16.11.09ukm/dvta

Aktionstag der UKM-Radiologie: MTRA zwischen Technik und Patienten

Institut für Klinische Radiologie veranstaltet am 21. November einen Informationstag

Das Institut für Klinische Radiologie am Universitätsklinikum Münster (UKM) lädt am 21. November (Samstag) von 11 bis 15 Uhr interessierte Jugendliche zu einem Aktionstag ein. Unter dem Motto „Schau rein, was für dich drin steckt!“ erhalten die Besucherinnen und Besucher Einblicke in die Radiologie und erfahren mehr über die Arbeit der Medizinisch-Technischen Assistentinnen und Assistenten. Bei einem Rundgang lernen die Teilnehmer vom mobilen Röntgengerät, über den Computer-Tomographen (CT) bis hin zu den Magnet-Resonanz-Tomographen (MRT) alle medizinischen Geräte der Radiologie kennen. Fragen zu Beruf und Ausbildung beantworten Schülerinnen und Schüler sowie Lehrerinnen und Lehrer der MTA-Schule des UKM: Sie berichten praxisnah von den vielfältigen Aufgaben als MTA, ihrem Alltag am UKM und geben wichtige Tipps zur Bewerbung an der MTRA Schule in Münster. Geplant sind zudem auch spannende Experimente, um die Welt der Radiologie näher kennenzulernen. Alle Veranstaltungen finden in den Räumlichkeiten der Klinischen Radiologie im Zentralklinikum, Ebene 03, Albert-Schweitzer-Straße 33, 48149 Münster statt.

Gemeinsames Werben um den Nachwuchs
Der Aktionstag am UKM geht auf eine gemeinsame Initiative des Deutschen Verbandes Technischer Assistentinnen und Assistenten in der Medizin e. V. (dvta) und der Deutschen Röntgengesellschaft e.V. (DRG) zurück. „Unser gemeinsames Ziel ist es, das Berufsbild bekannter zu machen und für den Nachwuchs an den Schulen zu sorgen“, sagen Andreas Pfeiffer, Vorsitzender des dvta, und Katja Röhr, Vorsitzende der Vereinigung der Medizinisch-Technischen Berufe (VMTB) in der DRG. Bundesweit beteiligen sich neun radiologische Institute in acht Städten und laden an verschiedenen Samstagen im November ein, sich vor Ort über das Berufsbild der Medizinisch-technischen Radiologieassistentinnen und -assistenten (MTRA) genauer zu informieren.

Wichtige Daten für Diagnose und Therapie
Über das breite Tätigkeitsfeld von MTRA wissen nicht nur Schülerinnen und Schülern, sondern auch viele Erwachsene wenig. MTRA arbeiten in der Röntgenabteilung einer Klinik und haben nur bei den Untersuchungen direkten Kontakt mit den Patienten. Sie erheben jene verlässlichen Daten, Messwerte und Bilder, damit der Arzt die richtige Diagnose stellen und eine entsprechende Therapie verordnen kann. Grundlagen der Tätigkeiten sind naturwissenschaftlich-medizinisches Fachwissen, der versierte Umgang mit moderner Technologie sowie Einfühlungsvermögen in die Patienten, die oftmals mit schweren Erkrankungen oder Schmerzen zur Untersuchung kommen. „MTRA haben eine Vermittlerrolle zwischen Mensch und Technik. Sie sind gefordert mit menschlichem Fingerspitzengefühl, dem Patienten die Angst vor der Untersuchung zu nehmen“, sagt Andreas Pfeiffer.

Informationen zu Ausbildung und Bewerbung
Die Ausbildungszeit zur MTRA beträgt drei Jahre. MTRA ist nur einer von vier Fachberufen, die unter dem Oberbegriff Medizinisch-Technische Assistenten (MTA) zusammengefasst sind. Weitere Berufs- und Ausbildungsrichtungen sind die Medizinisch-Technischen Laboratoriumsassistenten (MTLA), die Medizinisch-Technischen Assistenten für Funktionsdiagnostik (MTAF) sowie die Veterinärmedizinisch-Technischen Assistenten (VMTA). Bundesweit gibt es rund 8200 Auszubildende der verschiedenen Fachrichtungen und in verschiedenen Jahrgängen (Stand 2003). Ein knappes Drittel der Jugendlichen (genau 2713) hat sich für eine MTRA-Ausbildung entschieden.  

Die Bewerbungen nehmen die MTA-Schulen direkt entgegen. In der Regel werden neben einem Bewerbungsschreiben, auch ein tabellarischer Lebenslauf, die Kopie des letzten Schulzeugnisses sowie zwei Lichtbilder angefordert. Manche Schulen verlangen darüber hinaus noch weitere Unterlagen wie etwa die Vorlage eines allgemein-ärztlichen Gutachten oder den Beleg einer Krankenversicherungsschutzes.  Es empfiehlt sich also, vorab bei der ausgewählten Schule nachzufragen.

Ausbildung in Münster
Die MTRA Schule in Münster nimmt bis Ende Januar Bewerbungsunterlagen entgegen. Neben dem beglaubigten Schulabschlusszeugnis und dem tabellarischen Lebenslauf müssen auch Nachweise über die Noten in den Fächern Physik, Chemie, Mathematik und Biologie vorgelegt werden, sofern diese nicht auf dem Abschlusszeugnis ausgewiesen sind. Alle geeigneten Bewerber werden zu einem Bewerbungsgespräch eingeladen. Diese finden in der Regel Ende Februar/Anfang  März statt. Danach erfolgt die Platzvergabe durch die  Schule. Ausbildungsbeginn ist jeweils am 1. Oktober.
Die MTRA Schule Münster nimmt jährlich 22 neue Schülerinnen und Schüler auf. In den ersten beiden Jahren findet überwiegend theoretischer und praktischer Unterricht statt, teilweise an den Geräten der radiologischen Fachabteilungen des Universitätsklinikums Münster, teilweise an den schuleigenen Geräten. Im ersten Ausbildungshalbjahr absolvieren die angehenden MTRAs am UKM zudem ein sechwöchiges Krankenpflegepraktikum. Im dritten Ausbildungsjahr durchlaufen die Schüler ihre praktische Ausbildung in den drei radiologischen Fachrichtungen: Nuklearmedizin, Strahlentherapie und Radiologie. Überwiegend sind sie dafür in den jeweiligen Abteilungen des UKM eingeteilt, aber auch in Abteilungen von kooperierenden Krankenhäusern der Umgebung. Weitere Informationen zum Ausbildungsverlauf finden Interessenten auf dem Homepage der Schule unter http://mtra.klinikum.uni-muenster.de/.

Absolventen werden händeringend gesucht
Wer sich für eine MTRA-Ausbildung entscheidet, muss auch nach seinem Abschluss bildungshungrig sein. Katja Röhr: „Es gibt unheimlich viel Technik und diese Technik erneuert sich ständig. Wir MTRA müssen uns immer wieder fortbilden. Da ist nirgendwo Stillstand, sondern eine täglich anspruchsvolle Arbeit zu leisten.“ Die Mühe dürfte sich lohnen, denn die Berufsaussichten sind derzeit blendend: „Ein Absolvent kann in aller Regel zwischen drei und vier Stellen wählen. MTRA werden händeringend gesucht. Wer heute eine Stelle kündigt, kann morgen eine neue antreten“, berichtet Pfeiffer.

Weitere Informationen unter www.mtawerden.de

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