dem RKI erstellte Stammsammlung in unserem Institut ist“, so Prof. Karch.
 <br />
<i>Zur weiteren Information hierzu der Hinweis auf die Pressemeldung des Unternehmens Life Technologies Cooperations vom 02. Juni (6:45 CET):</i>
<i><link http://www.lifetechnologies.com/>http://www.lifetechnologies.com/</link></i> <br />
<i>Das Ion Torrent </i>PGM<sup>TM </sup>Instrument kann nur für Forschungszwecke eingesetzt werden. Es ist nicht zertifiziert für diagnostische Anwendung.&nbsp;&nbsp; 
]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Thu, 02 Jun 2011 17:39:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
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			<title>EHEC-Schnelltest: „Nachweis innerhalb von vier Stunden möglich“</title>
			<link>http://klinikum.uni-muenster.de/index.php?id=vollstaendiger_artikel&#38;no_cache=1&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=1594&#38;cHash=ef606db089462a47ba340edc7519d07d</link>
			<description>In Münster von Wissenschaftler entwickeltes Verfahren bringt schnell Klarheit für Patienten und...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Innerhalb von nur einer Woche ist es Wissenschaftlern der Medizinischen Fakultät der Westfälischen Wilhelms-Universität (WWU) Münster um Prof. Dr. Dr. h.c. Helge Karch am Institut für Hygiene des Universitätsklinikums&nbsp; Münster (UKM) gelungen, den genauen Erregertyp des aktuellen Ausbruchs zu identifizieren und anschließend einen Bestätigungstest für HUSEC041 (O104:H4) zu entwickeln. Der Test steht seit Montagabend (30. Mai) zur Verfügung und kann von allen Laboren, die weiterhin die reguläre Diagnostik für Ihre Patienten durchführen sollen, in Ergänzung dazu eingesetzt werden. Er kann auch bei verdächtigen Isolaten aus Lebensmitteln oder Umweltproben zur Bestätigung verwendet werden.<br /><br />Prof. Karch: „Mit dem Test kann der Nachweis erbracht werden, ob eine Person mit dem aktuellen EHEC-Erreger infiziert ist. Dabei wird in den Proben nach vier Genen gesucht, die in ihrer Kombination so nur bei dem aktuellen Ausbruchsstamm HUSEC041 (O104:H4) auftreten. Sind alle vier Gene vorhanden, ist eine Infektion hiermit nachgewiesen. Sind diese Gene nicht vorhanden, kann eine Infektion mit dem Erregerstamm des aktuellen Ausbruchs schnell ausgeschlossen werden.“ Die Tests können in jedem, entsprechend ausgestatteten molekularbiologischem Labor durchgeführt werden. Die dazu nötigen Laborinformationen sind seit dem 30. Mai im Internet unter www.ehec.org abrufbar.<br /><br />Für die Patientenversorgung in den Kliniken ist die schnelle Bestätigung oder auch der Ausschluss einer Infektion mit HUSEC041 von enormer Bedeutung. So besteht schnell absolute Gewissheit für die behandelnden Mediziner und natürlich die betroffenen<br />Personen und ihre Angehörigen. Prof. Dr. Norbert Roeder, Ärztlicher Direktor und <br />Vorstandsvorsitzender des UKM: „In den vergangenen Tagen kamen auch zahlreiche Menschen mit Durchfall in das Universitätsklinikum Münster, die nicht an einer EHEC-Infektion litten. Nun können wir schnell Klarheit schaffen: Sollte der Test negativ ausfallen, können die verständlichen und großen Ängste rasch ausgeräumt werden und zudem Kapazitäten in den Kliniken besser für die bestätigten Fälle vorgehalten werden. Ist der Test positiv, herrscht deutlich schneller als bisher absolute Klarheit für die behandelnden Ärzte.