17.11.10ukm/jb

Internationaler Tag des Frühgeborenen: Infotag am UKM

UKM-Experten informieren gemeinsam mit Förderverein „Das frühgeborene Kind“ über die Belange von frühgeborenen Kindern und deren Familien

Prof. Dr. Heymut Omran und Uta Steyvers (1. und 2. v. r.) mit Vertretern des Fördervereins und der Klinik vor einem Inkubator mit einer Puppe. Hier konnten Interessierte die Umgebung, in der viele Frühgeborene die ersten Tage und Wochen verbringen, kennenlernen.

Prof. Dr. Heymut Omran und Uta Steyvers (1. und 2. v. r.) mit Vertretern des Fördervereins und der Klinik vor einem Inkubator mit einer Puppe. Hier konnten Interessierte die Umgebung, in der viele Frühgeborene die ersten Tage und Wochen verbringen, kennenlernen.

Frühgeborene sind die größte Kinderpatientengruppe Deutschlands: Pro Jahr werden in Deutschland ca. 60.000 Kinder zu früh geboren. Am Internationalen Tag des Frühgeborenen am Mittwoch machte die Kinderklinik des Universitätsklinikums Münster (UKM) daher gemeinsam mit dem Verein zur Förderung Risiko- und frühgeborener Kinder „Das frühgeborene Kind Münster e. V.“ auf die Chancen und Probleme Frühgeborener aufmerksam: Neben fachlichen Informationen durch die UKM-Experten, hatten die Besucher dort viel Zeit, um mit selbst betroffenen Eltern ins Gespräch zu kommen.

„Viele frühgeborene Kinder haben heute Dank moderner Medizin und speziell ausgebildeten Ärzten und Pflegepersonal in der Neonatologie und Geburtshilfe eine gute Chance ein normales Leben zu führen“, erklärt Prof. Dr. Heymut Omran, Direktor der Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin – Allgemeine Pädiatrie. Doch er weiß auch, mit welchen Komplikationen und Schädigungen bei Frühgeborenen zu rechnen ist: „Es können Hirnblutungen, Lungen- oder Darmprobleme auftreten, manche Kinder haben Seh- oder Hörstörungen. Daher ist es wichtig, dass die Behandlung und Betreuung der Kinder in einer Klinik mit speziell geschultem Personal und einer entsprechenden Ausstattung stattfindet.“

Für Eltern bedeutet die Zeit nach der Geburt natürlich eine enorme Belastung. „Wir möchten anderen Familien eine Plattform zum Austausch von Erfahrungen bieten. Gerade bei Kindern, die zunächst auf der Intensivstation behandelt werden müssen, haben viele Eltern zunächst Berührungsängste“, weiß Uta Steyvers, zweite Vorsitzende des Fördervereins. Auch deshalb liegt dem Verein ein Projekt besonders am Herzen: Für das Jahr 2011 fördert der Frühgeborenen-Verein in Zusammenarbeit mit der UKM-Kinderklinik als Pilotprojekt eine Musiktherapie für frühgeborene Kinder. „Diese Therapieform ermöglicht es, auch den Kleinsten eine harmonische, anregende und gesundheitsfördernde Umgebung zu bieten. Neben der medizinischen Versorgung der Kinder, soll so auch die emotionale Förderung angesprochen werden“, erklärt Uta Steyvers.

Frühgeborene sind die Neugeborenen, die vor der 37. Schwangerschaftswoche das Licht der Welt erblicken. Zu den Risikokindern zählen insbesondere Babies, die bei ihrer Geburt ein Gewicht von unter 1500 Gramm haben und/oder vor der 32. Schwangerschaftswoche geboren werden. Auf der ganzen Welt fanden am 17. November Aktionen zu Gunsten frühgeborener Kinder statt. Elternvertreter haben den Internationalen Tag des Frühgeborenen im vergangenen Jahr erstmals weltweit initiiert. Informationen zum Münsteraner Verein „Das frühgeborene Kind Münster e. V.“ sowie aktuelle Termine und Veranstaltungen gibt es unter www.fruehchen-muenster.de

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