29.11.10ukm/dre

Erstmals in dieser Form: Experten eröffnen Online-Chat zum Thema Depressionen

Pilotprojekt am 2. Dezember des Münsteraner Bündnisses gegen Depression

Sind gespannt auf die Resonanz des Online-Chats am 2. Dezember, v.l.: Dr. Andreas Behnken (UKM), Prof. Dr. Fred Rist (Psychotherapie-Ambulanz der WWU) und Prof. Dr. Peter Zwanzger Leitender Oberarzt der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Universitätsklinikums Münster (UKM).

Es ist in dieser Form eine Premiere in Deutschland: Experten des Universitätsklinikums Münster (UKM) und der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster bieten am 2. Dezember einen Online-Chat zum Thema Depression an. „Es gibt zwar bereits viele Chats oder Foren zum Thema Depression. Neu an unserem Angebot ist, dass zwei Psychologen und zwei Psychiater permanent erkennbar im Chat sind, moderieren und Fragen beantworten. Einen solchen durch Experten begleiteten Chat hat es in dieser strukturierten Form noch nicht gegeben“, erklärt Prof. Dr. Peter Zwanzger, Leitender Oberarzt der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Universitätsklinikums Münster (UKM). Er ist Sprecher des Münsteraner Bündnisses gegen Depression. Der Online-Chat ist ein Pilotprojekt des Bündnisses.

Besonders wichtig: Die Anonymität der Chat-Besucher bleibt gewahrt. „Das Angebot ist bewusst sehr niedrigschwellig gestaltet, wir wollen mögliche Hemmungen auf diesem Weg umgehen“, erklärt Prof. Dr. Fred Rist, wissenschaftlicher Leiter der Psychotherapie-Ambulanz der Westfälischen Wilhelms-Universität (WWU). Er weist auf eine aktuelle Entwicklung hin: „Es gibt immer mehr Betroffene, die sich, bevor sie einen Arzt oder Therapeuten aufsuchen, vorab im Internet informieren. Leider gibt es dort aber auch viele Informationen, die nicht ausreichend fachlich hinterlegt oder sogar völlig falsch sind. Mit unserem Online-Chat wollen wir das Medium Internet nutzen, um qualifizierte Informationen zu geben.“

Der Chat ist am 2. Dezember von 18 bis 21 Uhr geöffnet unter www.buendnisgegendepression.de. Zuvor ist eine Registrierung nötig, die Anonymität bleibt gewahrt. Zur statistischen Auswertung werden Angaben zum Geschlecht und zum Alter abgefragt. Und natürlich gelten Regeln, wie in anderen Chats auch: Beiträge, die belästigend, sexistisch, rassistisch oder in anderer Form gegen die Menschenwürde verstoßen, werden nicht geduldet. Jeder Chat-Teilnehmer braucht einen Chatnamen, mit dem er sich anmeldet. Die Experten nutzen die Chatnamen „therapeut 1“, „therapeut 2“, „therapeut 3“ und „therapeut 4“. In einem Chatraum können bis zu zwölf Teilnehmer mit einem Experten chatten. Bei Bedarf können die Teilnehmer auch in einen
privaten Chatraum mit dem Experten gehen.
Ziel ist die Aufklärung, die Beantwortung von konkreten Fragen und Orientierungshilfe. Prof. Zwanzger: „Im Fall einer akuten Krise bitten wir die Chat-Teilnehmer, sich unbedingt an einen Arzt, ein Krankenhaus oder den Krisennotruf zu wenden. Die Experten im Chat können die entsprechenden Telefonnummern geben, natürlich sind weitere Ansprechpartner und Nummern auch direkt online einsehbar.“

Ob es danach zu einem regelmäßigen Angebot kommt, steht noch nicht fest. Prof. Zwanzger: „Mit dem Angebot betreten wir Neuland. Natürlich hoffen wir, dass wir damit auch gezielt jüngere Menschen ansprechen, die z.B. Angst vor einer Stigmatisierung haben. Wir sind sehr gespannt auf die Resonanz.“  Die Depression ist eine der größten Volkskrankheiten: Vier Millionen Menschen leiden aktuell in Deutschland an einer Depression.

Mit dem Online-Chat setzt das Münsteraner Bündnis gegen Depression seine Beratungsangebote fort. Erst im Oktober hatte es ein persönliches Gesprächsangebot im Gesundheitshaus gegeben, im Sommer fand eine Telefonaktion statt.

Weitere Informationen zum Bündnis, eine Übersicht und Kontaktadressen der Partner und der beteiligten Einrichtungen:
www.bündnis-depression.de, Menü „Regionale Angebote“ / „Münster“

Die Registrierung für den Online-Chat ist bereits jetzt möglich unter:
www.buendnisgegendepression.de

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