Pressemeldungen Archiv 2015

28.10.15Stiftung Dt. Schlaganfall-Hilfe

Neues Ultraschallgerät für Kinder

Schlaganfall betroffene Kinder können jetzt noch besser in Uniklinik Münster behandelt werden – dank einer Spendenaktion des Westfalen-Blatts mit der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe.

Kim hatte sichtlich viel Spaß an der Untersuchung von Dr. Ronald Sträter, gemeinsam mit ihren Eltern Andrea und Stephan Lührsen und Stiftungspräsidentin Liz Mohn. (Foto: Kai-Uwe Oesterhellweg)

Liz Mohn, Präsidentin der Stiftung, übergab das rund 70.000 Euro teure Ultraschall-Gerät jetzt offiziell an Dr. Ronald Sträter. Der Experte für den kindlichen Schlaganfall und sein Team der Münsteraner Kinderambulanz haben bereits über 1.000 Kinder nach Schlaganfall behandelt. „Das neue Gerät ist ein Segen für unsere Arbeit“, bedankte sich Sträter. Allein durch die deutlich verbesserte Bildqualität sei es ein Quantensprung gegenüber den früheren Möglichkeiten. Und das System muss nicht mehr langwierig „hochgefahren“ werden, sondern ist innerhalb von 10 Sekunden betriebsbereit. „Das spart wichtige Zeit!“

Sträter führte das System bei der zehnjährigen Kim aus Friedeburg (Ostfriesland) vor, die sichtlich Spaß an der Untersuchung hatte. „Ultraschall ist eine schonende Untersuchung, sie tut den Kindern nicht weh“, erklärte der Kinderarzt. Kim erlitt einen vorgeburtlichen Schlaganfall und ist seither schwer behindert. Doch mit unbekümmertem Lebensmut und der großen Unterstützung ihrer Eltern hat sie sich enorm entwickelt, entgegen den ersten Vorhersagen der Ärzte. Kims Eltern hatten sich auf den langen Weg nach Münster gemacht, um vom Experten Sträter eine Zweitmeinung zu bekommen und weitere Schritte der Rehabilitation zu besprechen.

Tief beeindruckt von Kim und der Arbeit Dr. Sträters zeigten sich auch Ulrich Windolph, Redaktionsleiter des Bielefelder Westfalen-Blatts, und Chefreporter Christian Althoff. Die Tageszeitung hatte Ende 2014 die Aktion Kinder Schlaganfall-Hilfe zur Begünstigten ihrer Weihnachtsspenden-Aktion  „Leser zeigen Herz“ gemacht. In zahlreichen Artikeln portraitierte Althoff das Schicksal betroffener Familien und stellte die Arbeit von Dr. Sträter dar. Die Spendenaktion ergab einen Gesamterlös von 76.390 Euro. Neben der Finanzierung des neuen Gerätes fließt der Überschuss in die Finanzierung einer Arztstelle in der Kinder-Ambulanz.

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