Pressemeldungen Archiv 2012

07.05.12ukm

Europaweite Anerkennung der Forschungsarbeit am Universitätsklinikum Münster (UKM)

ERA EDTA Nachwuchspreis 2012 geht an Frau Dr. Di Marco / Neue Therapieansätze für nierenerkrankte Patienten mit erhöhtem Herzinfarktrisiko /Preisverleihung am 24. Mai in Paris

Dr. Giovana Di Marco aus der Medizinischen Klinik D am Universitätsklinikum Münster (UKM) erhält den „ERA EDTA Nachwuchspreis 2012“ der Europäischen Gesellschaft für Nephrologie (European Renal Association)

Frau Dr. Giovana Di Marco (Arbeitsgruppe Prof. Dr. Marcus Brand) aus der Medizinischen Klinik D (Allg. Innere Medizin sowie Nieren-und Hochdruckkrankheiten und Rheumatologie) am Universitätsklinikum Münster (UKM) erhält den „ERA EDTA Nachwuchspreis 2012“ der Europäischen Gesellschaft für Nephrologie (European Renal Association). Unter  den 2371 eingereichten wissenschaftlichen Arbeiten konnte sich das von Frau Di Marco und Kollegen bearbeitete Forschungsprojekt  mit dem Titel „Cardioprotective effect of calcineurin inhibition in an animal model of renal disease“ mit der am höchsten bewerteten Punktzahl durchsetzen. Das international besetzte Preiskommittee stellte die hohe klinische und wissenschaftliche Relevanz der erhobenen Forschungsbefunde heraus und verwies in seiner Laudatio zudem auf die sehr guten Publikationsleistungen von Frau Dr. Di Marco (u.a. in hochrangigen internationalen Journalen wie JASN, EHJ, JCI, Circulation, etc.) und auch ihren beeindruckenden internationalen Lebenslauf (Forschungsaufenthalte u.a. in Sao Paulo/Brasilien, Santiago/Chile und Paris/Frankreich). Die Preisvergabe findet am  24. Mai 2012  im Rahmen der Eröffnungszeremonie des 49ten ERA EDTA Kongresses in Paris statt.
 
Erhöhtes Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko bei Patienten mit Nierenleiden

Die aktuelle Forschungsarbeit der Arbeitsgruppe beschäftigt sich mit dem erhöhten Risiko nierenerkrankter Patienten, zum Beispiel eine Herzschwäche oder einen Herzinfarkt zu bekommen. Bereits frühe Stadien einer gestörten Nierenfunktion führen dabei häufig zu einer krankhaften Verdickung der Herzmuskelwand und zu einer gestörten Durchblutung des Herzens. Diese Veränderungen erhöhen das Risiko, zum Beispiel einen Herzinfarkt zu erleiden.

Um die Mechanismen, die beim nierenerkrankten Menschen das Herzinfarktrisiko steigern, genauer zu erforschen, nutzt die Arbeitsgruppe ein Tiermodell der Ratte, das sog. 5/6 Nephrektomie Modell. Wie beim nierenerkrankten Patienten entwickeln auch diese Tiere eine Herzwandverdickung und eine verminderte Herzdurchblutung. Anhand dieses Tiermodells gelang es der Arbeitsgruppe erstmalig nachzuweisen, dass es bei einer Funktionsstörung der Niere zu einer Aktivierung des sogenannten Calcineurin-Signalweges im Herzen kommt und sich darüber eine Herzwandverdickung entwickeln kann. Die Arbeitsgruppe konnte weiterhin zeigen, dass die gezielte Hemmung dieses Signalweges (mittels eines Calcineurin-Inhibitors) die Ausbildung einer Herzwandverdickung verhinderte und darüber hinaus zu einer deutlich verbesserten Durchblutung des Herzens führte. Gleichzeitig verbesserte diese Therapie auch die Pumpfunktion des Herzens in den untersuchten Ratten.

Studie ermöglicht neue therapeutische Strategien

Die Ergebnisse dieser Studie deuten darauf hin, dass die medikamentöse Hemmung des neu entschlüsselten Signalweges im Herzen in Patienten mit einer Nierenerkrankung von therapeutischem Nutzen sein könnte. Möglicherweise erlauben es diese neuen Therapieansätze, das hohe Risiko nierenerkrankter Patienten einen Herzinfarkt zu erleiden, deutlich zu senken. Dies soll zukünftig im Rahmen von klinischen Studien im Universitätsklinikum Münster (UKM) untersucht werden.

Ausgezeichnete Publikation

Giovana Di Marco, Stefan Reuter, Dominik Kentrup, Lu Ting,  Liu Ting,  Alexander Grabner, Annett Jacobi, Hermann Pavenstädt, Hideo Baba, Klaus Tiemann, Marcus Brand. Cardioprotective effect of calcineurin inhibition in an animal model of renal disease. European Heart Journal, 32:1935-1945, 2011.

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