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Aktuelles der Stabsstelle Telemedizin

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Projekt „Notfalldaten-Management-Sprint“ erfolgreich abgeschlossen

Die große Mehrheit der am Modellprojekt beteiligten Ärzte ist mit dem Anlageprozess von Notfalldatensätzen äußerst zufrieden. Auch bei Patienten findet das Projekt Notfalldaten-Management-Sprint (NFDM-Sprint) Anklang. Die meisten von ihnen fühlen sich damit im Notfall sicherer und favorisieren als zukünftigen Speicherort die elektronische Gesundheitskarte. Das sind einige der Ergebnisse des Pilotprojekts NFDM-Sprint, die Anfang April – im Beisein von Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe – auf dem Campus des UKM präsentiert wurden.

Zwischen Mai und November 2016 hatten 31 niedergelassene Ärzte zusammen mit sieben Kollegen vom UKM in der Region Münster und Umgebung insgesamt 2.598 Notfalldatensätze auf Wunsch von Patienten angelegt. Die regionale Projektkoordination übernahm dabei – mit Unterstützung durch das Institut für Medizinische Informatik, das Zentrum für Klinische Studien Münster und den Geschäftsbereich IT – die Stabsstelle Telemedizin des UKM. Initiiert wurde das Projekt von gematik – Gesellschaft für Telematikanwendungen auf der Gesundheitskarte mbH und Bundesärztekammer mit dem Ziel, bereits vor der bundesweiten Einführung des Notfalldaten-Managements zu testen, wie gut die Anlage eines Notfalldatensatzes im Praxisbetrieb funktioniert. Die elektronische Gesundheitskarte kam bei dem Projekt jedoch noch nicht zum Einsatz. Stattdessen erhielten die Patienten einen Ausdruck ihres Notfalldatensatz, der in einer Notfallsituation vorgelegt werden kann.

Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe sagte bei der Vorstellung der Projektergebnisse: „Mit dem E-Health-Gesetz machen wir Tempo, damit der Nutzen der Digitalisierung den Patientinnen und Patienten noch stärker zugutekommt. Dass künftig Notfalldaten auf der elektronischen Gesundheitskarte gespeichert werden, kann im Ernstfall Leben retten. Klar ist: Die Sicherheit der persönlichen Gesundheitsdaten steht immer an erster Stelle.“ Auch der Leiter der Stabsstelle Telemedizin am UKM, Priv.-Doz. Dr. Christian Juhra, zeigte sich von dem Projektergebnis beeindruckt: „Der Notfalldatensatz hat das Potential, die Notfallversorgung in Deutschland noch weiter zu verbessern. Die teilnehmenden Patienten und Ärzte hielten den Notfalldatensatz für sehr sinnvoll und wünschten mehrheitlich eine Einführung nach Projektende.“

UKM_NFDM

Update TIME-Projekt

Im Teilprojekt „Notfalldaten“ des TIME-Projektes wurde zur Nutzenevaluation des Notfalldatensatzes (NFD) eine zweitägige Simulationsstudie durchgeführt. Die zentrale Fragestellung lautete: „Hat das Vorhandensein eines NFD in einer Notsituation einen Einfluss auf die Anamneseerhebung und die präklinische Notfallversorgung eines Patienten durch den Notarzt?“.

Während der Studie durchliefen 36 Notärzte je zwei von drei präklinischen Notfallszenarien einmal mit und einmal ohne NFD. Primärer Endpunkt ist das Erreichen eines zuvor definierten Zielkriteriums im jeweiligen Szenario. Sekundäre Endpunkte sind die Zeit vom Eintreffen am Notfallort bis zum Abtransport des Patienten sowie die Vollständigkeit der Anamneseerhebung. Die derzeit laufende Auswertung basiert auf dem gewonnenen Videomaterial, den ausgefüllten DIVI-Notarztprotkollen und auf Befragungen der Notärzte zur Anwendung des NFD. Die ersten Ergebnisse werden für das erste Quartal 2017 erwartet.

 
 
 
 
 
 
   
 

Kontakt

Priv.-Doz. Dr. med. Christian Juhra, MBA
Stabsstelle Telemedizin

Hüfferstraße 73-79
48149 Münster

T 0251 83 58222
F 0251 83 59269
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