Pressemeldungen Archiv 2016

26.05.16ukm/lk

Hinterm Horizont geht’s weiter: Brücken-Team begleitet Familien sterbenskranker Kinder

Maria Runtenberg hilft Patienten und ihren Familien am UKM in der psychosozialen Beratung im ambulanten häuslichen Umfeld. Ihr Einsatz ist essentiell – und doch von Spenden abhängig.

Bild 1: Prof. Dr. Dr. Otmar Schober (r.) und seine Frau Dr. Anna Schober (3.v.r.) freuen sich über den neuen Spender: Der Ambassador Club, vertreten durch Dr. Wolfgang Knackst

Bild 2: Maria Rautenberg (Bildmitte) verbringt auf Spiekeroog eine schöne, aber auch nachdenkliche Zeit mit einer betroffenen Familie.

Unter dem Motto „Hinterm Horizont geht’s weiter“ begleitet Maria Runtenberg (Diplom-Pädagogin, Supervisorin und Master Angewandte Ethik) Familien, in denen ein Kind oder Jugendlicher verstorben ist, auf Reisen ans Meer. Zeit für die Familie, Kontakt zu anderen Betroffenen, Erholung und Erinnerung finden hier Raum. Die Diplom-Pädagogin begleitet im Rahmen der spezialisierten ambulanten Pallitivversorgung (SAPV) am UKM (Universitätsklinikum Münster) Familien, deren Kinder lebensbegrenzend erkrankt sind.

Ein sehr wichtiger Teil ihrer Arbeit im sogenannten Brücken-Team am UKM ist der Besuch der Familien zu Hause. Sie erzählt: „Natürlich spreche ich auch die Themen Sterben, Tod und Trauerbewältigung an, jedoch liegt mein Fokus auf der Gestaltung des Lebensalltages. Jedes Hilfsangebot ist individuell und muss der Situation angepasst werden.“ Maria Runtenberg ist der Ansicht, dass Familienbegleitung in dieser belastenden Situation gelingen kann,  wenn auch die psychosoziale Perspektive abgedeckt ist. Gespräche mit dem betroffenen Patienten, den Eltern, den Großeltern sowie den Geschwistern zeigen den Unterstützungsbedarf eines Familiensystems. Den Familien werden verschiedene Hilfen aufgezeigt und ihre Entscheidungsfähigkeit wird gestärkt.

Auch die Nachsorge, also die Betreuung nach dem Versterben eines Kindes, zählt zu den Tätigkeiten der 53-Jährigen. Diese dauert mindestens ein Jahr an und je nach Bedarf werden Telefonate oder persönliche Gespräche geführt. Der Bedarf der Familien an Nachsorge nimmt zu. Durch Hobbies wie das Laufen, Malen und Singen schafft sich die engagierte Mitarbeiterin des Brücken-Teams einen Ausgleich zur Versorgung der sehr belasteten Familien.

Bereits 2012 übernahm sie die Stelle in der psychosozialen Beratung im Brücken-Team. Und doch muss jedes Jahr aufs Neue entschieden werden, ob sie weiter arbeiten kann, denn ihre Stelle ist von Spenden abhängig. Dank langjähriger Förderer wie der Schoberstiftung kommen regelmäßig zusätzliche Gönner mit ins Boot. Erst kürzlich wurde eine Spende in Höhe von 1.000 Euro des Ambassador Clubs Münster an das Brücken-Team des UKM überreicht. Insgesamt sichern Maria Rautenbergs Arbeitsplatz neben der Schoberstiftung die Wilhelmine Bugstück Stiftung und die Horizont Kinderkrebshilfe Weseler. Damit sich die 53-Jährige zukünftig verstärkt um die Nachsorge kümmern kann, soll eine Teilzeitkraft hinzugewonnen werden. Diese wird sich vor allem um die sozialrechtlichen Fragen in der Versorgung betroffener Familien kümmern.

<- Zurück zu: Archiv 2016
 
 
 
 
 
 
   
 

Presseverteiler

Wir nehmen Sie als Medienvertreter gerne in unseren Presseverteiler auf. Schicken Sie uns einfach eine Mail

Folgen Sie uns bei Twitter

Logo twitter

Alles rund um die Universitätsmedizin Münster finden Sie unter

 twitter.com/UK_Muenster.

Pressevideos

Kontakt

Dagmar Mangels
Leiterin Unternehmenskommunikation
T +49 251 83-55866
dagmar.mangels(at)­ukmuenster(dot)­de

Anja Wengenroth
Externe Kommunikation
T +49 251 83-55800
M +49 170 5420566  
anja.wengenroth(at)­ukmuenster(dot)­de

Marion Zahr
Externe Kommunikation
T +49 251 83-53444
M +49 151 15607459
marion.zahr(at)­ukmuenster(dot)­de

Dr. Thomas Bauer
Referent für Forschung und Lehre sowie Alumniarbeit
T +49 251 83-58937
thomas.bauer(at)­ukmuenster(dot)­de