Traumanetzwerk NordWest

Auf Initiative von Prof. M. Raschke vom Universitätsklinikums Münster  (UKM) wurde 2007 das Traumanetzwerk NordWest gegründet.  Ziel war die optimale Behandlung von Schwerverletzten nach standardisierten Qualitätsmaßstäben der DGU. Ein erstes Treffen von 55 Kliniken der Region nördliches Nordrhein-Westfalen/ südliches Niedersachsen und zwei niederländischer Kliniken erfolgte am 9. April 2008.
Am 29.09.2008 wurde das UKM durch die DIOcert zertifiziert. Alle Anforderungen des Weißbuch Schwerverletztenversorgung der DGU wurden im vollen Umfang und auf höchstem Niveau als überregionales Traumazentrum erfüllt.

25 Kliniken des TraumaNetzwerks NordWest schlossen den aufwändigen Zertifizierungsprozess der DGU erfolgreich ab. Darunter befinden sich drei überregionale, elf regionale und elf lokale Traumazentren. Am 7. September 2011 wurden die Urkunden im Erbdrostenhof in Münster von der NRW-Gesundheitsministerin Barbara Steffens übergeben.

Die Kliniken des TraumaNetzwerkes NordWest arbeiten eng mit 17 weiteren Kliniken und Rehabilitations-Zentren der Region  zusammen. Damit ist eine flächendeckende und heimatnahe Versorgung von Schwerverletzten rund um die Uhr gesichert. Das Universitätsklinikum Münster leistet insgesamt über 500 Trauma-Schockraumversorgungen im Jahr. Es ist Schwerstverletztenzentrum mit höchster Expertise und einer Zulassung zur Behandlung aller Arbeitsunfälle [Schwerstverletztenarten-Verfahren (SAV)] der Berufsgenossenschaften. Außerdem fungiert das Universitätsklinikum Münster auch als Kindertraumatologisches Referenzzentrum.

Um eine lückenlose Versorgung auf höchstem Niveau zu sichern, werden Fort- und Weiterbildungen mit Beteiligten abgestimmt. Es werden regelmäßige Treffen der teilnehmenden Kliniken veranstaltet und Fallbesprechungen durchgeführt. Durch die Einrichtung von Qualitätszirkeln und die Erarbeitung von Behandlungsstandards wird ein kontinuierlicher Verbesserungsprozess erarbeitet. 

Die Ergebnis- und Qualitätserfassung im TraumaNetzwerk NordWest wird durch das Traumaregister gesichert. Alle teilnehmenden Kliniken sind verpflichtet, die Behandlungsdaten von Unfallverletzten in das Traumaregister einzupflegen. Nach zentraler Auswertung im Benchmarking werden die Ergebnisse den einzelnen Kliniken und Traumanetzwerken zur Beratung und Optimierung ihrer Behandlungsqualität mehrmals im Jahr zur Verfügung gestellt. Aussagen zur Versorgungsqualität und zur Effektivität  der medizinischen Behandlungsmethoden werden so erfasst und können optimiert werden.

Zur Optimierung des Informationstransfers zwischen den Kliniken und Notdiensten wurden zudem die beiden interdisziplinären Projekte „Telematik in der Akut-Medizin (TEAM)“ und „Medizinisches Akutkrankenhaus. Rettungsdienst Informations- und Kommunikationssystem für akute Notfälle im Alter (MA-RIKA)“ initiiert. Ziel ist es, durch eine innovative telematische Vernetzung, den präklinischen und klinischen Informationsaustausch bei der Versorgung von schwerverletzten oder -erkrankten Personen zu verbessern.

Um darüber hinaus auch die grenzübergreifende Notfallversorgung im Gebiet der EUREGIO und die Zusammenarbeit zwischen den Niederlanden und Deutschland in diesem Bereich zu fördern, wurden außerdem die beiden EU-Projekte "Euregional Cooperation in Trauma and Large-scale Incidents (ECTLI)" und "Acute Health Care Region - EUREGIO (ACRE)" ins Leben gerufen.

