19.08.11ukm/alba

UKM-Neurochirurg operiert Islandpferd Fauni

VOX-Sendung „Menschen, Tiere und Doktoren“ zeigt erfolgreiche Hirn-OP/ Erstmalig Kooperation von Neurochirurgen und Veterinärmedizinern

Prof. Dr. Walter Stummer (2.v.l.) bei der Operation von Fauni in der Tierklinik Telgte.

Prof. Dr. Walter Stummer (2.v.r.) bei der Operation von Fauni in der Tierklinik Telgte.

Normalerweise operiert Neurochirurg Prof. Dr. Walter Stummer Menschen. Vor einigen Monaten hatte der Direktor der Klinik und Poliklinik für Neurochirurgie am Universitätsklinikum Münster (UKM) jedoch ein Pferd unter dem Messer. An der Tierklinik Telgte führte er eine Hirnoperation bei dem Islandpferd Fauni durch. Das Tier hatte eine so genannte  Impressionsfraktur erlitten, das heißt ein Knochenstück des Schädels drückte in sein Gehirn. Vermutlich war Fauni von einem anderen Pferd gegen den Schädel getreten worden. Als Folge entwickelte es ein epileptisches Anfallsleiden: Es lief unkontrolliert gegen Hindernisse oder fiel plötzlich um.

Ein Team von VOX filmte die Operation, die Prof. Stummer zusammen mit Dr. Alexander Merz, Fachtierarzt für Pferde aus der Tierklinik in Telgte, durchführte. Auch für die beiden erfahrenen Ärzte war diese OP einmalig. Anders als beim Menschen durfte der Eingriff nicht länger als zwei Stunden dauern:  „Pferde dürfen aufgrund ihres Gewichtes nur zwei Stunden in Betäubung liegen. Dauert die Operation länger, kann es durch den Druck des Körpergewichts zu Zerstörung der Muskulatur kommen. Auch der Blutdruck des Pferdes ist weitaus höher als beim Menschen und es war völlig unklar, ob es möglich sein würde, Blutungen ähnlich gut zu kontrollieren“, erklärt Stummer.

In der Sendung „Menschen, Tiere und Doktoren“, wird der Ablauf der OP  nächsten Montag, 22. August, um 16.55 Uhr gezeigt. „Es war uns wichtig, dem Tier zu helfen“, so Stummer. „Andererseits war der gemeinsame komplexe Eingriff für uns Chirurgen, die wir gänzlich unterschiedlichen Disziplinen angehören, eine fachliche Herausforderung, der wir uns erfolgreich erstmals gestellt haben. Aus neurochirurgischer Sicht war es interessant zu erkennen, dass der Bauplan des Pferdekopfes, trotz der höchst unterschiedlichen Dimensionen, mit dem Bauplan des Menschen große Ähnlichkeiten hat.“

Dem Pferd geht es seit der Operation gut. Ob weitere Anfälle auftreten, wird sich allerdings erst in Monaten mit Sicherheit sagen lassen.

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