“<br /><br />Zudem sei der Test gerade im Hinblick für die weitere Patientenbeobachtung von<br />immenser Bedeutung, erklärt der Dekan der Medizinischen Fakultät der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster, Prof. Dr. Wilhelm Schmitz: „Falls ein Patient z.B. als gesund aus dem Krankenhaus entlassen wird, stellt sich natürlich die Frage, ob dieser Mensch eventuell auch weiterhin die Infektion an seine Mitmenschen weitergeben kann. Dabei geht es besonders um die Frage: Wie lange sind Patienten infektiös? Durch regelmäßige Stuhlproben kann durch den Test schnell verfolgt werden, ob und wie lange auch wieder genesene Menschen den Erreger übertragen oder z.B. Lebensmittel kontaminieren könnten. Das ist eine extrem wichtige Grundlage für mögliche Schutzmaßnahmen, um etwa Übertragungen von Mensch zu Mensch zu vermeiden. Für diese Leistung bin ich dem Forscherteam um Prof. Karch sehr dankbar. Hier zeigt sich, wie unmittelbar medizinische Forschung den Menschen zugute kommt.“<br /><br />Die erwachsenen Patienten am UKM werden von der Klinik und Poliklinik für Innere Medizin D (Allg. Innere Medizin sowie Nieren- und Hochdruckkrankheiten und Rheumatologie) unter der Leitung von Klinikdirektor Prof. Dr. Hermann-Joseph Pavenstädt in enger Kooperation mit den Kliniken für Innere Medizin A, B und C sowie der Klinik für Neurologie betreut. Prof. Pavenstädt: „Der Test ist eine wichtige Ergänzung unserer medizinischen Versorgung. Unsere eigenen klinischen Diagnosen werden so in noch schnellerer Zeit bestätigt.“ Auch im UKM werden einige Patienten mit Eculizumab behandelt. „Eine Beurteilung über die Wirkung des Medikaments können wir zum jetzigen Zeitpunkt allerdings noch nicht abgeben“, betont der Nierenexperte.<br /><br />Aktuell werden insgesamt 16 Patienten mit EHEC-HUS-Infektionen stationär im Universitätsklinikum Münster (UKM) behandelt, drei von ihnen sind Kinder. Acht Patienten werden intensivmedizinisch betreut. Vier von ihnen befinden sich in einem kritischen Zustand.<br /><br /><b>„Werkzeug für die Quellensuche“</b>
<br />Prof. Karch ist zudem überzeugt: „Mit dem Test steht auch ein wichtiges Werkzeug zur Verfügung, um mögliche Infektionsquellen zu finden. Denn natürlich können mit dem Testverfahren nicht nur Proben von Menschen untersucht werden, sondern z.B. auch Isolate aus Lebensmitteln.“ Derzeit führt sein Team auch eine Gesamtgenomsequenzierung durch. Diese Ergebnisse sollen Ende der Woche vorliegen. <br />Davon erhofft sich der Forscher aus Münster auch wertvolle Hinweise darauf, warum sich der Erreger so schnell und so aggressiv verbreitet: „Dieser Stamm kann als Chimäre bezeichnet werden, da er genetische Eigenschaften unterschiedlicher Erreger vereint. Die exakten Gründe dafür müssen wir nun aufklären.“ <br />Zudem betont der EHEC-Experte: „Der Test soll keineswegs die bisherige Diagnostik und die klinische Einschätzung der behandelnden Mediziner ersetzen. Er liefert aber die schnelle Bestätigung oder den Ausschluss einer Infektion mit dem aktuellen Ausbruchserreger HUSEC041.“<br /><br />Seit dem 23. Mai steht die Erforschung des EHEC-Erregers im Mittelpunkt der Arbeit im UKM-Hygieneinstitut: An diesem Tag ging vormittags die erste Stuhlprobe ein.<br />Bereits zwei Tage später, am 25. Mai, war es Prof. Karch und seinen Mitarbeitern gelungen, den Erregerstamm exakt als HUSEC041 (O104:H4; Sequenztyp ST678) zu identifizieren. 13 Isolate von Patienten aus vier verschiedenen Städten Deutschlands zeigten diese Eigenschaften. Nach diesem ersten wichtigen Erfolg begannen die Arbeiten für den Screening- und Bestätigungstest. Es galt, eine eindeutige Kombination zu finden, die den Ausbruchsstamm von der Vielzahl anderer E. coli sicher unterscheidet. Hier zeichnete sich ein erster Durchbruch am vergangenen Wochenende ab, als der Test die ersten Prüfungen bestand. Jetzt steht der Test zur Verfügung.