Pressemeldungen Archiv 2013

29.04.13ukm/mdr

EMAH-Zentrum Münster feiert fünfjähriges Bestehen

2008 eröffnete am UKM die bundesweit erste eigenständige Klinik für Erwachsene mit angeborenen und erworbenen Herzfehlern / Stetig steigende Patientenzahl / Zentrum hat sich überregional etabliert

Vor fünf Jahren fiel der Startschuss für das EMAH-Zentrum am UKM (v.l.n.r.): Prof. Norbert Roeder, Karla Völlm und Prof. Helmut Baumgartner eröffneten gemeinsam die bundesweit erste selbstständige Klinik für Patienten mit angeborenen und erworbenen Herzfehlern.

Rund 300.000 Menschen leben in Deutschland mit einem angeborenen Herzfehler. Und jedes Jahr kommen 6.000 Babies dazu. Sie alle benötigen eine hochspezialisierte medizinische Versorgung – wie im EMAH-Zentrum am UKM (Universitätsklinikum Münster). Im Mai 2008 wurde die Einrichtung mit der bundesweit ersten selbstständigen Klinik für angeborene (EMAH) und erworbene Herzfehler gegründet, die neben den erwachsenen Patienten mit angeborenen Herzfehlern auch solche mit Herzklappenfehlern und anderen strukturellen Herzerkrankungen behandelt. „Wir haben damals eine Vorreiterrolle eingenommen und damit den richtigen Schritt getan“, sagt Prof. Dr. Norbert Roeder, Ärztlicher Leiter und Vorstandsvorsitzender des UKM.

Seit der Eröffnung hat sich die Zahl der ambulanten Fälle von rund 1000 auf heute über 4000 Kontakte pro Jahr gesteigert. Im stationären Bereich hat sich die Zahl von knapp 300 Patienten auf über 800 fast verdreifacht. „Das ist eine große Bestätigung unserer Arbeit und Beweis, wie sich das Zentrum über die Grenzen der Region hinaus etabliert hat“, freut sich Klinikdirektor Prof. Dr. Helmut Baumgartner. Sein Team von rund 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern arbeitet eng mit anderen Spezialdisziplinen zusammen. Mit der Klinik für Kardiologie und den Abteilungen für Rhythmologie und Angiologie sowie dem Institut für Herzgenetik ist die Herzfehlerklinik in das Department für Kardiologie und Angiologie integriert. Darüber hinaus stellen im interdisziplinären EMAH-Zentrum die Abteilungen für Pädiatrische Kardiologie, Kinderherzchirugie und Rhythmologie, die Kliniken für Herzchirurgie, Anästhesie, Frauenheilkunde und Geburtshilfe sowie die Institute für klinische Radiologie und Humangenetik unverzichtbare Partner dar.

„Unser Ziel ist es, der stetig steigenden Zahl an erwachsenen Patienten mit Herzfehlern zu helfen, trotz ihrer Erkrankung ein Maximum an Lebensqualität zu erlangen“, sagt Baumgartner. Denn dank der medizinischen Fortschritte insbesondere der Kinderherzchirurgie und Kinderkardiologie erreichen heute 90 Prozent der Patienten mit angeborenem Herzfehler das Erwachsenenalter und benötigen eine spezialisierte Betreuung. Neben der direkten Kontrolle und Behandlung des Herzfehlers stehen dabei auch Themen wie Familienplanung und sportliche Betätigung der Betroffenen im Fokus. Um diese Ziele zu erreichen, ist die Klinik auch national und international mit anderen EMAH-Zentren gut vernetzt. „Wir sehen es auch als unsere Aufgabe an, möglichst viele Kolleginnen und Kollegen in diesem neuen Spezialgebiet der Kardiologie weiterzubilden und den Wissensstand durch hochwertige Forschung zu erweitern“, so Baumgartner. Im Jahr 2011 wurde dem UKM neben lediglich zwei weiteren Kliniken in München und Berlin erstmals das Zertifikat „Überregionales EMAH-Zentrum” zugesprochen.

Möglich geworden ist all dies durch Karla Völlm, selbst Mutter einer erwachsenen Tochter mit angeborenem Herzfehler: Sie war die treibende Kraft bei der Realisierung des Münsterschen EMAH-Zentrums. Als Gründerin und Vorsitzende der Fördergemeinschaft, die mittlerweile zur EMAH-Stiftung Karla Völlm weiterentwickelt wurde, konnte sie damals zahlreiche Förderer für die Gründung des Kompetenzzentrums gewinnen. Mit rund fünf Millionen Euro, unter anderem zwei Stiftungs-professuren, Geräten und der Robert-Bosch-Stiftung als Partner hat die heute 69-Jährige erheblichen Anteil an dem Prestigeprojekt. „Das war ein Meilenstein in diesem noch jungen und wenig erforschten Feld", sagt Völlm mit Stolz, die in diesem Jahr nicht nur auf fünf Jahre EMAH-Zentrum, sondern auch auf zehn Jahre Fördergemeinschaft zurückblicken kann.

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