Weitere Infos:

Traumanetzwerk
TEAM
MA-RIKA
ECTLI
ACRE

 
 
 
 
 
 
   
 

Das Team

PD Dr. R. Hartensuer
Dr. C. Juhra

Kontakt

Dr. med. Christian Juhra, MBA
Projektleiter
E-Mail: juhra@ukmuenster.de

Netzwerkkoordination
Andrea Kuckuck-Winkelmann
Tel.: +49 (0) 251 83-58222
Fax: 0251/83-56318
E-Mail: andrea.kuckuck-winkelmann(at)­ukmuenster(dot)­de

Teilnehmende zertifizierte Kliniken

  • Christliches Krankenhaus Quakenbrück gemeinnützige GmbH
  • Christophorus-Kliniken GmbH, St. Vincenz-Hospital Coesfeld
  • Clemenshospital GmbH, Münster
  • Dreifaltigkeits-Hospital gem. GmbH, Lippstadt
  • EUREGIO-KLINIK Albert-Schweitzer-Straße GmbH, Nordhorn
  • Evangelisches Krankenhaus Hamm gGmbH
  • Evangelisches Krankenhaus Johannisstift Münster gGmbH
  • Herz-Jesu-Krankenhaus Hiltrup GmbH, Münster
  • Hümmling Krankenhaus Sögel gGmbH
  • Josephs-Hospital Warendorf
  • Klinikum Stadt Soest gGmbH
  • Krankenhaus Ludmillenstift, Meppen
  • Marienhospital Münsterland GmbH, Krankenhaus Steinfurt
  • Mathias-Spital Rheine
  • Medisch Spectrum Twente, Standort Enschede
  • Prosper-Hospital gGmbH, Recklinghausen
  • St. Agnes-Hospital Bocholt-Rhede GmbH
  • St. Antonius-Hospital Gronau GmbH
  • St. Barbara-Klinik Hamm GmbH
  • St. Bonifatius Hospital Lingen gGmbH
  • St. Franziskus-Hospital, Münster
  • St. Franziskus-Hospital Ahlen GmbH
  • St. Marien-Hospital Borken GmbH
  • St.-Marien-Hospital GmbH, Klinikum Lünen
  • St. Marien-Krankenhaus Ahaus-Vreden GmbH, Betriebsstätte Ahaus
  • Universitätsklinikum Münster

Teilnehmende assoziierte Rehabilitations-Kliniken und Zentren

  • Dörenberg-Klinik Bad Iburg
  • Fachklinik Bad Bentheim
  • Klinik am Rosengarten im Staatsbad Oeynhausen GmbH
  • Klinik Münsterland, Bad Rothenfelde
  • MEDIAN - Klinik am Burggraben, Bad Salzuflen
  • Reha-Zentrum am St. Josef-Stift gGmbH, Sendenhorst
  • Zentrum für ambulante Rehabilitation GmbH, Münster

Weitere teilnehmende Kliniken und assoziierte Mitglieder

  • HELIOS Klinik Lengerich
  • KKRN Katholisches Klinikum Ruhrgebiet Nord GmbH - St. Elisabeth-Krankenhaus, Dorsten
  • Klinikum Arnsberg GmbH
  • Klinikum Ibbenbüren GmbH
  • Klinikum Osnabrück GmbH
  • Klinikum Osnabrücker Land GmbH
  • Knappschaftskrankenhaus Bottrop GmbH
  • Krankenhaus & MVZ-Maria-Hilf Stadtlohn GmbH
  • Marienhospital Münsterlang GmbH, Krankenhäuser Emsdetten und Greven
  • Raphaelsklinik Münster GmbH
  • St. Christophorus Krankenhaus GmbH, Werne
  • St. Elisabeth-Hospital Beckum GmbH
  • St. Marien-Hospital Lüdinghausen GmbH
  • St. Marien-Krankenhaus Ahaus GmbH - Betriebsstätte Vreden