<br /><br /><b>Hintergründe zum Screening- und Bestätigungstest</b><br /><br />Bei dem Test handelt es sich um eine so genannte Multiplex-PCR, bei der spezifische Gene des Ausbruchsstammes vervielfältigt und somit nachgewiesen werden können. Mit Hilfe dieses molekularbiologischen Verfahrens ist es möglich, schon kleinste Mengen von EHEC-Erregern innerhalb weniger Stunden auf die speziellen Eigenschaften des Ausbruchsstammes zu untersuchen. Konkret geht es um vier Gene, die in ihrer Kombination für HUSEC041 einzigartig sind. Bei den vier Genen handelt es sich um die für die O104- und H4-Antigene, für das Shiga Toxin 2 sowie für die Schwermetallresistenz kodierenden Gene.<br /><br />Das Institut für Hygiene in Münster ist das vom Robert Koch-Institut bestellte Konsiliarlabor für das Hämolytisch-urämische-Syndrom in Deutschland.&nbsp; Die Forschungsarbeit am Institut wird u.a. gefördert im Rahmen des Forschungsverbundes „FBI-Zoo“ durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und die Medizinische Fakultät der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU).<br /><br />]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Tue, 31 May 2011 16:01:00 +0200</pubDate>
			
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			<title>Prof. Karch: „Screening- und Bestätigungstest für HUSEC041 ist  jetzt verfügbar“</title>
			<link>http://klinikum.uni-muenster.de/index.php?id=vollstaendiger_artikel&#38;no_cache=1&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=1590&#38;cHash=4f8b9a74cae4b26846f112cff73e38f0</link>
			<description>Institut für Hygiene des UKM stellt heute (30. Mai) Testprotokoll auf www.ehec.org zur Verfügung /...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Innerhalb einer Woche nach Eintreffen der ersten Stuhlproben am Institut für Hygiene des Universitätsklinikums Münster (UKM) wurde der aktuelle EHEC-Erreger isoliert, sequenztypisiert und als HUSEC041 identifiziert. Dabei handelt es sich um den aktuellen Ausbruchsstamm. Das Team um den Hygieniker Prof. Dr. Dr. h.c. Helge Karch begann sofort mit der Entwicklung eines Screening- sowie eines Bestätigungstests für den Ausbruchsstamm. Prof. Karch: „Dieser Test liegt seit heute (30.05.2011) vor. Er basiert auf einer umfangreichen phänotypischen und molekularen Charakterisierung von 13 Ausbruchsisolaten aus vier verschiedenen Städten Deutschlands. Damit wurde bereits eine Woche nach Eintreffen der ersten Stuhlprobe in unserem Institut ein Nachweisverfahren entwickelt, geprüft und jetzt veröffentlicht.“ Das Institut für Hygiene in Münster ist das vom Robert Koch-Institut bestellte Konsiliarlabor für das Hämolytisch-Urämische-Syndrom in Deutschland.<br /><br />Bei dem Test handelt es sich um eine so genannte Multiplex-PCR, bei der spezifische Gene des Ausbruchsstammes vervielfältigt und somit nachgewiesen werden können. Mit Hilfe dieses molekularbiologischen Verfahrens ist es möglich, schon kleinste Mengen von EHEC-Erregern innerhalb weniger Stunden auf die speziellen Eigenschaften des Ausbruchsstammes zu untersuchen. Konkret geht es um vier Gene, die in ihrer Kombination für HUSEC041 einzigartig sind. Bei den vier Genen handelt es sich um die für die O104- und H4-Antigene, für das Shiga Toxin 2 sowie für die Schwermetallresistenz kodierenden Gene. Dieser Test kann in jedem molekularbiologischen Labor durchgeführt werden.