Pressemeldungen Archiv 2013

18.03.13ukm/ks

Schnupfen oder Heuschnupfen?

Ärgern uns die Frühjahrsblüher trotz winterlicher Temperaturen? UKM Allergologen klären auf

UKM Allergologe Prof. Dr. Randolf Brehler

„Ist es jetzt ein Schnupfen oder plagen mich bereits die Frühjahrsblüher?“ Diese Frage stellen sich derzeit viele Allergiker. Angesichts der winterlichen Temperaturen ist das tatsächlich eine schwierige Frage. Doch laut UKM Allergologe Prof. Dr. Randolf Brehler reichten bereits die wenigen warmen Tage aus, damit Blütenpollen in höheren Konzentrationen freigesetzt werden konnten. Eine schwache bis mäßige Pollenbelastung besteht in NRW seit Beginn des Jahres.  Ab den warmen Tagen wurde ein starker Hasel- und Erlenpollenflug gemessen: „Auch wenn sich die Knospen bei Kälte wieder kurzfristig geschlossen hatten, können sich die Pollen in der Luft halten. Das heißt, die ersten Pollen lösen bei Allergikern jetzt definitiv Fließschnupfen, verstopfte Nase, Niesattacken aber auch an den Augen Rötung, Juckreiz und Lichtempfindlichkeit aus.“ Auch Abgeschlagenheit, Müdigkeit, Leistungsminderung und Schlafstörungen können Folge sein. Bei fortschreitender Allergie können auch Beschwerden an der Lunge mit Husten, pfeifender Atmung und Engegefühl dazu kommen.

Pollen stehen auf Erkältungsgereizte Nasen

Allergiker, die gerade noch mitten in einer Erkältung stecken, könnten besonders von den Pollen geplagt werden. Denn wenn die Schleimhäute gereizt sind, setzen sich die Pollen laut Prof. Brehler eher fest.
Die Unterscheidung zwischen Allergie und gerade im Winter und Frühjahr häufigen Infekten ist für Betroffene manchmal schwierig. Allergien treten meist wiederkehrend zu bestimmten Jahreszeiten auf und sind nicht mit Fieber verbunden. Die Diagnose kann durch einen Allergietest (Pricktest) und Bestimmung von IgE-Antikörpern im Blut gesichert werden. Hinweisend können auch allergische Reaktionen auf Lebensmittel sein. So reagieren Birkenpollenallergiker typischerweise auf Nüsse, Äpfel aber auch andere Obstsorten mit Kribbeln im Mund und Rachenbereich.

Gezielte Allergie-Behandlung kann Verschlimmerung verhindern

Vermuten Patienten eine Allergie, sollte die Diagnose gesichert werden, da eine gezielte Behandlung eine Verschlimmerung der Allergie verhindern kann. Bei ausgeprägteren Beschwerden wird in der symptomfreien Zeit das Allergen in ansteigenden Dosierungen verabreicht um durch eine Immuntherapie (Hyposensibilisierung) die Überempfindlichkeit zunächst abzuschwächen und auf Dauer möglichst ganz zu beseitigen.

Behandlungserfolge durch verbesserte Medikamente

In den letzten Jahren sind die für die Allergiebehandlung zur Verfügung stehenden Medikamente verbessert worden, weiß Prof. Brehler: “Gerade für die Behandlung der Graspollenallergie ist gezeigt worden, dass die Verabreichung des Allergens in Tabletten- und Tropfenform hoch wirksam ist. Neue Behandlungsmethoden zielen darauf ab, mit möglicherweise ganz wenigen Injektionen in die Haut oder in Lymphknoten eine dauerhafte Wirksamkeit erzielen zu können.“
 Die Wirksamkeit neuer Therapieformen wird derzeit in zahlreichen klinischen Studien untersucht.

Jetzt bestehende Symptome können mit Antihistaminika und Cortison-Nasensprays in vielen Fällen ausreichend gelindert werden. Bestehen asthmatische Beschwerden muss die Lunge behandelt werden. Fragen Sie Ihren Allergologen um nach der Diagnosestellung die optimale Behandlung zu bekommen.

Zum Thema Heuschnupfen

Allergischer Schnupfen durch Pollen (Heuschnupfen) aber auch  durch andere Allergene wie Hausstaubmilben, Tierallergene und Schimmelpilze sind seit Jahrzehnten auf dem Vormarsch und betreffen heute fast jeden Dritten in Deutschland. Allergische Erkrankungen zählen damit zu den „Volkskrankheiten“.
Auf Dauer entwickelt sich statistisch gesehen bei circa 30 %  der Patienten aus dem allergischen Schnupfen ein allergisches Asthma.

Verantwortlich sind IgE Antikörper, die vom Immunsystem gegen eigentlich harmlose Substanzen, wie beispielsweise Pollenallergene, gebildet werden. Trifft der überempfindliche Organismus erneut auf das Allergen, verursachen freigesetzte Botenstoffe wie Histamin die Allergiebeschwerden.

UKM Hautklinik
http://klinikum.uni-muenster.de/index.php?id=hautklinik_uebersicht

Deutscher Allergie- und Asthmabund e.V. (DAAB)
http://www.daab.de/

Interview mit dem UKM Allergologen Prof. Dr. Randolf Brehler

Ist es Schnupfen oder allergischer Schnupfen?
1UKM_Heuschnupfen: oc…immer schlimmer zu werden. 22 sec.

Kann es Heuschnupfen sein, trotz Kälte?
2UKM_Heuschnupfen: oc….Allergiker auch jetzt. 25 sec.

Verschlimmert eine Erkältung auch den allergischen Schnupfen?
3UKM_Heuschnupfen: oc…..und im Winter bemerkbar. 33 sec.

Welche Behandlungsmethoden gibt es, gibt es neue Behandlungsmethoden?
4UKM_Heuschnupfen: oc…..muss man dann durch. 1.45 sec.

Werden Probanden für aktuelle Studien gesucht?
5UKM_Heuschnupfen: oc…..derzeit untersucht werden. 27 sec.

Haben Sie Tipps für Allergiker?
6UKM_Heuschnupfen: oc…..eh aufgesucht werden. 61 sec.

 

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