Pressemeldungen Archiv 2015

19.10.15ukm/ks

Qualität bestätigt: Kontinenz- und Beckenbodenzentrum am UKM erneut zertifiziert

Am UKM kein Tabuthema: Junges interdisziplinäres Team behandelt Patienten mit Funktionsstörungen der Ausscheidung und des Beckenbodens

Besiegelte Qualität: Als einziges Zentrum in Münster ist das Kontinenz- und Beckenbodenzentrum am UKM (Universitätsklinikum Münster) erneut durch die Deutsche Kontinenzgesellschaft zertifiziert worden. (V.l.) Chirurg und Koloproktologe PD Dr. Rudolf Mennigen, Gynäkologe Dr. Felix Strube sowie die Urologen Dr. Fabian Queißert und Prof. Dr. Edwin Herrmann.

Als einziges Zentrum in Münster ist das Kontinenz- und Beckenbodenzentrum des UKM (Universitätsklinikum Münster) erneut durch die Deutsche Kontinenzgesellschaft (http://www.kontinenz-gesellschaft.de/) zertifiziert worden. Die Prüfer hoben vor allem die gute Zusammenarbeit der einzelnen Abteilungen hervor. Das junge Team – bestehend aus Ärzten und Therapeuten der Kliniken für Urologie, Gynäkologie, Allgemein- und Viszeralchirurgie, Neurologie und Gastroenterologie am UKM – untersucht und behandelt gemeinsam Patienten mit unterschiedlichsten Funktionsstörungen der Ausscheidung und des Beckenbodens. „Es freut uns besonders, dass gerade unsere intensive Zusammenarbeit gewürdigt wird“, so der Koordinator des Zentrums, Dr. Fabian Queißert: „ Denn neben der gemeinsamen Behandlung liegt unser Schwerpunkt auch in der gemeinsamen Aufklärungsarbeit. Unser Fachgebiet ist bei vielen Patienten mit einem Tabu belegt. Bei den Betroffenen muss der Leidensdruck erst extrem ansteigen, damit sie den Weg zu uns finden und sich helfen lassen. Wir wollen das gerne ändern.“ Unter anderem organisieren die Experten Informationsveranstaltungen, wie den Münsteraner Kontinenztag, bei dem zuletzt neueste Diagnostiken und Therapieverfahren vorgestellt wurden.

In 90 Prozent der Fälle kann laut Dr. Queißert geholfen werden, ohne dass eine Operation notwendig ist. Jeder zehnte Deutsche leidet an einer Inkontinenz. 60 Prozent davon gehen mit ihrem Problem nicht zum Arzt. Als Hauptgrund wird in einer aktuellen Umfrage der Deutschen Kontinenzgesellschaft die Scham der Patienten genannt.

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