15.11.10mfm/sk

Deutschlandweit größte Studie zu Multipler Sklerose startet mit münsterscher Beteiligung

Untersuchung mit 1.000 Probanden soll neue Erkenntnisse über Entstehung und Verlauf der Krankheit bringen

Laborarbeit in der Abteilung für Entzündliche Erkrankungen des Nervensystems und Neuroonkologie

Die einen merken über Monate fast nichts, andere leiden unter Lähmungserscheinungen, Sehstörungen, Schwindel, Taubheitsgefühl oder schneller Ermüdung. Die Krankheit der 1.000 Gesichter, wie Multiple Sklerose (MS) auch genannt wird, ist in ihrem Verlauf schwer berechenbar. Warum der so unterschiedlich ist und mit welchen Therapien der Krankheit frühzeitig entgegengewirkt werden kann, wird jetzt auch an der Universität Münster erforscht: Die Abteilung für Entzündliche Erkrankungen des Nervensystems und Neuroonkologie des Universitätsklinikums (UKM) nimmt an einer deutschlandweiten Studie des Kompetenznetzes Multiple Sklerose (KKNMS) teil.
„Für diese so genannte Kohortenstudie sucht das Netzwerk 1.000 Teilnehmer, die bereit sind, sich für zunächst drei Jahre für Routineuntersuchungen zur Verfügung zu stellen“, sagt Prof. Dr. Heinz Wiendl, Sprecher sowie Vorstandsmitglied des KKNMS. Insgesamt haben sich 18 MS-Zentren für die Studie zusammengeschlossen. „Eine solch großangelegte Studie ist in der MS-Forschung bislang einzigartig. Wir erhoffen uns davon eine bessere Einsicht in die Entstehung der MS und neue Messgrößen, anhand derer wir den Krankheitsverlauf besser vorhersagen können“, erläutert Studienleiter Prof. Dr. Ralf Gold von der Universität Bochum das Forschungsprojekt.
Damit die Studie realisiert werden kann, suchen die Forscher volljährige Patienten, die innerhalb der letzten sechs Monate ein so genanntes klinisch isoliertes Syndrom – also Symptome der MS – erlebt haben oder die noch nicht länger als zwei Jahre an MS erkrankt sind. Zudem dürfen die Teilnehmer noch keine Langzeittherapie begonnen haben. Da zu der Studie auch MRT-Untersuchungen gehören, sollten die Patienten keine Herzschrittmacher oder Platzangst haben. Kontrastmittel sollten sie gut vertragen. Patienten, die an einer primär progredienten MS leiden, können an dem Projekt nicht teilnehmen.
Neben MRT-Aufnahmen des Kopfes werden die Ärzte im Team von Prof. Wiendl auch körperliche Untersuchungen durchführen, Fragen zur Krankheitsgeschichte stellen und Blut entnehmen. Lediglich die Blutproben sind nicht ohnehin Teil einer MS-Routineuntersuchung; sie dienen zur Ermittlung MS-typischer Biomarker. Interessenten können sich an die Abteilung für Entzündliche Erkrankungen des Nervensystems und Neuroonkologie wenden (Telefon 0251-83-48178, E-Mail: neuroimmunologie@ukmuenster.de.
Website: www.kompetenznetz-multiplesklerose.de/de/aktuelle-studien

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