13.11.09ukm

Erfolg für Prostatazentrum am UKM – Aufnahme in EU-Projekt „P-Mark“

Großzügige Unterstützung von Förderern: 50.000 Euro für Grundlagenforschung

Mitglieder des Fördervereins und des Prostatazentrums am UKM

Peter Samulski (Förderverein), Siegfried Erber (Regionalzentrumsleiter der DAK), Christiane Ptok (Geschäftsführerin Prostatazentrum am UKM). Karin Reismann (Vorsitzende des Fördervereins), Reinhard Horstmann (Stellv. Vorsitzender des Fördervereins), Prof. Dr. Axel Semjonow (Ärztlicher Leiter des Prostatazentrums am UKM).

Große Freude herrscht beim Team des Prostatazentrums am Universitätsklinikum Münster (UKM) über die Zusage des Fördervereins des Prostatazentrums am UKM e.V. und der DAK Münster, das „P-Mark-Projekt“ in Höhe von 50.000 Euro zu unterstützen. Damit ist die Finanzierung für das Jahr 2009 gesichert.

„Die Bedeutung dieses Projektes für die kliniknahe Grundlagenforschung kann nicht hoch genug eingeschätzt werden“, so Prof. Dr. Axel Semjonow, Ärztlicher
Koordinator des Prostatazentrums und Leiter der interdisziplinären Prostataforschung am UKM, „denn für die Verbesserung der Früherkennung und Entwicklung effizienterer Tumortherapie des Prostatakarzinoms werden neue Tumormarker dringend benötigt“. Nur so werde sich die Prognose von Prostatakrebspatienten langfristig deutlich verbessern lassen.

Die Biobank des Prostatazentrums am UKM zählt zu den sieben wichtigsten Prostata- Biobanken innerhalb Europas und wurde 2007 offiziell in das durch die Europäische Union geförderte Projekt „P-Mark“ zur Validierung von Tumormarkern in Diagnostik und Therapie des Prostatakarzinoms aufgenommen. Die Münsteraner Biobank existiert seit dem Jahr 1993 und besteht aktuell aus 60.000 Proben. Die Anschubfinanzierung durch die europäische Union in Höhe von 3,6 Millionen Euro hat die Etablierung der zentralen europäischen Biobank in Oxford erreicht und endete im Oktober 2008. Die Fortführung des Projektes wird aktuell durch Sponsoren in teilnehmenden Ländern gesichert, wobei die Projektpartner die notwendigen Mittel selbst aufbringen müssen.

Prostatakrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Männern, nicht nur in Deutschland, sondern europaweit. Inzwischen ist diese Krebslokalisation die zweithäufigste Krebstodesursache bei Männern. Der wichtigste Risikofaktor dabei ist das Alter und durch die erwartete weitere Steigerung der Lebenserwartung wird dieses Problem weiter an Bedeutung zunehmen. Prognostiziert wird, dass bis zum Jahr 2020 die Zahl der Prostatakrebserkrankungen um 50 Prozent zunehmen wird.

Bislang wurden beträchtliche Anstrengungen unternommen, um Prostatakarzinome frühzeitig mittels Nutzung des prostataspezifischen Antigens (PSA) in Verbindung mit transrektal-sonographisch gesteuerten Prostatabiopsien zu erkennen, da nur Patienten mit organbeschränkten Tumoren geheilt werden können. Aber die bisher zur Verfügung stehenden Möglichkeiten zur sicheren Unterscheidung zwischen nichtaggressiven und aggressiven Karzinomen sind leider noch unzureichend. Zurzeit gibt es keine Tumormarker, die für die Prognose eines Prostatakarzinoms im Frühstadium der Erkrankung zur Verfügung stehen.

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