Pressemeldungen Archiv 2013

10.05.13ukm/jb

Schaufenster-Krankheit: UKM-Experten nutzen erstmalig Medikamentenballon

Neue Behandlungsmethode bei der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit

Ein solcher medikamentenbeschichteter Ballon-Katheter wurde am UKM nun erstmals erfolgreich eingesetzt.

Die UKM-Experten Dr. Mattias Meyborg, Dr. Nasser Malyar und Prof. Dr. Holger Reinecke vom UKM gemeinsam mit Vertretern der Herstellerfirma vor dem Eingriff.

Münster (ukm/jb). Experten der Abteilung für Angiologie im Department für Kardiologie und Angiologie am UKM (Universitätsklinikum Münster) haben zur Behandlung der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit weltweit zum ersten Mal einen neuen Typ eines medikamentenbeschichteten Ballon-Katheter bei einem Patienten mit Unterschenkelarterienverschluss erfolgreich eingesetzt. „Der Ballon weitet das verengte Gefäß auf. Das auf dem Ballon aufgetragene Medikament  verhindert, dass sich das Gefäß erneut verengt. Mit dieser neuen Therapie-Variante können wir den Nutzen der bisherigen Behandlungsmöglichkeiten in einem schonenden Verfahren zusammenfassen“, erläutert Prof. Dr. Holger Reinecke, Leiter der Angiologie am UKM, die Vorteile des medikamentenbeschichteten Ballon-Katheters. Am UKM soll es vor allem für die Behandlung von Gefäß-Verschlüssen genutzt werden, bei denen der Fuß oder Unterschenkel amputationsgefährdet sind.

Medikamentenbeschichtete Ballons gibt es zwar schon etwas länger, der neue Ballon ist aber mit einer neuartigen Medikamentenformel und einer Spezialbeschichtung versehen, die es erlauben, eine besondere Wirksamkeit zu erzielen. „Dies ist ein weiteres Beispiel dafür, dass wir unseren Patienten neue und bewährte Therapien am UKM besonders schnell zugänglich machen können“, so Reinecke.

Bei der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit sind Arterien in den Beinen verengt. Da die Betroffenen auf Grund der Schmerzen beim Gehen immer wieder Pausen einlegen müssen, wird die Erkrankung im Volksmund auch „Schaufenster-Krankheit“ genannt. Die Aufdehnung der Gefäße erfolgt in der Regel durch einen Ballon-Katheter oder eine Gefäßstütze, einen so genannten Stent. Stents sind winzige Gitterröhrchen aus Metall, die das Gefäß von innen stützen und so vermeiden sollen, dass sich das Gefäß nach der Aufweitung erneut verschließt. Es gibt zudem eine Sonderform der Stents, die mit einem Medikament besetzt ist. „Bei der Stent-Therapie stellen wir jedoch häufig fest, dass das Gefäß wieder zuwächst. Der beschichtete Ballon-Katheter bringt hier einige Vorteile“, so UKM-Experte Prof.  Reinecke. Beim neuen Verfahren bleibt kein Fremdkörper in der Arterie zurück, an dem sich ein Blutgerinnsel bilden könnte.

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