Mit weniger Angst zur Herz-OP

Neben der notwendigen medizinischen Aufklärung durch Herzchirurgen und Narkoseärzte hält die Kinderkardiologie auf der Station 18 B im Westturm ein besonderes Beratungsangebot für betroffene Kinder und Eltern bereit: Seit 1997 gibt es dort die Kinder Card-AG. Dabei handelt es sich um eine Initiative seitens der Pflegenden auf der kinderkardiologischen Station und der Kinderintensivstation, die Eltern und Kinder auf eine bevorstehende Herzoperation vorbereitet.

Angst und Sorge und eine große Ungewissheit bestimmen die Zeit, bevor ein Kind am Herzen operiert werden muss. Um den betroffenen Eltern und Kindern vor und nach der Operation ein Stück Sicherheit zu geben, bieten die Mitglieder die Kinder Card-AG gezielte Informationen an: Das kann ein Besuch der Kinderintensivstation sein, Wissenswertes zur postoperativen Pflege oder ein Gespräch über mögliche Ängste der betroffenen Eltern.

Auch die Kinder werden spielerisch und altersgemäß auf die OP und die Zeit danach vorbereitet. In Einzelgesprächen können gezielt Fragen beantwortet und so ein Stück Sicherheit vermittelt werden. Auch der Kontakt betroffener Eltern untereinander wird durch die Card-AG gefördert, um gegenseitige Unterstützung und Erfahrungsaustausch zu ermöglichen.

Die Miglieder der Gruppe sind allesamt erfahren im Umgang mit herzkranken Kindern und deren Eltern und bieten deshalb nicht nur pflegerische sondern vor allen Dingen auch psychosoziale Unterstützung auf hohem Niveau. Dieser Pflegeansatz unterstützt in nicht zu unterschätzender Weise den Heilungsprozess der oft noch sehr jungen Patienten und ermöglicht eine enge Einbindung der Eltern vor und nach der Operation.

Die Kinder-Card AG hat seit Beginn Vorbildwirkung innerhalb der kinderkardiologischen Pflege in Deutschland und wurde bereits mit dem DRK-Pflegepreis ausgezeichnet.

 
 
 
 
 
 
   
 
Foto Mutter mit Kleinkind
Foto Gemeinsame Vorbereitung auf die Operation mit weiteren Familien
Foto Ärztliche Besprechung
Foto Herzkrankes Kind