18.06.11ukm/dre/jb

EHEC: Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr informiert sich über Forschungsarbeit von Prof. Karch

Studien in Münster rücken das Umweltverhalten des aktuellen Erregers in den Mittelpunkt

Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (l.) besichtigte die Laborräume von Prof. Dr. Helge Karch in Münster. EHEC-Spezialist Karch gab einen Überblick über die aktuelle Forschungsarbeit. (Quelle: UKM/Ulrike Dammann)

Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (l.) besichtigte die Laborräume von Prof. Dr. Helge Karch in Münster. EHEC-Spezialist Karch gab einen Überblick über die aktuelle Forschungsarbeit. (Quelle: UKM/Ulrike Dammann)

Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (l.) und Prof. Dr. Helge Karch. (Quelle: UKM/Ulrike Dammann)

Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (l.) und Prof. Dr. Helge Karch. (Quelle: UKM/Ulrike Dammann)


Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr informierte sich am Samstagnachmittag (18.06.) im Institut für Hygiene in Münster über die aktuelle  Forschungsarbeit des Wissenschaftlerteams der Medizinischen Fakultät der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU) um EHEC-Experte Prof. Dr. Dr. h. c. Helge Karch am Universitätsklinikum Münster (UKM). Im vom Robert Koch-Institut (RKI) ernannten Konsiliarlabor für das Hämolytisch-Urämische Syndrom (HUS) am Institut für Hygiene laufen derzeit weitere umfangreiche Laboruntersuchungen zum Umweltverhalten des Ausbruchsstamms. Bereits am 25. Mai hatte Prof. Karch den spezifischen EHEC-Erreger identifiziert, der für das aktuelle Ausbruchsgeschehen verantwortlich ist und daraufhin einen schnellen Bestätigungstest entwickelt.

Der Bundesgesundheitsminister lobte die Arbeit der Münsteraner Wissenschaftler: „Die schnelle Identifizierung des Ausbruchsstammes war extrem wichtig für die Bekämpfung der aktuellen Epidemie. Für diesen unermüdlichen Einsatz bin ich dem Wissenschaftlerteam um Prof. Karch ebenso dankbar wie dem Ärzte- und Pflegepersonal in den Krankenhäusern und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der beteiligten Gesundheitsinstitute.“

Ein weiterer Schwerpunkt der aktuellen Forschungsarbeit im münsterschen Hygiene-Institut sind Studien zum Reservoir und zum Umweltverhalten des EHEC-Erregers. Prof. Karch: „Viele Menschen scheiden derzeit den Erreger aus. Wir können also nicht ausschließen, dass er sich in unserer Umwelt bereits eingenistet hat. Daher müssen wir jetzt auch Strategien entwickeln, wie wir ihn dauerhaft wieder beseitigen können.“

Bereits fest steht, dass der aktuelle Erreger wie ein „klassischer“ EHEC sehr niedrige pH-Werte (2,5 bis 3,5) mindestens zwei Stunden toleriert. Das bedeutet, dass er anders als z.B. Salmonellen die normale Säurebarriere des menschlichen Magens überstehen kann und schon wenige Keime zur Infektion und zur Erkrankung führen können. Der jetzige Ausbruchsstamm und der zehn Jahre alte HUSEC041 zeigen zudem das gleiche „Anheftungsmuster“ an den Darmzellen. „Auch außerhalb des Körpers kleben sie an allen Oberflächen, weil sie ausgezeichnete Biofilmbildner sind. Sie bilden eine Art Schleimschicht, in der sie sich einnisten und auch längere Zeiträume gut überstehen können. Weiterhin ist der Ausbruchsstamm kältetolerant und überlebt seit dem 24. Mai in unserem Labor-Kühlschrank Temperaturen von fünf Grad Celsius“, so EHEC-Experte Karch. Diese und weitere Eigenschaften werden momentan in Münster untersucht.

<- Zurück zu: Pressemitteilungen
 
 
 
 
 
 
   
 

Presseverteiler

Wir nehmen Sie als Medienvertreter gerne in unseren Presseverteiler auf. Schicken Sie uns einfach eine Mail

Folgen Sie uns bei Twitter

Logo twitter

Alles rund um die Universitätsmedizin Münster finden Sie unter

 twitter.com/UK_Muenster.

Pressevideos

Kontakt

Leiterin Unternehmenskommunikation
Dagmar Mangels
T +49 251 83-55866
dagmar.mangels(at)­ukmuenster(dot)­de

Pressesprecherin
Anja Wengenroth
T +49 (0) 251 83-55800
M +49 (0) 170 5420566 
anja.wengenroth(at)­ukmuenster(dot)­de

Interne Unternehmenskommunikation
Kathrin Strähle
T +49 (0)251 83-49365
kathrin.straehle(at)­ukmuenster(dot)­de

Referent für Forschung und Lehre sowie Alumniarbeit
Dr. Thomas Bauer
T +49 (0)251 83-58937
thomas.bauer(at)­ukmuenster(dot)­de

Online und Multimedia
Alexander Tanner
T +49 (0)251 83-55705
alexander.tanner(at)­ukmuenster(dot)­de