07.10.10ukm/jb

Blick ins Herz: 80.000. Herzkatheteruntersuchung am UKM

Eingriff kommt Verengungen in den Herzkranzgefäßen auf die Spur / Jährlich 2.000 Untersuchungen am UKM

Das Team kurz vor der 80.000 Herzkatheteruntersuchung am UKM: Prof. Dr. Holger Reinecke, Pfleger Claus Burike und MTA Kathrin Cezanne.

Das Team kurz vor der 80.000 Herzkatheteruntersuchung am UKM: Prof. Dr. Holger Reinecke, Pfleger Claus Burike und MTA Kathrin Cezanne.

Verengungen in den Herzkranzgefäßen sind Hauptursache für Durchblutungsstörungen des Herzens und hemmen die Blutzufuhr zum Herzmuskel. Um diesen gefährlichen Verengungen auf die Spur zu kommen aber auch zur Abklärung von Herzfehlern und Herzmuskelerkrankungen führen Ärzte so genannte Herzkatheteruntersuchungen durch. Am Universitätsklinikum Münster (UKM) wurde nun die 80.000 Herzkatheteruntersuchung durchgeführt: Ein Team der Klinik und Poliklinik für Innere Medizin C (Kardiologie und Angiologie) führte den Eingriff in einem der insgesamt drei modernen Katheterlabore durch. „Für die Patienten ist dieser unter lokaler Betäubung durchgeführte Eingriff nur wenig belastend und gleichzeitig höchst effektiv. Entscheidend ist, dass wir bei jedem Patienten vorher genau prüfen, ob ein Katheter wirklich nötig ist und ob der Patient davon auch profitiert“, erklärt Prof. Dr. Holger Reinecke, kommissarischer Direktor der Klinik für Innere Medizin C, die Vorteile einer Herzkatheteruntersuchung. Am UKM werden jährlich rund knapp 2.000 dieser Eingriffe durchgeführt.

Bei einer Herzkatheteruntersuchung führen die Mediziner auf Höhe der Leiste, beobachtet unter geringer Röntgenstrahlung, einen etwa 80 cm langen Schlauch in die Arterie der Patienten ein und schieben diesen bis zum Herzen vor. Durch das Einspritzen von Kontrastmittel werden alle Herzkranzgefäße sichtbar gemacht. Die Mediziner können so am Monitor mögliche Engstellen und Ablagerungen im Herzen erkennen – und wenn nötig in derselben Sitzung durch Einbringen einer kleinen Gefäßstütze, eines so genannten Stents, auch gleich beseitigen. Aber auch Spezialmessungen zur Beurteilung der Herzfunktion und der Herzklappen sind so möglich. Im Laufe der Jahre ist Technik immer weiter perfektioniert worden – und für die Patienten immer risikoärmer. Aber auch die Zahl der Untersuchungen ist deutlich zurückgegangen. „Heutzutage kommen vor einem Herzkatheter viel häufiger nicht-invasive Verfahren zum Einsatz, und nur wenn die uns zeigen, dass der Patient eine bedeutsame Herzerkrankung hat, besprechen wir mit den Patienten eine Katheteruntersuchung“, so Prof. Reinecke.



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