29.10.10ukm/npfo

Bischof Dr. Felix Genn bekommt den 250.000sten Organspender-Ausweis

„No panic for organic“: „Es gibt immer noch zu wenig Organspender in Deutschland“

Dieter Kemmerling (No panic for organic), Prof. Dr. Barbara Suwelack (UKM) und Bischof Dr. Felix Genn.

Dieter Kemmerling (No panic for organic), Prof. Dr. Barbara Suwelack (UKM) und Bischof Dr. Felix Genn.

Die Organspendeinitiative „No panic for organic“ überreichte am Freitag (29. Oktober) gemeinsam mit der Organspendebeauftragten des Universitätsklinikums Münster (UKM), Prof. Dr. Barbara Suwelack, den 250.000sten Organspendeausweis an den Bischof von Münster, Dr. Felix Genn. „Es freut uns, dass wir seit unserer Gründung an so viele Menschen Spenderausweise ausgeben konnten“, sagt Dieter Kemmerling, Initiator von „No panic for organic“. Ziel der Initiative, ist es, die Angst vor dem Organspenden zu nehmen. „Natürlich ist es besonders schön, diesen symbolischen Ausweis nun an den Bischof von Münster zu überreichen“, erläutert Kemmerling, der dennoch klar heraus stellt: „Es gibt immer noch viel zu wenige Organspender in Deutschland – obwohl rund 80 Prozent der Deutschen seriösen Umfragen zur Folge der Organspende sehr positiv gegenüber stehen.“

Zu dieser Gruppe gehöre er bereits seit langem, betonte der Bischof: „Deshalb unterstütze ich die Initiative gerne. Was das Warten auf ein Spenderorgan psychisch und physisch bedeutet, habe ich aus größter Nähe bei einem Priester aus dem Bistum Essen mitbekommen.“

Auch in Zukunft werde sich die Initiative aus Münster weiter für die Organspende stark machen, so Kemmerling: „In Deutschland stehen ca. 12.000 Menschen auf den Wartelisten für eine Organtransplantation“. Leider sei sich diese Zahl in den letzten Jahren kaum gesunken, führte Kemmerling aus: „Täglich sterben drei Menschen, da sie nicht rechtzeitig ein entsprechendes Organ erhalten können.“

Das Engagement der Initiative ist hoch willkommen: „Wir sind froh, dass viele Patienten mit „No panic for organic“ einen starken Botschafter und Partner für die Organspende haben“, betont Prof. Dr. Barbara Suwelack, leitende Oberärztin Sektion Transplantationsmedizin der Medizinischen Klinik D des Universitätsklinikums Münster (UKM). Der Mangel an Spenderorganen dürfe nicht einfach so hingenommen werden. „Oft gibt es auch zum Teil unbegründete Vorbehalte gegen einen Organspendeausweis, die man schnell ausräumen kann, wenn man darüber spricht“, hob die Medizinerin hervor, „gerade hier ist das Engagement der Initiative enorm wichtig“. In diesem Jahr seien am UKM bislang 75 Nieren, 30 Lebern, fünf Lungen und 16 Herzen transplantiert worden, wobei der Bedarf erheblich größer sei: „Die Wartelisten sind lang“, mahnt Suwelack.

Neben der engen Partnerschaft mit dem UKM hat „No panic for organic“ in den vergangenen Jahren zahlreiche weitere Partnerschaften geschlossen, darunter alle Münsteraner Kliniken. Hinzu kamen die Krankenhäuser in Borghorst, Emsdetten, Greven, Dülmen, Coesfeld, Nottuln und Kamen. Unter dem Motto „Wenn Mehr mitmachen, müssen Weniger warten“ versuchen alle gemeinsam, die Menschen für das Thema Organspende zu überzeugen.

www.nopanicfororganic.de

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