<br />&nbsp;<br />„Dieses Verfahren haben wir in den vergangenen Tagen bereits einer umfangreichen Prüfung unterzogen“, erklärt Prof. Karch. So konnte die Untersuchung der aus 42 HUS-Patientenisolaten bestehenden HUSEC-Kollektion am Institut für Hygiene sowie anderer E. coli zeigen, dass durch diesen Test zweifelsfrei und in nur wenigen Stunden HUSEC041 (O104:H4) nachgewiesen werden kann. <br /><br />Das komplette Testprotokoll wurde heute (30. Mai) von Prof. Karch und seinem Team auf der Website <link http://ehec.org/>www.ehec.org</link> jedem zur Verfügung gestellt. Desweiteren wurden in den letzten Tagen bereits wichtige bakterielle Virulenzeigenschaften nachgewiesen. Die Ergebnisse zeigen, dass es sich bei bei dem HUSEC041-Ausbruchsstamm um einen Erreger mit erweiterten Virulenz-, Schwermetall- und Antibiotikaresistenz-Eigenschaften handelt. Prof. Karch: „Dieser Stamm kann als Hybrid oder Chimäre bezeichnet werden, da er Virulenzeigenschaften unterschiedlicher Erreger vereint.“ Die Arbeiten an der Gesamtgenomsequenzierung werden in Münster mit Hochdruck vorangetrieben und sind bald abgeschlossen.<br /><br />Die Forschungsarbeit am Institut für Hygiene wird gefördert im Rahmen des Forschungsverbundes „FBI-Zoo“ durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und die Medizinische Fakultät der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU).<br /><br /><b><i>Weitere Einzelheiten wird Prof. Karch morgen (31. Mai) um 14 Uhr gemeinsam mit Medizinern des Universitätsklinikums Münster und Wissenschaftlern der Medizinischen Fakultät Münster auf einer Pressekonferenz im Technologiehof, Mendelstraße 11, 48149 Münster erläutern. Hierzu laden wie Sie herzlich ein.</i></b><br /><br /><br /><br />]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Mon, 30 May 2011 15:41:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
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			<title>EHEC-Infektionen: UKM bereitet sich auf weitere Patienten vor</title>
			<link>http://klinikum.uni-muenster.de/index.php?id=vollstaendiger_artikel&#38;no_cache=1&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=1587&#38;cHash=bc59f34cfcf1917821a7c24c59b48c0d</link>
			<description>Prof. Roeder: „Menschen mit leichtem Durchfall sollten zunächst den Hausarzt kontaktieren“</description>
			<content:encoded><![CDATA[Das Universitätsklinikum Münster (UKM) übernimmt aktuell die&nbsp;medizinische Versorgung mehrerer Patienten in Zusammenhang mit der EHEC-Infektion. Aktuell (26. Mai) befinden sich über zehn Patienten zur Behandlung im UKM, zum Teil werden die Patienten intensivmedizinisch betreut. „Wir müssen uns darauf einstellen, dass in den kommenden Tagen weitere Patienten dazu kommen, die etwa aus anderen Krankenhäusern zu uns überwiesen werden. Daher sollten Personen mit leichten Symptomen wie Durchfall zunächst ihren Hausarzt aufsuchen“, erklärt Prof. Dr. Norbert Roeder, Ärztlicher Direktor des UKM.
„Bereits seit Wochenanfang stellen wir uns darauf, weitere schwer erkrankte Patienten in Zusammenhang mit der EHEC-Infektion zu versorgen. Dazu zählen die nötige Isolierung und die intensivmedizinsche Versorgung. Gerade dies zählt zu unseren Aufgaben als Maximalversorger in der Region“, betont Roeder. Immer mehr Patienten kommen direkt in die Uniklinik. „Wir können jedoch nicht alle Patienten mit Durchfall versorgen, sondern müssen unsere Kapazitäten für die schweren Fälle vorhalten. Wir bitten daher Menschen mit Durchfallerkrankungen zunächst ihren Hausarzt zu kontaktieren. Durchfall kann viele Ursachen haben, es muss nicht das EHEC-Bakterium sein. Sollte eine Krankenhausbehandlung notwendig sein, sollte das nächstgelegene Krankenhaus aufgesucht werden. Dieses wird dann entscheiden, ob eine Verlegung in die Uniklinik notwendig ist“, so Roeder.
