Pressemeldungen Archiv 2012

03.12.12ukm / ks

Drei Jahre „Bündnis gegen Depression Münster“ - erfolgreiches ehrenamtliches Netzwerk wird fortgeführt

Veranstaltung am 7. Dezember im Rathaus / Thema: „Depression zwischen Frauenkrankheit und Männerkrise“

Bild: Die Sprecher des Bündnisses gegen Depression Münster v.l.n.r.: Prof. Dr. Thomas Reker (LWL-Klinik Münster) und Prof. Dr. Peter Zwanzger (UKM)

„Wir sind im Bewusstsein der Münsteraner angekommen“, so das klare Fazit der Sprecher des Bündnisses gegen Depression Münster, Prof. Dr. Peter Zwanzger (UKM) und Prof. Dr. Thomas Reker (LWL-Klinik Münster) nach den ersten drei Jahren. Das „Bündnis gegen Depression Münster“ wurde im Oktober 2009 gegründet und ist einem bundesweiten Netzwerk von über 55 Regionen und Gemeinden angeschlossen. Vertreten sind dort unter anderem die psychiatrischen Kliniken, Psychotherapeuten, Fachärzte, Beratungsstellen, Weiterbildungseinrichtungen, mehrere Betriebe, Vertretungen der Selbsthilfe und von Angehörigen sowie die Psychiatriekoordination des städtischen Gesundheitsamtes.

Krisennotdienst wird intensiv genutzt

„Das Münsteraner Netzwerk konnte innerhalb von drei Jahren viel Positives auf die Beine stellen. Das merken wir an der großen Resonanz auf unsere Veranstaltungen. Ein wichtiger Erfolg ist, dass der psychiatrische Krisennotdienst am Wochenende weiter besteht und zunehmend in Anspruch genommen wird. “ betont Prof. Thomas Reker die Wichtigkeit des Bündnisses. Wir hoffen sehr, dass die Stadt Münster den Krisennotdienst weiter so intensiv  unterstützt wie bisher“ so Reker weiter. (In wenigen Tagen will der Stadtrat über den Haushaltsplan für 2013 abstimmen. Die finanzielle Unterstützung des Krisennotdienstes ist ein Punkt im Entwurf.)
„Auch die Nachfrage von Einrichtungen und Firmen, die Experten für Schulungen oder Kurse zu den aktuellen Themen wie Burnout suchen, steigt ständig an“, heißt es von Prof. Peter Zwanzger.
Das wichtigste Ziel hat das Bündnis innerhalb von drei Jahren gestemmt: „Wir sind der Ansprechpartner in Sachen Depression, man kennt uns“, betont Zwanzger das Streben des Netzwerkes nach Entstigmatisierung und Akzeptanz.
Neben einem regelmäßigen Beratungsangebot im Gesundheitshaus wurden unter anderem ein Online-Chat zum Thema Depression und ein Expertentelefon durchgeführt. Die mehr als 30 Veranstaltungen stießen auf reges Interesse.
Nach drei Jahren sind die verschiedensten Experten perfekt vernetzt. LWL-Klinik Münster, UKM (Universitätsklinikum Münster), niedergelassene Psychologen und Ärzte, psychosoziale Dienste und Einrichtungen und das Gesundheitsamt der Stadt Münster arbeiten Hand in Hand.
Prof. Dr. Peter Zwanzger geht davon aus, dass es auch hier in der Stadt eine Verbesserung der Versorgung gegeben hat. „Das deutschlandweite Bündnis gegen Depression konnte wissenschaftlich belegen, dass die Suizidrate nach drei Jahren intensiver Aufklärungsarbeit deutlich gesunken ist. Schon allein die gestiegene Inanspruchnahme des Krisennotdienstes zeigt, dass sich auch hier in Münster immer mehr Menschen helfen lassen wollen.“


Erfolgskurs wird fortgeführt

„Alle Beteiligten des Netzwerkes sind sich einig, dass das erfolgreiche Bündnis weitergeführt werden muss“, heißt es von den beiden Sprechern. Der Startschuss wird bereits am Freitag gegeben. Am 7. Dezember steht im Rathaus alles im Zeichen der „Depression zwischen Frauenkrankheit und Männerkrise“. Ab 15.30 Uhr werden sowohl die geschlechtsspezifischen Probleme von Frauen und Männern als auch von Mädchen und Jungen beleuchtet. Zu diesem Zweck wurden eigens für diese Themen ausgewiesene Experten eingeladen: Frau Prof. Dr. Dr. Domschke (Würzburg) wird über geschlechtsspezifische Aspekte der Depression referieren, Prof. Dr. Röhrle (Marburg) wird aus der kinder- und jugendpsychiatrischen Perspektive berichten.  Die Sprecher des Bündnisses geben außerdem einen Einblick in die dreijährige Tätigkeit des ehrenamtlichen Netzwerkes. Im Anschluss an die Veranstaltung können sich die Besucher an Infoständen zu den unterschiedlichsten Themen informieren. Die Referenten stehen außerdem für Fragen zur Verfügung.  

Koordination des Bündnisses gegen Depression Münster

Brigitte Kempe, Gesundheitsamt, Stühmerweg 8, 48147 Münster
Tel. 02 51-4 92-53 06, E-Mail: gesundheitskonferenz(at)­stadt-muenster(dot)­de
Weitere Informationen: www.buendnis-depression.de

Einladung zum Fototermin mit Interviewmöglichkeit

Für Sie als Medienvertreter besteht am Freitag, den 7.12.12 um 15 Uhr die Möglichkeit Fotos zu machen oder Interviews zu führen. Bitte planen Sie ca. 30 Minuten ein. PDF Hier finden Sie das Programm für die Veranstaltung. (105 KB) Sehr gerne dürfen Sie auch der gesamten Veranstaltung beiwohnen.

Als Interviewpartner stehen für Sie unter anderem diese Ansprechpartner bereit:
- Prof. Dr. Thomas Reker (LWL-Klinik Münster), Sprecher des Bündnisses
- Prof. Dr. Peter Zwanzger (UKM), Sprecher des Bündnisses
- Dr. Annette Siemer-Eikelmann, Gesundheitsamt Münster
-  Petra Lechtape, PsychotherapeutInnen Netzwerk Münster & Münsterland für den Schwerpunkt "Depression bei Kindern und Jugendlichen"
- Dr. Michael Enzl, Alexianerkrankenhaus für den Schwerpunkt "Depression im Alter"

Datum: Freitag, den 07.12.2012
Uhrzeit: 15.00 Uhr (Veranstaltungsende ist gegen 18 Uhr)
Ort: Festsaal und Foyer des historischen Rathauses, Prinzipalmarkt 10, 48143 Münster

Aus organisatorischen Gründen freuen wir uns über eine kurze Bestätigung  Ihrer Teilnahme bis zum 06.12.2012 telefonisch T +49 (0)2 51 - 83 5 4058 oder per E-Mail: kathrin.straehle(at)­ukmuenster(dot)­de.

 

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