Pressemeldungen Archiv 2016

21.07.16ukm/cf

Aushalten, was nicht auszuhalten zu sein scheint: Zehn Jahre psychosoziale Betreuung am UKM

Erfolgreiche Kooperation mit pro familia in der Pränatalmedizin / Über 3.000 Beratungen in zehn Jahren Zusammenarbeit

Dr. Angelika Dohr und Dr. Claudia Thiel von pro familia bieten betroffenen Familien am UKM seit mehr als zehn Jahren psychosoziale Beratung an

„Zusammen mit den Eltern halten wir aus, was nicht auszuhalten zu sein scheint“, erklärt Dr. Angelika Dohr von pro familia. Gemeinsam mit ihrer Kollegin Dr. Claudia Thiel bietet sie die psychosoziale Beratung im Bereich Geburtshilfe und Pränatalmedizin des UKM (Universitätsklinikum Münster) an. Denn oftmals ist die Diagnose, ein krankes oder behindertes Kind zu bekommen, ein Schock. Mehr als 1.000 Familien konnten die Beraterinnen in ihrer Zeit am UKM zur Seite stehen. Diese Kooperation besteht nun bereits seit über zehn Jahren.

„Werden Auffälligkeiten beim ungeborenen Kind gefunden, droht eine Frühgeburt oder liegt eine andere sehr belastenden Situation vor, ist das für alle Betroffenen eine erhebliche Herausforderung“, sagt Dohr. „Es gehen ihnen viele Fragen durch den Kopf und oft können sie keinen klaren Gedanken mehr fassen.“ Daher können Patienten gleich im Anschluss an den Arztbesuch in der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe am UKM noch vor Ort die psychosoziale Beratung von pro familia aufsuchen. Dohr und Thiel sind Gynäkologinnen mit Beratungs- und Therapieausbildung. Sie können sowohl medizinische Fragen zu den Befunden beantworten als auch die Paare in dem Prozess begleiten. Sie beraten beispielsweise bei der Diagnose Down-Syndrom, bei Erkrankungen, bei denen das Kind voraussichtlich nicht lebensfähig sein wird aber auch bei anderen Komplikationen, die Mutter und Kind in der Schwangerschaft in Gefahr bringen.

„Die Diagnose einer vielleicht sogar lebensbedrohlichen Auffälligkeit oder die Entscheidung über das weitere Vorgehen bei drohender extremer Frühgeburtlichkeit gehören zu den schwierigsten Lebensereignissen, die Menschen bewältigen müssen“, erklären Thiel und Dohr. Die Beraterinnen begleiten die Frauen und Paare und hören zu. Gemeinsam kann dann ein Weg gefunden werden, der individuelle Unterstützung und Erleichterung bedeutet.

Die Kooperation war von Beginn an fester Bestandteil der pro familia Beratungsstelle Münster. Angefangen mit sechs Stunden konnte die Arbeit auf fünf Tage pro Woche ausgebaut werden. Die Zusammenarbeit wird finanziell durch die Stadt Münster und das Land NRW unterstützt. Pro familia ist der führende Verband zu Sexualität, Partnerschaft und Familienplanung in Deutschland und Mitglied im Paritätischen Wohlfahrtsverband und der internationalen Familienplanungsorganisation IPPF. Termine oder auch ein erstes Kennenlernen können über die Pränatalambulanz am UKM unter 0251 83-48261 oder über die pro familia Beratungsstelle 0251 45858 vereinbart werden. Weitere Informationen gibt es auf der Internetseite von pro familia Münster.

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