02.11.11ukm/dre

Prof. Dr. Sven Martens leitet Herzchirurgie am UKM

Minimalinvasive Operationen sind ein Schwerpunkt / Wechsel von Frankfurt nach Münster

Prof. Dr. Sven Martens ist neuer Direktor der Herzchirurgie am UKM.

Prof. Dr. Sven Martens ist neuer Direktor der Herzchirurgie am UKM.

Prof. Dr. Sven Martens übernahm am 1. November die Leitung der Klinik für Herzchirurgie am Universitätsklinikum Münster (UKM). Der bisherige Klinikdirektor Prof. Dr. Hans H. Scheld ist Ende Oktober mit 65 Jahren als Direktor und Ordinarius in den Ruhestand getreten. Zu den operativen Schwerpunkten von Prof. Martens zählen u.a. die minimalinvasive Herzklappenchirurgie mit herzklappenerhaltenden Verfahren und die Koronarchirurgie unter Verwendung arterieller Bypässe, auch am schlagenden Herzen. Der Herzchirurg war zuvor stellvertretender Direktor und Leitender Oberarzt der Klinik für Herzchirurgie der Universität Frankfurt. 

„Die moderne Herzchirurgie kann heute durch den medizinischen Fortschritt immer mehr Patienten helfen und Leben retten. Ich freue mich sehr auf die neue Aufgabe in Münster und besonders auf die Zusammenarbeit mit den verschiedenen Herzspezialisten hier am UKM sowie den niedergelassenen Kollegen, um diesen Fortschritt aktiv mitzugestalten“, erklärt der 45-Jährige. Zu den großen Innovationen auf dem Gebiet der Herzchirurgie der letzten Jahre zählt dabei sicher die minimalinvasive Chirurgie („Schlüssellochchirurgie“). Sie stellt einen besonderen Schwerpunkt der medizinischen Tätigkeit von Prof. Martens dar, speziell für den Bereich der Mitral- und Aortenklappe. Ein anderer Schwerpunkt liegt auf Bypass-Operationen mit arteriellen Gefäßen. Prof. Martens: „Früher wurden hierzu in der Regel Beinvenen verwendet. Dies hat sich geändert: Wann immer möglich werden für die Bypässe Arterien genutzt. Den in Münster schon hohen Anteil arterieller Bypassgefäße möchte ich noch weiter ausbauen.“ 

Die Herausforderungen einer immer älter und – damit verbunden - auch kränker werdenden Gesellschaft stehen im Mittelpunkt seines Forschungsschwerpunktes mit dem Titel „Neuroprotektion“. Dahinter stehen Bemühungen, die möglichen Belastungen für den Körper und das Gehirn des Patienten bei einer großen Herzoperation zu reduzieren. Martens: „Gerade bei älteren Patienten, die häufig noch an anderen Erkrankungen leiden, kommt diesem Aspekt eine immer größere Bedeutung zu.“ Speziell auf diesem Forschungsgebiet sieht er viele Anknüpfungspunkte in Münster, sei es bei Sonderforschungsbereichen oder in Kooperation mit den Kardiologen und anderen Medizinern und Wissenschaftlern  des UKM und der Medizinischen Fakultät.

Prof. Dr. Norbert Roeder, Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender des UKM, erklärt: „Die Herzmedizin mit ihren hoch spezialisierten Disziplinen und vielen Behandlungsmöglichkeiten für herzkranke Patientinnen und Patienten zählt zu den Schwerpunkten unserer Universitätsklinik. Mit der Berufung von Prof. Martens für die Herzchirurgie ist es gelungen, einen sehr erfahrenen Herzchirurgen für das UKM zu gewinnen, der diesen bereits starken Schwerpunkt in der Krankenversorgung auch mit neuen operativen Behandlungsangeboten weiter ausbauen wird.“ Das gelte auch für die Forschung und die Medizinerausbildung, betont der Dekan der Medizinischen Fakultät der Universität Münster, Prof. Dr. Wilhelm Schmitz: „Forschung wird immer fächerübergreifender. Genau dies zeichnet auch Prof. Martens bisheriges Wirken aus. Gleichzeitig müssen in der Lehre stets neue Impulse gesetzt werden, um angehende Mediziner schon während des Studiums für ein Fach zu gewinnen. Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit mit ihm.“

Prof. Martens ist verheiratet und Vater von drei Töchtern: „Meine Familie begeistert sich sehr für den Pferdesport. Hier bietet das Münsterland extrem viel.“ Er selbst begeistert sich für den Segelsport und interessiert sich für Geschichte: „Auch hierfür ist Münster eine sehr interessante Stadt und hat viel zu bieten.“ Er war zuletzt Leitender Oberarzt und stellvertretender Klinikdirektor an der Klinik für Herzchirurgie der Universität Frankfurt. Nach dem Studium in Frankfurt und in Lyon begann sein beruflicher Werdegang am Rhön-Klinikum in Bad Neustadt. Dem folgten Stationen am Herzzentrum Frankfurt und an der Uniklinik Ulm, bevor er im Jahr 1996 an die Universitätsklinik Frankfurt für Thorax-, Herz- und thorakale Gefäßchirurgie zurückkehrte.

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