Medizinische Klinik B

Differenzierte Patientenversorgung

Angesichts unseres breiten medizinischen Spektrums gibt es innerhalb unserer Klinik natürlich eine weitere Differenzierung innerhalb der Patientenversorgung.

Gastroenterologie

Erkrankungen des Magen-Darmtraktes gehören in unserer Klinik traditionell zu den am häufigsten behandelten Krankheiten. Als überregional bedeutsame Klinik haben wir eine besondere Expertise bei seltenen Krankheiten, die daher häufig bei uns behandelt werden. Zahlreiche Selbsthilfegruppen arbeiten in enger Anbindung an unsere Klinik.
Modernste endoskopische Untersuchungs- und Behandlungsverfahren erlauben uns eine umfassende Versorgung unserer Patienten. Wir arbeiten unter anderem mit Magen- und Darmspiegelung, Kapselendoskopie und Doppelballonenteroskopie. So sind wir in der Lage, auf Grundlage exakter Diagnostik gegebenenfalls direkt zu behandeln. Häufige Erkrankungen sind unter anderem:

  • Morbus Crohn und Colitis ulcerosa (chronische Entzündungen des Darmes)
  • Pankreatitis (Entzündung der Bauchspeicheldrüse)
  • Onkologische Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes
  • Erkrankungen der Galle
Endokrinologie

Wir behandeln sämtliche Stoffwechselkrankheiten in unserer Sektion. Darüber hinaus sind wir bundesweit eines der wenigen Kompetenzzentren für die gegengeschlechtliche Hormonbehandlung von Transsexuellen.
Eine umfangreiche nuklearmedizinische Labordiagnostik erlaubt uns eine genaue Bestimmung der Funktion unterschiedlicher Drüsen und ihres Zusammenwirkens. Häufige endokrinologische Erkrankungen sind unter anderem:

  • Erkrankungen der Schilddrüse
  • Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)
  • Diabetes insipidus (Wasserruhr)
  • Erkrankungen der Hypophyse (Hirnanhangsdrüse)
  • Osteoporose
  • Neuroendokrine Tumoren
Diabetologie

Aufgrund der dramatisch ansteigenden Anzahl von Menschen mit Diabetes mellitus hat sich in den vergangenen Jahren die Diabetologie als eigenständiges Teilgebiet der Endokrinologie herausgebildet. Diagnostisch stehen uns sämtliche Methoden der Labordiagnostik einschließlich Funktionsuntersuchungen bis hin zu molekularbiologischen Auswertungen zur Verfügung. Ein weiterer Pluspunkt für unsere Patienten: In Kooperation mit dem Institut für Radiologie und der Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin bieten wir die Möglichkeit jeder Art der Bild gebenden Diagnostik. Wir bieten unseren Patienten alle Arten der Insulinbehandlung einschließlich Insulinpumpen-Betreuung. Bei  Gastroparese (Magenlähmung, Magenatonie) weist unsere Klinik große Erfahrung bei der Magenschritt-macherimplantation auf.

Ernährungsmedizin

Ein vielfach unterschätztes Gebiet innerhalb der Medizin ist die Ernährung der Patienten. Krankhafte oder durch Krankheit bedingte Unterversorgung mit Ernährung führt zu Untergewicht. Dies zieht weitere gesundheitliche Probleme nach sich und kann im Extremfall bis zum Tod durch Verhungern führen. Zu den ernährungsmedizinischen Maßnahmen, die wir in diesen Fällen ergreifen, gehören unter anderem die Optimierung der natürlichen Ernährung, die passagere künstliche Ernährung (Trinknahrung) und PEG-Sonden oder auch intravenöse Ernährung. Sämtliche Formen der enteralen (künstlichen Ernährung über Sonden) und parenteralen Ernährung (künstliche Ernährung über Infusionslösungen) werden bei uns von speziell ausgebildeten Fachkräften betreut.

Extremes Übergewicht ist ebenfalls gefährlich: Zwischen der sogenannten Adoposias und Diabetes besteht ein direkter Zusammenhang, so dass in manchen Fällen eine Magen–OP der einzige Weg zur Behandlung einer Diabetes–Erkrankung ist, um lebensbedrohliche Folgeerscheinungen dieser Stoffwechselkrankheit zu verhindern. So ist beispielsweise  Diabetes oft die unerkannte Grunderkrankung bei Schlaganfall. Die guten Prognosen für unsere Patienten, die sich einer Magen verkleinernden OP unterziehen, sind unter anderem der engen und guten Zusammenarbeit mit den Chirurgen am UKM gedankt.

Daneben gilt unsere ernährungsmedizinische Sorge tumorerkrankten Patienten, um einer Mangelernährung in Folge der strapaziösen Krebstherapie entgegen zu wirken.

Stationen

Die Medizinische Klinik B versorgt in vier stationären Bereichen Patienten des internistischen Erkrankungsspektrums:

  • Normalstation 12 A Ost mit 26 Betten, auf der hauptsächlich endokrinologische und diabetologische Patienten versorgt werden. In enger Zusammenarbeit mit der Klinik für Experimentelle und Klinische Hepatologie werden hier auch die Patienten nach Lebertransplantation versorgt.
  • Normalstation 12 B Ost mit 28 Betten, auf der hauptsächlich hepatologische und gastroentereologische Patienten versorgt werden. Hier ist ebenfalls die Privatstation untergebracht.
  • Infektstation 8 mit 15 Betten, auf der Patienten mit hochinfektiösen Erkrankungen, wie Malaria, TBC etc. behandelt werden. Patienten mit der Infektionskrankheit AIDS und Patienten, die durch die Behandlung mit immunabwehrunterdrückenden Medikamenten (Immunsuppressiva) behandelt werden, liegen auf dieser Station.
  • Intensivstation 10 A Ost mit 30 Betten, die von allen internistischen Kliniken genutzt wird.
  • Endoskopische Abteilung auf der Ebene 05 Ost, in der jährlich mehrere tausend Endoskopien durchgeführt werden.