11.11.09ukm - sh

„2. MELD-Meeting Münster" beschäftigt sich mit Vergabesystem von Lebern zur Transplantation / Jubiläum: 20 Jahre Lebertransplantation am UKM

Vorschläge aus dem UKM werden der Bundesärztekammer eingereicht

Münster (ukm/sh). Am Freitag (13.11.) und Samstag findet das "2. MELD Meeting Münster" am Universitätsklinikum Münster (UKM) statt. Bei diesem Treffen kommen Transplantationsexperten aus verschiedensten Städten Europas und der USA zusammen, um über das Punktesystem (MELD-Score) zur Verteilung von Leberorganen zu sprechen. Dieses System haben die Eurotransplantländer 2006 aus Amerika übernommen. Demnach werden bei Patienten, für die die letzte Überlebenshoffung eine Transplantation ist, bestimmte Körperfunktionswerte gemessen und mit einer Punkteskala ausgewertet: Je höher die errechnete Punktezahl, desto dringlicher eine Organtransplantation. „Der Haken an dem im Grunde sehr gerechten System ist aber, dass bestimmte Krankheiten, die ebenso dringend mit einer Transplantation behandelt werden müssten, gar keine Punkte bekommen", erläutert Oberarzt Dr. Heiner Wolters, Leiter der Sektion Transplantation aus der UKM-Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie.

Rund 50 internationale Teilnehmer werden in den nächsten zwei Tagen über Verbesserungsmöglichkeiten beraten und diese der zuständigen ständigen Kommission in der Bundesärztekammer vorschlagen. Im vergangenen Jahr tagte das MELD-Meeting zum Thema Lebertransplantationen bei Kindern. „Sämtliche Vorschläge, die in 2008 unter der Moderation des UKM im Nachgang eingereicht wurden, wurden in der Bundesärztekammer referiert", betont Wolters die herausragende Stellung des Meetings. Noch immer gebe es viel zu wenige Spenderorgane. Das MELD-Meeting sei einer der Schritte, um diesen Mangel abzumildern.

20 Jahre Lebertransplantation am UKM

Morgen (12.11.,16 Uhr) veranstaltet die UKM-Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie eine Feierstunde anlässlich des 20 jährigen Jubiläums der ersten Lebertransplantation in Münster. In diesem Rahmen soll aber nicht nur ein Rückblick auf die ersten Aktivitäten erfolgen, sondern auch ein Festvortrag „Lebertransplantation – State of the art 2009" durch den international renommierten Chirurgen Prof. X. Rogiers, Gent, Belgien stattfinden. Ebenso wird es einen Ausblick geben auf die Entwicklungschancen und Möglichkeiten der Transplantationsmedizin in Münster. Das Portfolio der Operationen in Münster umfasst inzwischen nicht nur die „einfache" Lebertransplantation sondern auch die kombinierten Transplantationen von Leber und Niere, Pankreas (Bauchspeicheldrüse), Herz und Dünndarm sowie die Lebendspende im Rahmen sog. Dominotransplantationen.

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