Pressemeldungen Archiv 2013

08.08.13ukm/mdr

UKM führt neues Verfahren zur Behandlung einer vergrößerten Prostata ein

Laser-Gerät ersetzt bisherige Op-Methode / Kein Bauchschnitt mehr notwendig / Weniger Risiken und kürzere Liegezeiten

Heinrich Tebrügge (l.) lässt sich im Abschlussgespräch noch einmal genau den Eingriff mit der neuen, feinen Laserfaser (im Vordergrund) von Prof. Dr. Edwin Herrmann und Dr. Armin Secker (r.) erklären.

Eine dünne Faser, die großes bewirkt: Heinrich Tebrügge staunt, als er sieht, mit welch feinem Laserstrahl seine vergrößerte Prostata operiert wurde. Bei dem 71-Jährigen wurde am UKM (Universitätsklinikum Münster) erstmals ein neues Lasergerät eingesetzt, das mit chirurgisch optimierter Laserwellenlänge von 1,9 Mikrometern eine minimal-invasive Operation bei gutartiger Prostatavergrößerung möglich macht. „Bei dem Eingriff ist kein Bauchschnitt mehr nötig. Wir können mit dem Laser wesentlich blutärmer arbeiten und damit auch das Risiko von Komplikationen verringern“, erklärt Prof. Dr. Edwin Herrmann, Leitender Oberarzt der Klinik für Urologie. Das UKM setzt diesen feinen Laser nach Ulm erst als zweites Universitätsklinikum in Deutschland ein.

Mit zunehmenden Alter wächst die Prostata; zu Problemen kommt es etwa bei jedem dritten bis vierten Mann über 50 Jahre. „Die Harnröhre wird durch die Prostata eingeengt und es entstehen Beschwerden beim Wasserlassen“, weiß Funktionsoberarzt Dr. Armin Secker. „Wir sprechen dann von einer gutartigen Prostatavergrößerung. Diese muss behandelt werden.“ Bei dem bisher etablierten Verfahren wird mit einer Elektroschlinge Schnitt für Schnitt das Gewebe abgetragen. Sieben bis zehn Tage muss ein Patient nach einem operativen Eingriff mit Bauchschnitt stationär im Krankenhaus verbleiben. Mit dem neuen Laser reduziert sich diese Zeit erheblich: Nach zwei bis drei Tage kann ein Patient entlassen werden. Einschränkungen, für wen die Operationsmethode möglich ist, gibt es kaum. Im Gegenteil. „Das Verfahren ist auch für Patienten geeignet, die blutverdünnende Mittel nehmen und diese nicht absetzen können“, sagt Herrmann. Zudem ist das Risiko, dass es zu Veränderungen bei den Blutsalzen kommt, ausgeschlossen, da keine besondere Harnblasenspülung während der Operation mehr nötig ist.

Heinrich Tebrügge verlässt das UKM nach drei Nächten. „Ich bin erstaunt, wie fit ich bin“, freut sich der Rentner. „Es funktioniert alles und ich bin sehr zufrieden.“ Die einzige Auflage, die er von den Ärzten erhalten hat: drei bis vier Wochen kein Fahrradfahren.

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