Pressemeldungen Archiv 2013

22.03.13ukm/mdr

Vorsorge kann Leben retten: Neuer Leiter des Darmzentrums am UKM setzt sich für Früherkennung ein

Bundesrat unterstreicht Bedeutung der Vorsorge mit neuem Gesetz / Privat-Dozent Dr. Emile Rijcken übernimmt als Experte für minimal-invasive Chirurgie Zentrumsleitung

Direkter Draht zu den Patienten: Die Sprechstunde im Darmzentrum übernimmt Privat-Dozent Dr. Emile Rijcken als Leiter immer persönlich.

Neu ist seit März das Krebsfrüherkennungsgesetz in Deutschland – neu ist auch der Leiter des Darmzentrums am UKM (Universitätsklinikum Münster). Und beide haben das gleiche Ziel: Die Darmkrebsfrüherkennung weiter voranzutreiben. Mit rund 67.000 Neuerkrankungen jährlich ist es eine der häufigsten Krebsarten in Deutschland. „Sofern jedoch frühzeitig die Diagnose gestellt wird, ist Darmkrebs heute zu 90 Prozent heilbar“, weiß Zentrumsleiter Privat-Dozent Dr. Emile Rijcken. Deshalb sollten Frauen und Männer spätestens ab dem Alter von 50 zur Vorsorge gehen – bei einer familiären Vorbelastung sogar schon eher.

Möglich ist solch eine ambulant durchgeführte Darmspiegelung bei niedergelassenen Fachärzten und den Spezialisten am UKM, die Kosten werden im Rahmen der Früherkennung von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen. Gesucht wird bei der Vorsorge unter anderem nach Darmpolypen, gutartigen Wucherungen der Darmschleimhaut, die in erster Linie unbedenklich sind, sich im Laufe der Jahre jedoch zu bösartigem Darmkrebs entwickeln können. „Wenn Polypen während einer Darmspiegelung entdeckt werden, können wir sie meist direkt mit einer elektrischen Schlinge vollständig entfernen“, erklärt Rijcken, der sich als Chirurg auf gut- und bösartige Erkrankungen insbesondere im Bereich des Dick- und Enddarms spezialisiert hat.

Fachübergreifende Zusammenarbeit am Darmzentrum

Begonnen hat Privat-Dozent Dr. Emile Rijcken seine Laufbahn am UKM bereits 1998 nach Abschluss seines Medizinstudiums in Aachen mit Stationen in Stanford, Houston und Maastricht und war zwischenzeitlich für ein Jahr in Wien tätig. „Dort habe ich insbesondere das Operieren im minimal-invasiven Bereich, die so genannte Schlüssellochchirurgie mit kleinen Schnitten unter Zuhilfenahme einer Videokamera, gelernt“, so der 40-Jährige. „Das bedeutet für den Patienten weniger Komplikationen, weniger Schmerzen und kürzere Liegezeiten.“ Mittlerweile ist der Viszeralchirurg von der Deutschen Gesellschaft für Verdauungs- und Stoffwechselerkrankungen (DGVS) für die Behandlung von chronisch entzündlichen Darmerkrankungen (CED) zertifiziert und zudem Mitglied im Kompetenznetz Darmerkrankungen.

Somit sind Patienten, bei denen sich während der Vorsorge herausstellt, dass eine weitere Behandlung notwendig ist, im interdisziplinären Darmzentrum am UKM optimal aufgehoben. „Vor allem im Bereich des Dicks- und Enddarms versuchen wir, Patienten primär mit dem minimal-invasiven OP-Verfahren zu behandeln“, sagt Rijcken. Sein Team arbeitet mit Experten aus der Gastroenterologie, Onkologie, Strahlentherapie, Radiologie, Humangenetik und der Pflege in Diagnostik und Behandlung fachübergreifend zusammen. Je nach Bedarf können auch Spezialisten weiterer Gebiete ohne Zeitverzug eingebunden werden. Diese enge Kooperation garantiert eine Behandlung auf höchstem Niveau der wissenschaftlichen und klinischen Erkenntnisse.

Info: Die Sprechstunde des Darmzentrums am UKM ist immer freitags von 8 bis 16 Uhr. Telefon 0251 – 83-56361 oder darmzentrum(at)­ukmuenster(dot)­de.

Zum neuen Krebsfrüherkennungs- und -registergesetz

Das neue Gesetz zur Weiterentwicklung der Krebsfrüherkennung und zur Qualitätssicherung durch klinische Krebsregister hat am 1. März 2013 den Bundesrat passiert. Wesentliches Merkmal soll die regelmäßige Einladung der Versicherten zu Vorsorgeuntersuchungen sein. Ausgerichtet ist das Programm auf drei Krebsarten, bei denen man sicher weiß, dass der Nutzen einer Untersuchung ein mögliches Risiko deutlich übersteigt: Brust-, Darm- und Gebärmutterhalskrebs.

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