<br />]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Thu, 26 May 2011 18:11:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>EHEC-Infektionen: Konsiliarlabor des Robert Koch-Institutes am Institut für Hygiene am UKM identifiziert Sequenztyp / Besondere Resistenz festgestellt</title>
			<link>http://klinikum.uni-muenster.de/index.php?id=vollstaendiger_artikel&#38;no_cache=1&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=1586&#38;cHash=bf71218c08a37189308a7f3cbbaf35ca</link>
			<description>Prof. Karch: „HUSEC 41“ / Arbeiten für neues Testverfahren haben begonnen</description>
			<content:encoded><![CDATA[ Das vom Robert Koch-Institut bestellte Konsiliarlabor für das Hämolytisch-urämische Syndrom (HUS) am Institut für Hygiene des Universitätsklinikums Münster (UKM) konnte am späten Mittwochabend (25. Mai) den EHEC-Typ des Stammes identifizieren, der für den aktuellen Ausbruch der EHEC-Infektionen in Deutschland verantwortlich ist.<br /><br />Prof. Dr. Dr. h.c. Helge Karch, Direktor des Instituts in Münster: „Es handelt sich um einen Vertreter des Typs „HUSEC 41“ des Sequenztyps ST678. Dies ist einer von 42 repräsentativen EHEC-Typen der HUSEC-Sammlung, die das Institut für Hygiene zusammen mit den Kollegen am Robert-Koch-Institut in Wernigerode aus bisher 588 EHEC-Stämmen von Patienten mit HUS der Jahre 1996 bis 2011 etabliert hat.“<br /><br />Diese weltweit einmalige Sammlung enthält somit alle 42 EHEC-Typen, die seit 1996 in Deutschland bei Patienten mit HUS aufgetreten sind. „Seit 2007 sind keine neuen HUSEC-Typen in Deutschland mehr dazugekommen. Deshalb haben wir uns schon etwas gewundert, dass der Ausbruchstamm ein Bekannter ist, allerdings ist er bisher nicht auffällig in Erscheinung getreten“, sagt Karch. Mit diesem EHEC-Typ ist es bisher weder in Deutschland noch weltweit zu dokumentierten Ausbrüchen gekommen.<br /><br />Karch erläutertet die bislang bekannten Details: „Dem Ausbruchsstamm fehlt das in ca. 95 Prozent der mit HUS assoziierten EHEC vorkommende eae-Gen, aber er besitzt dafür das für die Eisenaufnahme und Anheftung wichtige iha-Gen und er schüttet Shiga Toxin 2 aus. Außerdem konnte in Münster das für das Flagellin kodierende flicH4 Gen nachgewiesen werden. Der Ausbruchstamm ist ein ESBL-Produzent.“ Das bedeutet, dass Penicilline und Cephalosporine gegen diesen Stamm nicht wirksam sind, sondern nur Carbapeneme aus der Gruppe der Beta-Lactam-Antiobiotika.<br /><br />Aufgrund der einzigartigen Kombination von Erregereigenschaften stand für Karch bereits am Mittwochnachmittag fest, dass es sich bei Patientenproben aus vier verschiedenen Städten um denselben Stamm handeln musste. Im Verlauf des Abends konnte dann der exakte Sequenztyp des EHEC-Ausbruchstammes identifiziert werden.<br /><br />Nun haben Prof. Karch und sein Team damit begonnen, einen hochspezifischen Test zu entwickeln. So soll bei Patienten bzw. Verdachtsfällen eine schnelle Bestätigung der neuen Erregervariante durchgeführt werden können. Der Test soll in wenigen Tagen zur Verfügung stehen. Karch: „Dieser Test soll auch helfen, die Epidemiologie von HUSEC 41, zu der wir noch nichts wissen, aufzuklären.“<br /><br />Diese Arbeiten sollen zusammen mit seinen Kolleginnen und Kollegen aus der Veterinär – und Lebensmittelmikrobiologie im Rahmen des derzeit vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Netzwerkes FBI-Zoo durchgeführt werden. Karch: „Die Identifizierung der Erregervariante ist ein wichtiger Schritt auf der Suche nach den Übertragungswegen. Aber natürlich steht für uns die Versorgung der betroffenen Menschen an erster Stelle. Gerade dabei kommt es auf eine schnelle Bestätigung des Erregers an, die wir mit dem Test bieten wollen.“<br /><br />Weiterhin wurde noch gestern (25. Mai) damit begonnen, die Gesamtgenomsequenz des Ausbruchstammes im Vergleich zu HUSEC 41 zu ermitteln. Diese Analyse wird bald vorliegen und zeigen, in welchem Maße sich der Ausbruchsstamm im Vergleich zu HUSEC 41 exakt verändert hat. <br /><br />]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Thu, 26 May 2011 10:54:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title> EHEC-Infektionen: Drei Verdachtsfälle am UKM durch Tests bestätigt</title>
