Pressemeldungen Archiv 2015

16.01.15ukm/vj

Tabuthema Harninkontinenz: Überblick über aktuelle Therapien

Patientenveranstaltung am 23.01. über aktuelle Therapien bei Mann und Frau / Viele Möglichkeiten für ein beschwerdefreies Leben

Harninkontinenz bei Mann und Frau: Dr. Armin Secker (l.) und Dr. Fabian Queißert informieren gemeinsam mit Experten der Gynäkologie und Urotherapie bei der Patientenveranstaltung des UKM.

Ständiger Harndrang, die permanente Suche nach einer Toilette oder der unfreiwillige Verlust von Urin – viele Menschen kennen dieses Problem: Deutschlandweit leiden etwa sechs Millionen Menschen unter Harn­inkontinenz. Betroffen sind vor allem Frauen über 50 Jahre, aber auch jüngere Frauen, zum Beispiel nach einer Entbindung, und manche Männer können den Urin nicht immer halten. Die Lebensqualität der Betroffenen ist oft stark beeinträchtigt – viele isolieren sich sozial und nehmen die Beschwerden hin. Dass das nicht sein muss, erfahren Interessierte am Freitag, dem 23.01.2015, um 17.30 Uhr im Großen Konferenzraum auf der Ebene 05 (Ost) im UKM (Universitätsklinikum Münster). Die Urologen Dr. Armin Secker und Dr. Fabian Queißert, der Gynäkologe Dr. Felix Strube sowie die Urotherapeutin Sabine Irmler informieren über aktuelle Therapiemöglichkeiten von Harninkontinenz bei Mann und Frau.

„Etwa neun von zehn Patienten mit einer Harninkontinenz kann heute geholfen werden“, sagt Dr. Fabian Queißert, „durch neue Therapieverfahren können wir den Betroffenen einen Großteil ihrer Lebensqualität zurückgeben.“ Besonders konservative Maßnahmen wie Physio- und Verhaltenstherapie, Biofeedback oder Elektrostimulation werden dabei eingesetzt. Aber auch spezielle Medikamente können helfen. Über 50 Prozent der Patienten werden auf diese Weise beschwerdefrei, die Übrigen können unter Umständen mit einem chirurgischen Eingriff erfolgreich behandelt werden. „Die meisten Operationen führen wir inzwischen minimalinvasiv, also über einen kleinen Schnitt, durch. Die Möglichkeiten reichen vom Einsetzen eines Bands unterhalb der Harnröhre über einen Blasenschrittmacher bis hin zu einem künstlichen Schließmuskel, der von außen mittels einer unsichtbaren Mechanik bedient werden kann“, erklärt Dr. Armin Secker. Sofern der Patient in einem guten körperlichen und geistigen Zustand ist, können alle Maßnahmen in jedem Alter eingesetzt werden. „Viele Menschen glauben, dass es ab einem gewissen Alter normal ist, inkontinent zu sein. Das muss aber nicht sein. Wir möchten zeigen, dass ein Leben ohne unfreiwilligen Urinverlust auch ohne größere Eingriffe möglich ist“, sagt Secker.

Im Anschluss an die kostenlose Veranstaltung stehen die Experten für Fragen zur Verfügung. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

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