25.10.09ukm/dre

„Tabakrauchen und Medizin“: Pragmatische Hilfe und erschreckende Zahlen statt „Moralkeule“ werden am UKM präsentiert

Renommierte Experten halten Vorträge am 4. November

Ob es um die eigene Rauchentwöhnung oder um Patienten geht: Das Ausmaß an Hilflosigkeit bei diesem Thema ist oft sehr groß. Jenseits von Moralisieren oder dem Pochen auf „Charakterstärke“ soll es bei einem Fortbildungsangebot am 4. November im Universitätsklinikum Münster (UKM) um Kenntnisvermittlung und pragmatische Hilfestellung gehen. Diese Veranstaltung „Tabakrauchen und Medizin“ richtet sich vornehmlich an Ärztinnen, Ärzte sowie Pflegekräfte, steht jedoch auch anderen Interessierten offen.

Zu den Referenten zählt u.a. Prof. Dr. Ulrich Keil (Institut für Epidemiologie und Sozialmedizin, UKM). Er hält einen Vortrag zum Thema: „Epidemiologie des Rauchens und Gesundheitsfolgen für die Passivraucher“. Dabei nennt der renommierte Epidemiologie deutliche Zahlen für Deutschland, die durch zahlreiche Studien untermauert sind. Prof. Keil: „Über 260 Nichtraucher sterben jährlich an passivrauchbedingtem Lungenkrebs. Über 2.140 Nichtraucher versterben jährlich an einer koronaren Herzkrankheit, die durch Passivrauchen hervorgerufen wird und über 770 Nichtraucher versterben pro Jahr an einem passivrauchbedingten Schlaganfall. Passivrauchen ist zudem verantwortlich für die Entwicklung zahlreicher nichttödlicher Fälle von koronarer Herzkrankheit, Schlaganfall und chronisch-obstruktiven Lungenerkrankungen.“

Dazu wird das Thema Rauchen und Rauchentwöhnung zusätzlich aus verschiedenen Perspektiven von namhaften Experten erörtert. Die weiteren Vorträge und Referenten am 4. November im Überblick:

- Professor Dr. Dr. Fritz A. Muthny (Institut für Medizinische Psychologie, UKM): „Zur Kulturgeschichte des Rauchens – verschworene Gemeinschaften, drakonische Strafen und die heutigen Motive der Raucher“

- Dr. Tobias Raupach (Herzzentrum; Tabak-Entwöhnungsambulanz /Universitätsklinikum Göttingen): „Wirkungen des Rauchens: Physiologie und Pathophysiologie“

- Dr. Hubertus Magnus Friederich/ Professor Dr. Anil Batra (Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Sektion Suchtmedizin/ Universitätsklinikum Tübingen): „Rauchen als Sucht und Methoden der Raucherentwöhnung“

- Dr. Tobias Conzelmann (Medizinischer Dienst BASF Ludwigshafen): „Umgang eines Großbetriebes mit dem Rauchen am Beispiel der BASF“

- Termin und Ort der Veranstaltung:
Mittwoch, 4. November von 16 bis 19 Uhr, Dekanats-Hörsaal der Medizinischen Fakultät, Domagkstr. 3, Münster.

Die Moderation übernimmt Professor Dr. Bettina Schöne-Seifert (Institut für Ethik, Geschichte & Theorie der Medizin, UKM).

Das Universitätsklinikum Münster ist Mitglied des WHO-Netzwerkes „Rauchfreie Krankenhäuser“. Es ist die erste Aktion einer geplanten Reihe von Veranstaltungen im Rahmen des Netzwerkes.

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