			<link>http://klinikum.uni-muenster.de/index.php?id=vollstaendiger_artikel&#38;no_cache=1&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=1584&#38;cHash=8283bb22c1ea3a9e69cc24bc3c7194ca</link>
			<description>Prof. Dr. Helge Karch vermutet neue Erregervariante </description>
			<content:encoded><![CDATA[Am Universitätsklinikum Münster (UKM) werden derzeit (24. Mai) fünf Patienten behandelt, die wegen eines Hämolytisch-Urämischen Syndroms (HUS) aufgenommen wurden. Dies ist durch Blutarmut und Nierenversagen gekennzeichnet. Zudem leiden zwei Patienten an einer Durchfallerkrankung, bei der der Verdacht auf eine EHEC-Infektion (ohne HUS) besteht. Bei drei dieser Patienten hat sich heute (24. Mai) der Verdacht auf eine Infektion mit einer höchstwahrscheinlich identischen, atypischen Form des Darmbakteriums Enterohämorrhagische Escherichia coli (EHEC) bestätigt. Weitere Untersuchungen stehen aus. <br /><br />Prof. Dr. Dr. h.c. Helge Karch, Direktor des Instituts für Hygiene am UKM, erforscht die Erreger und das Krankheitsbild seit fast 30 Jahren. Er ist besonders über den Verlauf der Erkrankungen bundesweit und die schnelle Ausbreitung besorgt: „Eine solche Häufung schwerer Verläufe habe ich noch nicht erlebt, weder in Europa noch in Nord- oder Südamerika.“ <br /><br />Das Institut für Hygiene am UKM ist das vom Robert-Koch-Institut bestellte Konsiliarlabor für das Hämolytisch-Urämische Syndrom in Deutschland. Im Institut werden Erreger des EHEC-Ausbruchs analysiert und identifiziert. Prof. Karch vermutet, dass es sich nun um eine zuvor noch nicht aufgetretene und besonders aggressive EHEC-Variante handeln könnte: „Hierfür sprechen vor allem die in dieser Form noch nicht beobachteten Darmschädigungen.“ <br /><br />Die EHEC-Erreger produzieren Giftstoffe, die die Zellen der inneren Wand von Blutgefäßen angreifen. „Diese so genannten Shigatoxine alleine können jedoch die schweren Krankheitsverläufe des jetzigen Ausbruchs nicht erklären. Der aktuelle Erreger verfügt eventuell über zusätzliche, besondere Zellgifte oder Zellanheftungsfaktoren&quot;, so der EHEC-Experte. In der Vergangenheit sind in Deutschland bisher 42 EHEC-Typen (HUSEC1- HUSEC42) isoliert und am Institut für Hygiene in Münster eingehend charakterisiert worden. Daher müsse nun so rasch wie möglich der neue Erregerstamm identifiziert werden, um zu prüfen ob es sich wirklich um einen neuen Typ handelt oder um einen bekannten Typ, der seine Eigenschaften verändert hat. Prof. Karch ist zuversichtlich, dass dies in den nächsten Tagen gelingen werde.<br />&nbsp;<br />Bei den Patienten am UKM handelt es sich um zwei Männer (einer mit HUS), drei Frauen (alle mit HUS) und zwei Kinder (eines mit HUS). Zwei Frauen werden intensivmedizinisch betreut, den übrigen Patienten geht es den Umständen entsprechend gut. Alle Patienten werden streng isoliert behandelt.<br />&nbsp;<br />Solange der Erregerstamm und die mögliche Quelle nicht bekannt sind, gelte es daher, auf gründliche Hygiene zu achten. Prof. Karchs Rat im Umgang mit Lebensmitteln lautet daher: Gründliches Waschen und Kochen. „Die Keime und ihre Toxine werden ab 70 Grad Celsius bei zehn Minuten Kochzeit zerstört.“ Zudem sollte eine strikte Händehygiene eingehalten werden. <br />&nbsp;<br />Weitere Informationen und Empfehlungen zum Ausbruchsgeschehen bietet die Homepage des Robert-Koch-Institutes und des Konsiliarlabors für HUS in Münster:<br />
<link http://www.rki.de/>www.rki.de</link>
<link http://www.ehec.org>www.ehec.org</link>]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Tue, 24 May 2011 17:55:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
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