Pressemeldungen Archiv 2015

05.01.15ukm/vj

Medizinische Hilfe für Kinder in Eritrea

Verein ArcheMed rettet Kinderleben / UKM-Mitarbeiter seit Jahren vor Ort engagiert / Ausbildung der Ärzte im Land wichtiges Ziel

Bild 1: Prof. Dr. Uta Dirksen, Oberärztin in der Klinik für Kinder- und Jugend-medizin - Pädiatrische Hämatologie und Onkologie am UKM, untersucht einen kleinen Jungen in Eritrea.

Bild 2: Prof. Dr. Uta Dirksen, Oberärztin in der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin - Pädiatrische Hämatologie und Onkologie am UKM, im OP in Eritrea.

Eritrea gehört zu den ärmsten Ländern der Erde. Das gilt auch für die medizinische Versorgung. Besonders Kinder sind betroffen, da es nicht nur an Ausstattung, Hygienemaßnahmen und Medikamenten mangelt, sondern auch an Fachkenntnis. Unterstützung leistet seit Jahren der Verein ArcheMed - Ärzte für Kinder in Not e.V. und mit ihm zahlreiche Mitarbeiter des UKM (Universitätsklinikum Münster).

Eine von ihnen ist Prof. Dr. Uta Dirksen, Oberärztin in der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin - Pädiatrische Hämatologie und Onkologie am UKM. Für ihre Arbeit in Münster stehen ihr nicht nur modernste Diagnosemöglichkeiten und Medikamente zur Verfügung, sondern sie steht auch in fachlichem Austausch mit Kollegen in aller Welt. Ein großer Kontrast zu Eritrea: „Den meisten Ärzten und Dozenten im Land ist es nicht erlaubt, internationale Fortbildungsveranstaltungen zu besuchen“, sagt Dirksen. „Eine Hilfe zur Ausbildung kann in Eritrea nur von außen und im Land selbst stattfinden.“ Gemeinsam mit deutschen und niederländischen Kollegen hat sie deshalb ein Ausbildungsprogramm für angehende Kinderärzte in Eritrea entwickelt: „Ziel ist es, eine gut strukturierte Ausbildung anzubieten, die sowohl theoretische Inhalte vermittelt als auch praktische Anleitungen gibt.“ Neben der Lehre behandelt sie selbst Patienten in Eritrea und baut die onkologische Versorgung auf.

Auch Dr. Nardos Hölscher war schon mehrfach mit ArcheMed in Eritrea. Die Apothekerin, die am UKM arbeitet, ist zwar in dem afrikanischen Land geboren, aber in Äthiopien und Deutschland aufgewachsen. „Es macht mich traurig zu sehen, wie arm die Menschen sind und was ihnen alles fehlt“, beschreibt sie ihre Eindrücke. Spezielle Medikamente für Kinder gibt es in Eritrea nicht. „Doch Kinder sind keine kleinen Erwachsenen“, erklärt Hölscher, „sie benötigen die Wirkstoffe in einer exakt auf ihre Entwicklung angepassten Dosierung.“ Um dies zu gewährleisten, beschaffte sie zwei Kapselmaschinen und schulte die Apotheker vor Ort, damit aus Medikamenten für Erwachsene exakte Dosierungen für Kinder herzustellen.

Auch andere Mitarbeiter des UKM, zum Beispiel aus der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin - Pädiatrische Kardiologie, fahren seit Jahren regelmäßig nach Eritrea, um dort zu helfen. „Wir haben in den letzten Jahren viel für die Kinder in diesem Land erreicht und hoffen, dass wir auch in Zukunft dazu beitragen können, die Versorgung der kleinen Patienten in Eritrea zu verbessern“, sind sich Hölscher und Dirksen einig.

Weitere Informationen und Spendenmöglichkeiten unter www.archemed.org.

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