Pressemeldungen Archiv 2014

22.09.14ukm/mdr

Patientenveranstaltung zu neuen Therapieoptionen bei Lebererkrankung

Experten aus Münster und den USA informieren am Samstag (27.09.) am UKM über Transthyretin-assoziierte Amyloidose

Prof. Dr. Hartmut Schmidt

Auf Initiative des UKM (Universitätsklinikum Müns-ter) findet am Samstag, 27.09.2014, ein Treffen für Patienten mit Amyloidose statt, einer Erkrankung, bei der sich körpereigene, aber veränderte Eiweiße kontinuierlich im gesamten Körper absetzen und auf Dauer die Organe schädigen. Schwerpunkt wird die seltene Transthyretin-assoziierte Amyloidose sein, bei der die Ablagerung der Eiweiße u.a. zu Herzversagen führen kann. Etwa 350 Menschen in Deutschland sind davon betroffen. Im Rahmen der Patientenveranstaltung werden von 11 bis 16 Uhr Experten aus Münster und den USA unter Leitung von Prof. Dr. Hartmut Schmidt, Direktor der Klinik für Transplantationsmedizin am UKM, einen Überblick über neue Therapiemöglichkeiten und aktuelle Studien geben. Auch Patienten, die an diesen Studien teilnehmen, berichten über erste Erfahrungen.

Am UKM werden derzeit bei der Behandlung von Transthyretin-assoziierter Amyloidose neue Präparate eingesetzt, die gezielt die Herstellung der krank-heitsverursachenden Eiweiße in der Leber hemmen. Nach vorläufigen Ergebnissen stoppen sie die Produktion um bis zu 80, teils über 90 Prozent. „Die Herausforderung ist, dass die Medikamente gezielt von der Leber aufgenommen und gleichzeitig Nebenwirkungen für andere Organe ausgeschlossen werden können“, so Leberexperte Schmidt, der seit 1995 an dem Thema arbeitet und mit seinem Team zur Zeit 45 Patienten in Münster betreut.

Bei Transthyretin-assoziierter Amyloidose kann es nach ersten Gefühlsstörungen und Taubheit der Hände, Arme und Beine durch den Befall der Nerven des Herzens, Magen-Darmtraktes und anderer Organe zu weiteren schweren Schädigungen kommen, die in der Regel zehn bis zwölf Jahre nach Diagnosestellung tödlich enden. Auf lange Sicht haben die Erkrankten nur durch eine Lebertransplantation eine Überlebenschance. „Wenn wir mit diesen neuen Medikamenten die bisherigen Erkenntnisse langfristig bestätigen können, kann zum Zeitpunkt der Diagnosestellung ein weiteres Fortschreiten der Erkrankung gestoppt werden. Dieses bedeutet auch, dass zukünftig die Lebertransplantation keine Rolle mehr in der Behandlungsstrategie spielen dürfte“, sagt Schmidt.

Info:
Samstag, 27.09.2014, von 11:00-16:00 Uhr
Universitätsklinikum Münster – Gebäude Chirurgie – Seminarraum, 4. Etage
Waldeyerstr. 1, 48149 Münster
Anmeldung/Rückfragen: Tel. 0251-83-57935

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