Pressemeldungen Archiv 2016

29.04.16ukm/cf

Patient Blood Management: Erster Platz für Patientensicherheit am UKM

Deutscher Preis für Patientensicherheit verliehen / UKM Projekt in Kooperation mit Universitätskliniken Frankfurt, Kiel und Bonn

Priv.-Doz. Dr. Andrea Steinbicker, UKM, und Prof. Dr. Patrick Meybohm, Uniklinik Frankfurt, freuen sich über die Auszeichnung, die sie stellvertre-tend für die vier beteiligten Kliniken entgegen nahmen.

Besondere Auszeichnung für die Patientensicherheit am UKM (Universitätsklinikum Münster): Für die Umsetzung des Projektes Patient Blood Management wurde das UKM zusammen mit den Universitätskliniken Frankfurt, Bonn und Kiel im April mit dem ersten Platz des Deutschen Preises für Patientensicherheit in Berlin geehrt. Die Auszeichnung wird von dem Aktionsbündnis Patientensicherheit e.V. verliehen.

In Deutschland werden ca. 15 Millionen Patienten jährlich operiert. Vor diesem Hintergrund und der aktuellen demographischen Entwicklung zeichnen sich erhebliche Engpässe bei der Versorgung von Patientinnen und Patienten mit Blutkonserven ab. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) fordert daher bereits seit 2011 die Einführung von Lösungsansätzen, die Alternativen zur Bluttransfusion bieten. Das sogenannte Patient Blood Management (PBM) ist ein Pilotprojekt der vier deutschen Universitätskliniken Frankfurt, Bonn, Kiel und Münster, das dieser Problematik entgegenwirken soll. Es handelt sich dabei um ein klinisches Maßnahmenbündel zur Reduktion von Blutarmut und Blutverlust, das mittlerweile an rund 60 Krankenhäusern in ganz Deutschland eingesetzt wird. 

Patient Blood Management verfolgt das Ziel, auf den adäquaten Einsatz von Fremdblutprodukten zu achten, um die Versorgung der Patienten vor, während und kurz nach einer Operation zu verbessern. Am UKM wird das PBM von Priv.-Doz. Dr. Andrea Steinbicker, Klinik für Anästhesiologie, operative Intensivmedizin und Schmerztherapie, in Kooperation mit Priv.-Doz. Dr. Georg Geißler, Leiter des Instituts für Transfusionsmedizin und Transplantationsimmunologie, und Prof. Dr. Dr. h. c. Hugo Van Aken, Direktor der Klinik für Anästhesiologie, operative Intensivmedizin und Schmerztherapie, koordiniert.

„Beispielsweise erhöhen wir bei einer Blutarmut den Eisengehalt des Patienten, welches er für die Bildung von Blut benötigt“, erklärt Steinbicker. Die körpereigenen Ressourcen werden somit geschont und Fremdblut wird nach den neuesten wissenschaftlichen Standards ergänzend eingesetzt. „Dabei verfolgen wir den Grundsatz: So viel fremdes Blut wie nötig, so wenig wie möglich.“ Letztendlich kann somit ein sorgsamerer Umgang mit der Ressource Blut ermöglicht werden. Seit 2014 wird eine deutschlandweit einzigartige Anästhesie/PBM-Sprechstunde am UKM angeboten. Zusätzlich zu einem Gespräch mit dem Anästhesisten bei planbaren Eingriffen, erfolgt ein Screening auf Blutarmut und deren Therapie. Mehr als 1000 Patienten sind bereits in der Sprechstunde untersucht worden.

Weiter Informationen zu dem Projekt finden Sie auf der UKM-Seite des Patient Blood Managements.

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