19.08.10ukm/dre

Gewaltige Hilfswelle: Über 1.700 Menschen bei Typisierungsaktion am UKM

Suche nach Stammzellspender mit enormer Resonanz

Jana Whetmar (19 Jahre) musste nicht lange überlegen: „Ich wollte mich schon länger typisieren lassen, dass war jetzt die Gelegenheit für mich.“

Jana Whetmar (19 Jahre) musste nicht lange überlegen: „Ich wollte mich schon länger typisieren lassen, dass war jetzt die Gelegenheit für mich.“

Bereits um kurz nach 12 Uhr bildete sich eine lange Schlange im Lehrsaalgebäude des Universitätsklinikums Münster (UKM). Alleine in den ersten 90 Minuten kamen 300 Menschen, um sich am UKM typisieren zu lassen. Mit ihrer Typisierung wollen sie Henrike B., einer früheren Mitarbeiterin des UKM, und vielen anderen an Leukämie erkrankten Menschen helfen, die auf der Suche nach einem passenden Stammzellspender sind. Bis zum Abschluss der Aktion um 19 Uhr kamen über 1.700 Menschen.

Privat-Dozent Dr. Klaus Hahnenkamp, Oberarzt der Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin am UKM und Initiator der Aktion, war angesichts dieser großen Resonanz tief beeindruckt: „Wir haben natürlich gehofft, dass viele Menschen kommen, aber mit so einem Andrang hatten wir nicht gerechnet. Allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern und den vielen Helfern gilt unser großer Dank.“ Neben vielen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus den verschiedenen Berufsgruppen des UKM waren darunter auch zahlreiche Menschen aus Münster und dem Umland. „Ich habe aus der Zeitung von der Aktion erfahren. Für mich stand direkt fest: Ich will helfen“, sagte der erste Teilnehmer Daniel Olszowy aus Münster. Gerne ließ sich der 31-Jährige aus Münster die fünf Milliliter Bild abnehmen.

Gemeinsam hatten das UKM und die Deutsche Knochenmarkspenderdatei (DKMS) zur Typisierungsaktion aufgerufen. „Mit der Aktion wollten wir natürlich auch generell für die Stammzellspende werben und somit auch anderen Betroffenen helfen. Auch das ist uns in jedem Fall gelungen“, so Dr. Klaus Hahnenkamp.

Durchgeführt werden konnte die Aktion auch aufgrund des Engagements vieler Kolleginnen und Kollegen aus dem UKM. Fast 80 Mitarbeiter waren im Einsatz um Blutproben zu entnehmen, Daten zu erfassen und die Blutproben im Anschluss wieder entgegen zu nehmen.

Nun werden alle Blutproben von der DKMS analysiert und die Gewebemerkmale überprüft. In etwa vier Wochen steht dann fest, ob ein passender Stammzellspender für Henrike B. dabei war. Für eine erfolgreiche Transplantation müssen die Gewebemerkmale des Stammzellspenders nahezu vollständig mit denen des Patienten übereinstimmen.

Und auch wer am 19. August keine Zeit hatte, kann helfen und sich weiterhin registrieren lassen bei „ab null“, dem Blutspendedienst des Universitätsklinikums Münster (www.abnull.de) und natürlich auch direkt bei der Deutschen Knochenmarkspenderdatei DKMS (www.dkms.de). Denn Stammzellspender werden dringend gesucht – an 365 Tagen im Jahr.

Alle 45 Minuten erkrankt in Deutschland ein Mensch neu an Leukämie. Darunter sind auch zahlreiche Kinder und Jugendliche. Für viele von ihnen ist die Übertragung gesunder Stammzellen die einzige Überlebenschance.

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