Klinik für Kinder- und Jugendmedizin - Allgemeine Pädiatrie

Zentrum für klinische und außerklinische Beatmung

Im Zentrum für klinische und außerklinische Beatmung können alle Formen von Atemstörungen diagnostiziert und behandelt werden. Dazu gehören Störungen der Atemregulation (z. Bsp. nach schweren Hirnschäden oder das sog. Undine-Syndrom uvm.), Störungen der Atemmuskelkraft bei neuromuskulären Erkrankungen ( z. Bsp. Duchenne Muskeldystrophe, Spinale Muskelatrophie), Störungen im Bereich der oberen Atemwege (obstruktives Schlafapnoesyndrom, Schnarchen…) oder das Atemversagen bei schweren chronischen Lungenerkrankungen.

Kinder und Jugendliche mit Störungen der Atmung haben oft komplexe Probleme, die einer guten interdisziplinären Zusammenarbeit bedürfen. Die erfahrenen Ärzte und speziell geschulten Mitarbeiter der Pflege in der Komplexambulanz sind primäre Ansprechpartner und koordinieren wenn notwendig, die Mitarbeit anderer spezialisierter Abteilungen der Kinderklinik. Durch die enge Vernetzung mit anderen Abteilungen des Universitätsklinikums können wir auch komplexe Erkrankungen und Komplikationen an einem Ort behandeln und greifen dabei auf die Expertise von Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Orthopädie, Neuropädiatrie, Gastroenterologie, Urologie, Kardiologie usw. zurück.

Zur Diagnostik einer Atemstörung stehen Schlaflaborplätze für große und kleine Schlaflaboruntersuchungen (Polysomnographie, Polygraphie) zur Verfügung. Des Weiteren können alle Krankheiten die zu einer Atemstörung führen mithilfe eines breiten Spektrums von Untersuchungsmöglichkeiten diagnostiziert werden. 

Die Therapie der Atemstörung erfolgt auf einer speziell auf die Bedürfnisse dieser Kinder ausgerichteten Intensiv-Überwachungsstation (Intermediate-intensive-care-unit, Station 18A West). Wir bieten Schulungen der Eltern und ggf. des häuslichen Pflegepersonals in Bezug auf die verwendeten Atemhilfsgeräte an. Wir bedienen uns umfassender therapeutischer Möglichkeiten, dazu gehören z. Bsp. die Sauerstofftherapie, CPAP-Therapie, nicht-invasive Beatmung, Beatmung über ein Tracheostoma (Luftröhrenschnitt), Entwöhnung von Beatmungstherapien, Entwöhnung von der Trachealkanüle, Therapie mit Geräten zur Verbesserung des Abhustens (Cough-assist), spezialisierte Physiotherapie und Inhalationstherapie.

Bei Kindern und Jugendlichen, die eine Langzeitbeatmung benötigen, erfolgt eine kontinuierliche Betreuung in Spezialambulanzen (z. Bsp. Trachealkanülensprechstunde, Ambulanz für außerklinische Maskenbeatmung).

In die ganzheitliche Betreuung werden je nach Bedarf auch Psychologen und Sozialpädagogen eingebunden. Wir kümmern uns auch um entsprechend kompetente Krankenpflegedienste, Anschlussheilbehandlungen, Kurmaßnahmen, Lang- oder kurzzeitpflegemaßnahmen usw.  

 
 
 
 
 
 
   
 

Die Lunge im Fokus.

Das Team unserer Pädiatrischen Pneumologie stellt sich Ihnen gern vor.