Klinik für Kinder- und Jugendmedizin - Pädiatrische Hämatologie und Onkologie

Blutgerinnungsstörungen


Störungen der Blutgerinnung gehen entweder mit einer Blutungsneigung oder einer verstärkten Bildung von Blutgerinnseln einher. Verschlüsse von Blutgefäßen durch Blutgerinnsel können bereits im Neugeborenen- und frühen Kindesalter venöse Thrombosen und Schlaganfälle auslösen. Etwa 40 bis 50 neue Patienten mit Störungen der Blutgerinnung kommen pro Monat mit ihren Familien aus der gesamten Bundesrepublik und teilweise auch aus dem Ausland ins UKM. In der Spezialsprechstunde klären Fachärzte für Kinder- und Jugendmedizin mit Zusatzweiterbildung „Hämostaseologie“ gemeinsam mit dem pädiatrischen Gerinnungslabor (Labor für Spezielle Hämatologie und Onkologie) die Ursachen dieser Gerinnungsstörungen ab.

Die Spezialsprechstunde der Arbeitsgruppe „Pädiatrische Hämostaseologie“ hat zwei Schwerpunkte:

  • Diagnostik und Behandlung von Thrombosen und Schlaganfällen bei Kindern und Jugendlichen
  • Diagnostik und Behandlung von Kindern und Jugendlichen mit Blutungsleiden

Die Betreuung von Patienten mit Schlaganfällen erfolgt in enger Zusammenarbeit mit Kinderneurologen, sozialpädiatrischen Zentren und der deutschen Schlaganfall-Hilfe (www.schlaganfall-hilfe.de). Die Blutungs- und Hämophiliesprechstunde ist als Comprehensive Care Center („CCC“) von der Deutschen Hämophiliegesellschaft anerkannt.
Die pädiatrisch-hämostaseologische Sprechstunde wurde in Vernetzung mit dem hämostaseologischen Labor als Pilotprojekt bereits 2006 erfolgreich nach DIN EN ISO zertifiziert.

Die Terminvergabe erfolgt über die Ambulanz und Tagesklinik.

Ansprechpartner: Prof. Dr. Andreas Groll, PD Dr. Ronald Sträter