Pressemeldungen Archiv 2012

21.09.12ukm

UKM-Spezialisten helfen Menschen mit schwer einstellbarem Bluthochdruck

Neue Kathetertherapie kann Bluthochdruck dauerhaft senken – die renale Denervierung am UKM (Universitätsklinikum Münster)

Bild 1 v.l.n.r.: Am UKM erfolgt die Behandlung von Patienten mit der innovativen renalen Denervierung gemeinsam durch das Institut für Klinische Radiologie (Direktor: Univ.-Prof. W. Heindel), die Medizinische Klinik D, Innere Medizin sowie Nieren- und Hochdruckkrankheiten und Rheumatologie (Direktor: Univ.-Prof. H. Pavenstädt) und die Klinik für Kardiologie (Direktor: Univ.-Prof. J. Waltenberger).

Bild 2: Die renale Denervierung: Ein dünner Kunststoffschlauch wird durch die Leistenarterie in die Nierenarterie vorgeführt und das Nervengeflecht in der Gefäßwand gezielt verödet.

Bluthochdruck ist gefährlich und bleibt oft über Jahre unbemerkt. Die Folgen sind Herzinfarkt, Schlaganfall sowie Herz- und Nierenschwäche. „Besonders gefährdet sind Patienten mit schwer einstellbarem Bluthochdruck. Bei ihnen ist der Blutdruck trotz drei oder mehr Medikamenten immer noch erhöht, also über dem Zielwert von 140/90 mmHg“, weist Univ.-Prof. Hermann Pavenstädt, Direktor der Med. Klinik D (Innere Medizin sowie Nieren- und Hochdruckkrankheiten und Rheumatologie) auf die schwierige Lage hin, in der sich viele Patienten befinden.

Das UKM bietet jetzt ein neuartiges kathetergesteuertes Verfahren zur Behandlung des schwer einstellbaren Bluthochdrucks an – die renale Denervierung. Dabei wird durch einen minimal-invasiven bildgesteuerten Kathetereingriff in örtlicher Betäubung das Nervengeflecht in der Gefäßwand der Nierenarterie gezielt verödet.

„Letztlich wird ein dünner Kunststoffschlauch durch die Leistenarterie in die Nierenarterie vorgeführt. Die renale Denervierung ist schon mehr als 1.000 Mal in Deutschland durchgeführt worden. Studien konnten zeigen, dass der Blutdruck sich damit bei vielen Patienten senken lässt– zum Teil mehr als durch Tabletten bewirkt werden kann“, erläutert Univ.-Prof. Johannes Waltenberger, Leiter der Klinik für Kardiologie.
 
Am UKM wird die Indikation für die renale Denervierung – entsprechend nationaler Expertenempfehlungen – durch die Hochdruckexperten (Hypertensiologen) der Medizinischen Klinik D (Direktor: Univ.-Prof. H. Pavenstädt) gestellt. Das Verfahren wird im Institut für Klinische Radiologie (Direktor: Univ.-Prof. W. Heindel) in Kooperation mit der Klinik für Kardiologie (Direktor: Univ.-Prof. J. Waltenberger) durchgeführt.
„Die ersten Patienten wurden jetzt erfolgreich und komplikationslos mit diesem schonenden Verfahren behandelt. Der Eingriff dauert etwa eine Stunde“, heißt es von Univ.-Prof. Walter Heindel, Direktor des Instituts für Klinische Radiologie.

Für wen kommt die spezielle Bluthochdrucktherapie in Frage?

Für dieses spezielle Verfahren kommen alle Patienten in Frage, bei denen eine Ursache für den Bluthochdruck ausgeschlossen wurde und die trotz blutdrucksenkender Lebensstilmaßnahmen (Sport, Kochsalzreduktion, Gewichtsreduktion) und drei verschiedener Medikamente einen unzureichend einstellbaren Bluthochdruck von über 160/90 mmHg haben. Diese Patienten oder ihre behandelnden Ärzte können sich gerne mit der Bluthochdruck-Ambulanz am UKM unter Tel.: 0251- 83 46185 in Verbindung setzen.

 

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