Pressemeldungen Archiv 2013

13.09.13ukm/mdr

Woche der Wiederbelebung in Münster: Zahlreiche Aktionen und ein Weltrekordversuch

Hemmschwelle für Laienreanimation soll gesenkt werden / 13.000 Schüler werden für Rekord erwartet / Zusätzlich über 50 Schulungen in Altenheimen, Sportvereinen und Unternehmen

Ein starkes Team für die Aktion „Ein Leben retten“ in Münster (v.l.n.r.): Dr. Andreas Bohn vom Rettungsdienst der Stadt Münster, Prof. Dr. Hugo Van Aken und Dr. Peter Brinkrolf von der Klinik für Anästhesiologie, operative Intensivmedizin und Schmerztherapie des UKM.

Dank zahlreicher Unterstützer und Sponsoren können in Münster viele Aktionen in der Woche der Wiederbelebung realisiert werden (v.l.n.r.): Dr. Uwe Koch (Sparkasse Münsterland-Ost), Barbara Altrogge (Bäcker-Gilde Münster), Dr. Andreas Bohn (Rettungsdienst Stadt Münster), Julia Kroker (BASF), Georg Krimphove (Bäcker-Gilde Münster), Prof. Dr. Hugo Van Aken (UKM), Stephan Voß (Heiden & Dömer), Dr. Peter Brinkrolf (UKM) und Hans-Joachim Heiden (Heiden & Dömer).

Bei der bundesweiten Woche der Wiederbelebung (13. bis 22.09.2013) spielt die Stadt Münster eine Hauptrolle: Unterstützt von Prof. Dr. Hugo Van Aken und seinem Team der Klinik für Anästhesiologie, operative Intensivmedizin und Schmerztherapie des UKM (Universitätsklinikum Münster) wird es am Dienstag, 17. September, einen Weltrekordversuch geben. Das Ziel ist es, mehr als 10.000 Schüler auf dem Schlossplatz zu versammeln und darin zu schulen, wie bei einem plötzlichen Herzstillstand die Herzdruckmassage durchgeführt werden sollte. Der aktuelle Guinness-Weltrekord aus Singapur liegt bei 7909 Personen. „Wir haben 13.000 Anmeldungen und es hätten noch mehr sein können. Wir mussten die Anmeldung aus Kapazitätsgründen stoppen“, sagt Van Aken, der auf dem Schlossplatz neben Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr auch Oberbürgermeister Markus Lewe und Prof. Dr. Ursula Nelles, Rektorin der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster, begrüßen wird. Das Ziel der Aktion ist, die Hemmschwelle in der Bevölkerung zu reduzieren und die Wiederbelebungsrate zu steigern.

Initiiert wurde die Woche der Wiederbelebung mit der Kampagne „Ein Leben retten – 100 Pro Reanimation" von der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin und dem Berufsverband Deutscher Anästhesisten. Denn in Deutschland reagieren nur rund 17 Prozent der Bundesbürger im Ernstfall korrekt und beginnen mit Wiederbelebungsmaßnahmen. Um die Hemmschwelle zu verringern, wurden diese nun stark vereinfacht. Nach dem Motto „Prüfen. Rufen. Drücken“ kann mit nur wenigen Schritten ein Herzstillstand festgestellt, der Notruf gewählt und die Herzdruckmassage begonnen werden. Den Effekt rechnet Van Aken vor: „Durch diese Laienreanimation steigt die Überlebensrate von zehn auf 18 Prozent. Bei rund 70.000 erfolglosen Reanimationen pro Jahr würden 5600 Menschen damit gerettet.“

Nach dem Prinzip „Prüfen. Rufen. Drücken.“ wird auch am Dienstag verfahren, wenn per Videoleinwand und mit Hilfe von über 500 Tutoren das Schülertraining an 13.000 zur Verfügung stehenden Reanimationspuppen „MiniAnne“ stattfindet. Die Zielgruppe ist übrigens bewusst ausgewählt worden: Im Rahmen des Projekts „Schüler werden Lebensretter“, bei dem mehr als 430 Schüler am Münsterschen Gymnasium Paulinum und am Aachener Pius-Gymnasium eine theoretische sowie praktische Ausbildung der Wiederbelebung erhielten, konnte wissenschaftlich belegt werden, dass bereits Kinder ab zwölf Jahren Laienreanimation erfolgreich durchführen können. Aufgrund der Ergebnisse dieser Studie beabsichtigt das Ministerium für Schule und Weiterbildung NRW als erstes Bundesland die Basismaßnahmen zur Wiederbelebung in einen Erlass aufzunehmen.

Der Weltrekordversuch in Münster ist der Höhepunkt einer ganzen Reihe von bundesweiten Veranstaltungen, die ausschließlich durch Spenden finanziert werden. „Wir führen hier in Münster über 50 kostenlose Schulungen zur Herzdruckmassage in Altenheimen, Sportvereinen und Unternehmen durch“, sagt Dr. Peter Brinkrolf als Projektkoordinator stellvertretend für eine Vielzahl an UKM-Mitarbeitern und Sponsoren, die die Aktion unterstützen. Auch öffentliche Schulungen für interessierte Bürger wird es am 16. und 18. September im Stadthaus und am 19. und 21. September am Universitätsklinikum geben. Abgerundet wird die Woche von zahlreichen weiteren Aktionen wie Plakatwerbung, Kino- TV-Spots mit Comedian Kaya Yanar und einem Empfang von Lebensrettern und reanimierten Bürgern durch OB Lewe.

Weitere Informationen und Termine finden Sie unter  www.einlebenretten.de.

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